Der Megaseller oder Alle Sünden dieser Welt
Eine bitterböse Persiflage auf den aktuellen Literaturbetrieb
(mag). Dem Münchener Literaturagenten Merlin Petrow, mit bürgerlichen Namen heißt er Peter Meier, gelingt es, zwei renommierte Großverlage für einen unterirdisch schlechten Debütroman der Hausfrau Jutta Schniedelhahn, deren Manuskript schon bei den Absagen lag, zu interessieren. Während die Verlagsvertreter sich mit ihren Geboten überbieten, versucht Merlin Petrow aus der unscheinbaren Grevenbroicher Autorin eine femme fatale zu machen. Die Ereignisse überschlagen sich, und wie bei jeder guten Schneeballgeschichte können die Personen nur noch auf die Geschehnisse reagieren, ohne wirklich Einfluss zu nehmen. Der unter dem Pseudonym Klaus von Anderen veröffentlichte Roman „Der Megaseller oder Alle Sünden dieser Welt“ erzählt die aberwitzige Geschichte eines ausgekochten Literaturagenten, der durch seine Halbwahrheiten, sein Taktieren und Hintergehen mächtig ins Straucheln gerät.
„Der Megaseller oder Alle Sünden dieser Welt“ ist eine bitterböse Persiflage auf den aktuellen Literaturbetrieb. Der Roman ist voller Hohn und Spott für die Verlagsszene. Die Kritik und die Karikaturen der realen Personen werden durch Namensverdrehungen leicht kaschiert. Insider der Szene werden sicher viele Bekannte wieder entdecken, aber auch die anderen Leser werden die Namen Edmundo Ugo (Umberto Eco) und Ron Black mit dem Roman „Leonardo-Dreh“ (Dan Brown und sein „Da Vinci Code“) entziffern sowie zahlreiche Autoren, Fernsehmoderatoren oder Promis wieder erkennen.
Abgesehen von dem bissigen Spott über die Buchbranche lebt die Satire „Der Megaseller oder Alle Sünden dieser Welt“ von der Situationskomik und den zuweilen sehr originellen Wortspielen und urkomischen Dialogen. Das Buch ist die groteske Erfolgsgeschichte eines grottenschlechten Manuskriptes. Der skrupellose Merlin Petrow urteilt über den Roman, den er teuer verkaufen will: „Was für eine unsägliche Klischeekanonade! Aber ganz unterhaltsam!“ Genau dieses Urteil trifft auch auf das Buch „Der Megaseller oder Alle Sünden dieser Welt“ selber zu! Der Leser amüsiert sich stellenweise ganz wunderbar, muss sich aber auch durch sehr flache Passagen durchkämpfen. Eine Satire ist keine Hochkultur, dafür aber meistens amüsanter.
Die Persiflage „Der Megaseller oder Alle Sünden dieser Welt“ ist ein Buch für alle, die schon immer geahnt haben, dass der Handel mit Büchern zuweilen groteske Züge annehmen kann!
Autorenportrait:
Klaus von Anderen hat als Versicherungssachbearbeiter und als OP-Helfer gearbeitet, Geisteswissenschaften studiert und mit dem von ihm gegründeten „ Teatro non troppo“ eigene Stücke auf die Bühne gebracht. Er hat als freier Journalist für mehrere namhafte Magazine gearbeitet, war Geschäftsführer eines Personalberatungsunternehmens und hat als Quizshow-Kandidat den damals größten Bargeldgewinn der deutschen Fernsehgeschichte abgeräumt. Heute arbeitet er unter seinem dritten bürgerlichen Namen als Berater der Reichen und Schönen der Republik und ist dem Verlags- und Buchhandelswesen eng verbunden. Hinter dem Pseudonym werden unter anderem Lothar Menne (freier Verlagsberater), Christian von Zittwitz (Herausgeber von „BuchMarkt“), die Literaturagenten Joachim Jessen, Michael Meller und Thomas Montasser, die Kritiker Denis Scheck und Werner Fuld oder der ehemalige Verleger Christian Strasser vermutet.
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