Messer, Gabel, Enterhaken
Ein Benimmroman für Kinder und Piraten
(mag).
Piraten haben nicht gerade den Ruf besonders gute Tischmanieren zu haben: Sie
essen mit den Fingern, streiten sich um die größte Portion und rülpsen
ganz fürchterlich. Da sind die Seeräuber aus dem Kinderroman „Messer,
Gabel, Enterhaken“ von Lucia Bleuler keine Ausnahme. Die Piraten entern mit
ihrem Segelschiff ein großes Hotel und platzen mitten in einen Benimmkurs
für Kinder. Nachdem sie über das Buffet hergefallen sind, entführen
sie die Geschwister Alexandra und Milo. Mit einer List und der Hilfe der Schiffsköchin
gelingt es den Kindern, den Kapitän davon zu überzeugen, dass die
Mannschaft dringend etwas für ihr Auftreten tun muss, denn „Moderne
Piraten wissen sich zu benehmen, sie beherrschen die wichtigsten Anstandsregeln
und kennen den Unterschied zwischen Wasser- und Rotweinglas.“
Eingebetet in eine turbulente Geschichte hat Lucia Bleuler für Kinder leicht verständlich die Grundlagen des guten Benehmens aufgeschrieben. Die jungen Leser lernen unter anderem wie man sich bei Tisch benimmt, wie man Fisch, Salat und andere Speisen richtig isst, und wie man sich in Gesellschaften als höflich erweist. Da die Piraten auch auf Asiaten treffen, lernen sie bei der Gelegenheit auch gleich wie man mit Stäbchen isst. Die gut verständlichen Benimmregeln von Lucia Bleuler sind jeweils auf einer ganzen Seite in die Geschichte, die Christoph Schuler geschrieben hat, eingebettet, so dass sie auch unabhängig von dem Roman nachgelesen werden können.
Illustriert wurde das Buch „Messer, Gabel, Enterhaken“ v on Eugen U. Fleckenstein. Die farbenfrohen Bilder des Illustrators stehen in bester Tradition des „Tim und Struppi“-Zeichners Hergè. Die klaren, teilweise blattgroßen Zeichnungen illustrieren nicht nur stimmungsvoll die ungewöhnliche Piratengeschichte, sie erläutern auch die einzelnen Benimmregeln und Anweisungen, zum Beispiel das Serviettenfalten, Fischzerteilen und das Essen mit Stäbchen sehr anschaulich. Die fröhlichen Bilder werden junge Leser sicher zum Weiterlesen anregen.
Der Benimmroman „Messer, Gabel, Enterhaken“ ist für Kinder ab zehn Jahren geschrieben. Ob Kinder sich durch dieses Buch zu besserem Benehmen anregen lassen oder ob sie sich eher von dem Vorbild der Erwachsenen leiten lassen, sei dahingestellt. Der Idee, ein Benimmbuch in eine kindgerecht Form zu bringen, ist zumindest ein Versuch wert. Durch die witzige Piratengeschichte macht es auf jeden Fall Spaß, das Buch zu lesen, und somit hat der Leser von den Anstandsregeln zumindest schon mal etwas gehört. In Anhang des Buches „Messer, Gabel, Enterhaken“ gibt es noch ein kleines Glossar, dass die „Begriffe aus der Seemanns- und Piratensprache“ erläutert.
„Messer, Gabel, Enterhaken“ ist ein witziger Kinderknigge für alle, die über die Grundlagen „Sitz gerade!“ und „ Die Hand geht zum Mund und nicht umgekehrt!“ hinaus noch etwas lernen möchten!
Autorenportrait:
Lucia Bleuler lernte Hoteliere und war viele Jahre in der Topgastronomie tätig. Heute ist sie Image-Coach, Management-Trainerin und Referentin fürs Savoir-vivre – sicheres und gewandtes Auftreten. In Benimm-Kursen macht sie Kindern das Thema Tischkultur schmackhaft und lehrt sie den gewandten Umgang mit Mitmenschen. Sie hat mehrere Bücher zu diesem Thema verfasst.
Illustratorenportrait:
Eugen U. Fleckenstein, geboren 1958 in Ebersbach/Fils, studierte Freie Malerei an der „Staatlichen Akademie der Freien Künste“ in Stuttgart und lebt seit 1990 in der Schweiz. Er zeichnet für das Comic-Art-Magazin „Strapazin“ sowie für diverse deutsche und schweizerische Illustrierte und Zeitungen. Zudem hat er zahlreiche Produkte und Werbungen gestaltet.
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