Der geheime Schlüssel zum Universum
Eine abenteuerliche Reise ins All
(mag).
Der zwölfjährige George wünscht sich sehnlichst einen Computer,
doch seine Eltern, überzeugte Umweltaktivisten und Fortschrittsskeptiker,
halten nichts davon. Als George die neue Nachbarin Annie und ihren Vater Eric
kennen lernt, eröffnet sich ihm ein völlig neuer Blick auf die Welt.
Eric ist Astrophysiker und überzeugt davon, dass der Fortschritt der Wissenschaft
durchaus zum Wohle der Menschheit sein kann. Eric führt den staunenden
George in die Grundlagen der Kosmologie ein. Dabei hilft ihm sein eigenwilliger
Supercomputer Cosmos, mit dessen Unterstützung man Reisen ins Weltall machen
kann. – In seinem ersten Kinderbuch „Der geheime Schlüssel zum Universum“
erzählt der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking zusammen mit seiner
Tochter Lucy Hawking die phantastische Geschichte von George und verbindet sie
mit vielen Informationen über unser Planetensystem, Kometen und schwarze
Löcher.
Die Autoren erzählen wie George die Geburt eines Sternes miterlebt und eine gefährliche Reise auf einem Kometen unternimmt. Ein Wissenschafter, der mit seinem Computer Reisen ins Weltall unternehmen kann, hat natürlich viele Neider, und so kommt es, dass ein alter Widersacher von Eric versucht, den Computer Cosmos für seine eigenen Ziele zu missbrauchen. Als Eric bei einer Reise ins All in ein schwarzes Loch gezogen wird, muss George sich entscheiden, ob er an dem Schulwettbewerb, dessen erster Preis ein Computer ist, teilnimmt, oder ob er versucht, Eric zu retten. Doch selbst, wenn er Eric helfen will, muss er erst einmal herausfinden, was genau ein schwarzes Loch ist und ob man da überhaupt wieder rauskommt.
Lucy und Stephen Hawking haben mit „Der geheime Schlüssel zum Universum“ ein zuweilen atemberaubendes Buch geschrieben. Eingeflochten in die Geschichte sind Informationsblöcke, in denen der Leser leicht verständlich über Grundlagen der Weltraumforschung informiert wird. Da gibt es Sachtexte über das Sonnensystem, einzelne Planeten und die berühmten Experimente von Miller und Urey sowie den Asteroidengürtel. Außerdem werden grundlegende Begriffe, wie Teilchen und Masse, einleuchtend erläutert. Die Texte, die sich vom dem Roman grafisch deutlich abheben, sind teilweise durch kleine Zeichnungen illustriert. Der Sachbuchroman enthält außerdem einen Tafelteil von 24 Seiten mit farbigen Fotografien. Die teilweise spektakulären Aufnahmen vermitteln zusätzlich einen beeindruckenden Einblick von den Tiefen des Universums. Außerdem enthält das Buch Illustrationen von Quint Buchholz; leider viel zu wenige und leider sind diese auch nur auf dem Einband und den Vorsatzpapieren farbig.
Die Abenteuergeschichte „Der geheime Schlüssel zum Universum“ erläutert dem Leser komplizierte Zusammenhänge nachvollziehbar. Die unterhaltsame Geschichte zieht den Leser sofort in seinen Bann, ist aber voller Stereotypen: Natürlich kann die Ökomutter von George, die Vegetarierin ist, nicht gut kochen, selbstverständlich ist Eric ein unordentlicher und etwas verrückter Wissenschaftler, und die Jungenbande, die George ärgert, hat das übliche, besonders dumme Mitglied, das dann auch noch fett ist. Es ist schade, dass Stephen und Lucy Hawking beim Versuch eine gute Geschichte zu erzählen nicht mehr Wert auf Charaktere statt Typen gesetzt haben. Von einem richtig guten Buch erwartet man auch auf erzählerischer Ebene ein gewisses Niveau, das man gerade jungen Lesern, die nachhaltig zum Lesen verführt werden sollen, bieten sollte.
„Der geheime Schlüssel zum Universum“ wurde von Irene Rumler aus dem Englischen übersetzt. Der Roman ist in einem einfachen Stil geschrieben und für Leser ab zehn Jahren geeignet. Es ist ein Buch, das sicher auch für lesefaule Jungen interessant ist, da es eine fesselnde Geschichte mit einen interessanten Sachbuch verbindet. Das unterhaltsame Buch weckt das Interesse für das Weltall mit all seinen Geheimnissen.
„Der geheime Schlüssel zum Universum“ ist ein Reiseführer, der den Leser auf eine atemberaubende Reise ins Weltall mitnimmt!
Autorenportrait:
Lucy Hawking, geboren 1970, ist die Tochter von Stephen Hawking. Nach dem Studium französischer und russischer Literatur an der Universität von Oxford wurde sie Journalistin und schrieb bald für zahlreiche bekannte englische Tageszeitungen. Nach der Veröffentlichung von zwei viel beachteten Romanen, begann sie gemeinsam mit ihrem Vater an ihrem ersten Kinderbuch zu arbeiten.
Stephen Hawking, geboren 1942 in Oxford, Großbritannien ist Astrophysiker und seit 1979 Inhaber des „Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik“ an der „Universität Cambridge“, den einst auch Sir Isaac Newton innehatte. Er lieferte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, wobei seine Forschung vor allem auf dem Gebiet der Physik der Schwarzen Löcher angesiedelt ist. 1963 wurde bei ihm Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert, und er ist seit 1968 auf einen Rollstuhl angewiesen. Durch einen Luftröhrenschnitt 1985 verlor er die Fähigkeit zu sprechen und ist für die verbale Kommunikation auf die Benutzung eines Sprachcomputers angewiesen. Er veröffentlichte seit den 70er Jahren zahlreiche wissenschaftliche Werke. Durch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ ist er auch einem breiten Publikum außerhalb der Fachwelt bekannt geworden. „Der geheime Schlüssel zum Universum“ ist sein erstes Kinderbuch.
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