Was hängßu Kreuz, Alder?
Die Bibel für Integrationswillige
(pr).
„Adam und Aishe, Altes Testament, Genesis 2, 4B-3, 24“: Wenn die nicht
so Bibelfesten diese Angabe irgendwie merkwürdig finden, und die Bibelkenner
behaupten, es gäbe sie gar nicht, dann ist das teilweise richtig. Die biblische
Entstehungsgeschichte handelt schließlich von Adam und Eva und nicht von
„Adam und Aishe“. Bei dieser Umdeutung handelt es sich nur um eine
unter vielen, die Michael Freidank und seine Freunde in „Was hängßu
Kreuz, Alder?“ vornehmen. Mit diesem Hörbuch haben die Vier kein weniger
ambitioniertes Ziel angestrebt, als die Übersetzung der Bibel auf „Kanakisch“.
Ob es sich dabei wirklich um die wichtigste Bibelübersetzung seit Luther handelt, wie manche behaupten, darf angezweifelt werden. Ohne Zweifel handelt es sich bei diesem Hörbuch aber um eine der komischsten Bibelübersetzungen überhaupt. Wem der Ausdruck „Kanakisch“ nicht geläufig ist: Dahinter verbirgt sich eine Form von Jugendsprache, die vor allem von jungen Deutschtürken gesprochen wird, woher sich der etwas abwertende Name ergibt.
Wer also wissen möchte, warum Adam und Aishe „voll die Spasten“ waren, und ob Isaak oder Ismael die „fettere Karre“ hatte, der sollte sich „Was hängßu Kreuz, Alder?“ unbedingt anhören. Auch das Neue Testament erscheint im völlig anderen Licht: Aus der jungfräulichen Empfängnis der Maria wird das „Schwanger ohne Rummachen“ und Jesus sagt zu Johannes dem Täufer „Tauch misch, Alder!“.
Alle Fans von Kaya Yanar und Co. werden bei „Was hängßu Kreuz, Alder?“ voll auf ihre Kosten kommen. Auch Lehrern und Eltern, die ihre Schüler oder Kinder nicht mehr verstehen, sei dieser Sprachkurs ans Herz gelegt. Und natürlich sollten sich alle, die die Sonntagvormittage in der Kirche und die Religionsstunden in schlechter Erinnerung haben, den Spaß nicht entgehen lassen.
„Was hängßu Kreuz, Alder?“: So viel Spaß macht die Bibel selten!
Autorenportrait:
Michael Freidank feierte Triumphe mit dem mehrbändigen Eichborn-Sprachkurs „Kanakisch – Deutsch“. Heute arbeitet er für eine große deutsche Boulevardzeitung.
Erzählerportrait:
Ardavan Khoramzadeh, Katharina Schmidt und Frauke Prayon leben in Frankfurt. Sie sind Freunde des Autors und zeichnen sich seit Jahren durch ihre brillanten Kenntnisse der kanakischen Sprache aus.
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