Rolling Stone – 1000 Cover
Die Geschichte der einflussreichsten Zeitschrift der Popkultur
(pr).
Die populärste Musikzeitschrift der Welt, der „Rolling Stone“, legt anlässlich
seines eintausendsten Covers einen Bildband vor, der die eigene Geschichte und
die seiner Cover beleuchtet. Auf knapp 600 Seiten sind alle 1.000 Cover zu sehen;
teils unkommentiert, teilweise auch mit einem Ausschnitt aus der dazugehörigen
Titelgeschichte, einem Zitat, Interviewausschnitt oder einem Kommentar der beteiligten
Journalisten oder Fotografen. Dadurch ergibt sich ein Überblick über
die Musikszene von den 1960er-Jahren bis heute: Von den Beatles, Bob Dylan und
den Rolling Stones über Bruce Springsteen und U2 bis hin zu Madonna und
den Red Hot Chili Peppers sind alle wichtigen Künstler der letzten 40 Jahre
vertreten.
Doch da der „Rolling Stone“ schon immer mehr war als nur ein Musikmagazin, finden sich auch Schauspieler wie Paul Newman, Robin Williams und Brad Pitt, oder Politiker wie Richard Nixon oder Al Gore auf den Covern. Dass diese Cover Musikgeschichte schrieben, ist vor allem den großartigen Fotografen des Magazins zu verdanken, die wie zum Beispiel Annie Leibovitz einen ganz neuen Stil der Porträtfotografie schuf, der die Künstler sehr persönlich zeigte. Eines allerdings ist dabei für alle gültig: Auf dem Cover des „Rolling Stone“ zu erscheinen, ist der Ritterschlag! Kein Wunder also, dass jeder sich dort gut präsentieren möchte.
Unterhaltsame Erinnerungen sowohl der Fotografen an ihre teilweise schwierigen Models als auch Erinnerungen der Künstler an die Fotoshootings, die teilweise skurril, überraschend, schmerzhaft oder auch unverhofft lang waren, komplettieren den Bildband. Wer sich als Liebhaber der Rockmusik mit „Rolling Stone – 1000 Cover“ beschäftigt, der wird dabei an viele schöne musikalische Momente erinnert und wird die alten CDs – oder sogar Platten? – beim Lesen wieder herauskramen.
Das Besondere am „Rolling Stone“ ist, oder war es zumindest in den 60er- und 70er-Jahren, die Nähe zu den Musikern. Oftmals bestehen sogar Freundschaften zwischen Redakteuren und Musikern, was zu sehr persönlichen Artikeln und Interviews führt. In jedem Fall bewegen sich Redakteure und Musiker aber in der gleichen Szene und teilen oftmals Lebensstil und Ansichten. So war es zum Beispiel nichts Ungewöhnliches, wenn ein Redakteur, der ein Interview mit einem Musiker führen sollte, eine Woche oder länger mit demjenigen verbrachte. Trotzdem kann dem Magazin nicht der Vorwurf gemacht werden, ihre Berichterstattung würde dadurch an Objektivität verlieren. Vielmehr ist der faire Umgang mit allen Musikern kennzeichnend für den „Rolling Stone“ und neben Markenzeichen auch wichtigster Grund für das Vertrauen, das ihm mittlerweile seit Jahrzehnten von Künstlerseite entgegengebracht wird.
„Rolling Stone – 1000 Cover“, das von Thorsten Wortmann und Madeleine Lampe aus dem Englischen übersetzt wurde, ist ein außergewöhnliches Buch, das zwar in erster Linie die Geschichte des Musikmagazins erzählt, aber nebenbei auch eine kleine Kulturgeschichte der letzten 40 Jahre darstellt. Neben der Musik waren immer auch Politik und Filme, später auch Comics und Sitcoms Themen der Zeitschrift. Durch diese Vielfalt und durch die Nähe sowohl zu den Künstlern als auch zu den Lesern ist der „Rolling Stone“ etwas ganz Besonderes. Seinen im Rock 'n' Roll und der Hippiebewegung liegenden Wurzeln ist der „Rolling Stone“ stets treu geblieben, was ihm eine große Glaubwürdigkeit verleiht und ebenfalls zu den Gründen des Erfolgs zählt.
Gründer und Herausgeber des „Rolling Stone“ Jann S. Wenner, der auch das Vorwort dieses Bildbandes schrieb, hat recht, wenn er sagt, um eintausend Ausgaben zu feiern, müsse man etwas Außergewöhnliches schaffen. Das ist mit diesem Buch gelungen.
„Rolling Stone – 1000 Cover“ ist so außergewöhnlich gut wie die ganze Zeitschrift!
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