Leon Pirat

Wie ein Junge der erste Koch im Kapitänsrang wird

Leon Pirat(pr). Für Leon Pirat beginnt das Erwachsenenleben. Die Zeit mit seiner Mutter auf der Insel ist jetzt vorbei, denn er ist mit seinem 1,05 Metern endlich groß genug mit seinem Vater, der Kapitän eines Piratenschiffes ist, mitzufahren. Zusammen mit dem Langen, dem Kurzen und dem Dicken segeln Vater und Sohn über das Meer. Doch dem eigentlichen Handwerk der Piraten, dem Schiffe überfallen, gehen sie nicht nach, denn in ihren Gewässern gibt es nur Fischkutter. Gut, dass Leons Opa von einem Schiff mit Kisten voll Gold erzählt hat, das in der Nähe gesunken sein soll. So sucht Leons Papa also schon seit Jahren nach diesem Schiff.

 

Leon gefällt das Piratenleben, doch am liebsten ist er in der Kombüse und hilft dem Dicken beim Kochen, denn Leon will später selbst Koch werden. Doch als Sohn des Kapitäns soll er wenn er groß ist auch Kapitän werden. Leon gibt sich alle Mühe auf Kapitän zu trainieren: Er übt Piratentücher zu binden, Totenköpfe zu malen, mit Säbeln zu fuchteln und schnell zu zählen, denn ein Kapitän muss wissen wie viele Goldstücke in einer Schatztruhe sind. Doch abends, wenn er in seiner Hängematte liegt, dann liest er im Kochbuch. Eines Tages kommt eine riesige Welle und reißt den dicken Koch mit sich. Er kann sich zwar auf eine Insel retten, aber jetzt fehlt an Bord ein Koch und das ist besonders schlimm, weil Leons Papa ein richtiger Vielfraß ist … Ob Leon da helfen kann?

 

„Leon Pirat“ ist eine originelle Geschichte über Traditionen und über eigene Wünsche und darüber, dass deshalb nicht notwendigerweise Konfrontationen folgen müssen. Christine Nöstlingers Bilderbuch wirkt nicht zuletzt wegen der frechen Sprache erfrischend und lebendig. Das verwendete Motiv, dass die Kinder etwas können, was die Erwachsenen nicht können, ist zwar nicht neu, aber nichts desto trotz schön variiert worden.

 

Die Illustrationen von Thomas M. Müller sind sehr klar, wodurch die Bilder nicht überfrachtet wirken. Trotzdem verzichtet er nicht gänzlich auf Details, so dürfen an Bord herumliegende Seesterne, ein Piratenpapagei und ein Hund natürlich nicht fehlen.Thomas M. Müller legt viel Wert auf die einzelnen Figuren, die relativ groß dargestellt werden und die durch ihre Mimik und ihre Farbintensität bestechen.

 

„Leon Pirat“ hat das Potential das neue Lieblingsbuch Piratenbegeisterter Kinder zu werden!

 

Autorenportrait:

Christine Nöstlinger, geboren 1936, lebt in Wien und in Niederösterreich. Sie schreibt für Fernsehen, Radio und Zeitungen, veröffentlichte Gedichte und Romane, vor allem aber zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, für die sie mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie den renommierten „Hans Christian Andersen-Preis“ und den „Astrid Lindgren Memorial Award“.

 

Illustratorenportrait:

Thomas M. Müller, geboren 1966, lebt in Leipzig. Er studiert dort an der „Hochschule für Grafik und Buchkunst“ und an der „Kantonalen Schule für Gestaltung“ in Luzern. Für seine Plakate, Grafiken und Buchillustrationen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Außerdem illustrierte er den Piratenroman „Der Schrecken der Ozeane“ von Leuw von Katzenstein.

Leon Pirat

Christine Nöstlinger

Leon Pirat

Mit Illustrationen von Thomas M. Müller

Beltz & Gelberg Verlag, Weinheim

ISBN 978-3-407-79352-2

3. Auflage 2006, 32 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Hardcover gebunden, Ouerformat 27,3 x 25 cm.

Unverbindliche Preisangabe: € 12,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 23,60

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