Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel
Ein Bilderbuch-Piratenabenteuer von Cornelia Funke
(mag).
Kapitän Knitterbart und seine kleine Piratenmannschaft sind schon ein trauriger
Haufen, wie sie da so verloren auf ihrem Schiff „Stinkende Sardine“
im verregneten Ozean lustlos vor sich hindümpeln. Als jedoch der Kahle
Knud von seinem Ausguck aus einen Schiffbrüchigen entdeckt, kommt Leben
in die Bande. Sie nehmen Schimmelbrot, den Schiffskoch von Kapitän Roter
Bill, an Bord und werden dafür mit interessanten Neuigkeiten belohnt: Der
Pirat Roter Bill versteckt auf der Insel der faulenden Knocken einen großen
Goldschatz. Voller Tatendrang machen sich Kapitän Knitterbart und seine
unerschrockene Crew auf den Weg, um sich den Schatz zu holen. Bevor sie den
Schatz rauben können, müssen die Piraten auch noch einen gefährlichen
Dschungel durchqueren. Und als sie sich und den Schatz schon in Sicherheit wähnen,
treffen die Seeleute auf ein großes Seeungeheuer …
Mit ihrem Bilderbuch „Kapitän Knitterbart auf der Schatzinsel“ hat die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke eine humorvolle Piratengeschichte voller Wortwitz erzählt. Die skurrile Mannschaft des rotbärtigen Kapitäns, der natürlich ein Holzbein hat, wächst kleinen und großen Lesern sofort ans Herz. Der salopp geschriebene Text lässt sich gut und flüssig vorlesen. Einige Begriffe muss man kleinen Zuhörern sicher erläutern. Die Gefahren, denen die Seemänner im Dschungel auf der Schatzinsel begegnen, regen jedoch die Phantasie an und animieren die Kinder zum Spielen. Erfreulich dabei ist, dass die Piraten mit List und Tücke und ohne Kämpfe versuchen den Schatz zu rauben. Cornelia Funke ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, dass Kindern und vorlesenden Erwachsenen viel Spaß macht, ohne ins Alberne abzurutschen.
Begleitet wird die dramatische Piratengeschichte „Kapitän Knitterbart auf der Schatzinsel“ von sehr schönen, stimmungsvollen Bildern von Kerstin Meyer. Die Illustratorin setzt das Abenteuer in farbenfrohe Zeichnungen um. Dabei lohnt es sich, auf kleine, liebevoll eingefügte Details zu achten. Es ist meisterhaft, wie Kerstin Meyer es schafft, mit wenigen Strichen eine große Vielfalt von Stimmungen in die Gesichter der Piraten zu zeichnen. Durch die fröhlichen Bilder gelingt es ihr, die richtige Balance zwischen einer spannenden Geschichte und dem Bedürfnis der Kinder - zum Beispiel beim Auftauchen des fürchterlichen Seeungeheuers, einer Mischung aus einer schwarzen Badeente und der schottischem Nessie, nicht allzu erschreckt zu werden – herzustellen. Daher ist das Bilderbuch „Kapitän Knitterbart auf der Schatzinsel“ auch für ganz kleine Piratenfreunde ab vier Jahren zum Vorlesen geeignet.
Man merkt dem Bilderbuch „Kapitän Knitterbart auf der Schatzinsel“ an, dass Autorin Cornelia Funke und Illustratorin Kerstin Meyer ein eingespieltes Team sind, das seine kleinen Leser ernst nimmt und mit viel Vergnügen eine spannende Piratengeschichte mit überraschendem Ende erzählt.
Autorenportrait:
Cornelia Funke wurde 1959 in Dorsten/Westfalen geboren. Nach einer Ausbildung zur Diplompädagogin und einem Grafikstudium begann sie Geschichten für Kinder aller Altersstufen zu schreiben. Heute ist sie eine der bekanntesten deutschen Kinderbuchautorinnen mit überwältigendem internationalem Erfolg. Mittlerweise sorgen auch die Verfilmungen ihrer Bücher, wie „Herr der Diebe“ für volle Kinosäle. Die „phantasievolle Welterfinderin mit hohem Anspruch“ („Spiegel“) wurde national und international vielfach ausgezeichnet und unter anderem für den „Deutschen Jugendliteraturpreis“ und den schwedischen „Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis“ nominiert. Von ihr stammt auch die „Tintenherz“-Trilogie.
Illustratorenportrait:
Kerstin Meyer, geboren 1966 in Wedel bei Hamburg, studierte an der „Fachhochschule Hamburg“ Illustration. Bereits während ihres Studiums arbeitete sie als Trickfilmzeichnerin und begann Kinderbücher zu illustrieren. Ihre erstes gemeinsames Projekt mit Cornelia Funke – und der Beginn einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit – war das Bilderbuch „Prinzessin Isabella“, das auch für das Fernsehen verfilmt wurde.
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