Homemade – 99 kulinarische Mitbringsel

Kleine Gaumenfreuden zum Verschenken für jeden Anlass

Homemade(sl). Sicher kennen Sie das Problem: Sie sind zur Grillparty bei den Nachbarn eingeladen und möchten nicht mit leeren Händen erscheinen. Also greift man zur obligatorischen Flasche Wein und dem Blumenstrauß für die Gastgeberin. Wenn Sie auf der Suche nach einer originellen Lösung für dieses Problem sind, dann ist „Homemade“ genau das richtige Buch für Sie! Die Autorinnen Regina Schneider und Birgit Hackl haben darin „99 kulinarische Mitbringsel“ zusammengestellt, mit denen man garantiert gut ankommt.

 

Eingeteilt ist „Homemade“ in sechs große Kapitel: Unter „Glückwunsch“ findet man „Biskuit-Teddys“ zur Geburt des Nachwuchses im Freundeskreis oder „Eierlikör“ für jemanden, der in den Ruhestand geht. Das „Petersilienpesto“ ist für den Hochzeitstag nach 12½ Jahren ideal, damit das Paar nicht den zigsten Strauß mit Petersilie geschenkt bekommt, und zum Vatertag gibt es „Wildschweinfrikadellen mit Zwiebelkonfitüre“.

 

Wer sich bei seinen Mitmenschen für Hilfe jeder Art bedanken möchte, wird im Kapitel „Dankeschön“ fündig: „Rote Grütze mit Pistazien“ gibt es für die Nachbarin, die die Blumen begossen hat, und „Feurige Kartoffelchips“ für den Pannenhelfer. „Kalter Hund“ bietet sich für den Dogsitter an und der „Biskuit-Baumstamm“ für denjenigen, der den Garten gepflegt hat.

 

Das dritte Kapitel beinhaltet „Mitbringsel auf Bestellung“, als da wären „Erdbeer-Tiramisu“ für die Tupper-Party, „Laugenbrezeln“ für den Fußballabend und „Knusper-Nuss-Müsli“ für den Müttertreff. Hier finden sich aber auch mehrere Rezepte für die Grillparty – zum Beispiel „Scharfe Maispäckchen mit Mango“ –, ein Picknick – mal etwas ausgefallenes wie der „Kokos-Minz-Kuchen aus der Dose“ – und den Kindergeburtstag mit „Karamellbonbonlutscher“.

 

Um „Süße Trostpflaster“ zu verschenken, gibt es mehrere Gelegenheiten: „Nougatherzen“ gegen Liebeskummer, „Käsekuchen mit Baiser“ bei der Winterdespression und den „Sweet Thriller“, einen Kuchen in Buchform, wenn man ein geliehenes Buch verschlampt hat. Hierzu sei angemerkt, dass man zu dem Buchkuchen aber bitte auch das neu gekaufte Buch verschenken sollte, wenn man sich den Literaturliebhaber nicht auf ewig vergraulen möchte …

 

Im Kapitel „Festtagsmitbringsel“ findet man zu jeder Gelegenheit ein passendes Rezept: „Tropisches Fastenfutter“ zum Aschermittwoch und „Kürbistarte“ zu Halloween, „Basler Lebkuchenleckerli“ zum Advent und „Rumbömbchen“ zu Silvester, und natürlich gibt es auch essbare Mitbringsel zu Ostern und Weihnachten.

 

Im letzten Kapitel „Die pfiffige Speisekammer“ finden sich Rezepte „auf Vorrat“, wie verschiedene Senfsorten, Marmeladen und Liköre. So hat man immer etwas parat, wenn man spontan eingeladen wird oder sich kurzfristig bei jemandem entschuldigen muss und das mit einem kleinen, persönlichen Geschenk untermauern möchte.

 

Keines der Rezepte ist bebildert, was hin und wieder vielleicht für Irritationen sorgt, denn ich weiß wirklich nicht, wie „Cantuccini“, ein toskanisches Gebäck, denn nun aussehen soll. Auch andere Fragen bleiben offen: Soll – oder darf – man „Kandierte Rosenblätter“ (aus echten Blütenblättern von „frischen, unbehandelten, duftenden Rosen“!) denn nun essen oder nur angucken? Und dass man den „Kräutersenf“ zwei bis vier Tage zugedeckt ziehen lassen soll – ja wie lange denn nun eigentlich? – zeigt, dass die Rezepte nicht nur Zeit voraussetzen, sondern auch teilweise gute Kochkenntnisse, obwohl die Anleitungen verständlich geschrieben sind.

 

Beim Durchblättern kommen einem von ganz alleine Ideen, wann man welches Rezept ausprobieren und verschenken kann. Und: Manches klingt so lecker, dass man es bestimmt für sich selbst zubereitet. Nahezu alle Rezepte sind mit einem zusätzlichen Tipp der beiden Autorinnen versehen. Teilweise recht aufwändig sind die am Rezept stehenden Verpackungsideen, die dem kulinarischen Mitbringsel den letzten Schliff geben, bei denen aber oft auch noch ein geschicktes Händchen gefordert ist. Zubereitungszeiten und Kalorienabgaben – vielleicht besser so – fehlen ganz. Am Ende des Kochbuches, das von Miriam Koch mit kleinen Vignetten und einigen wenigen größeren Abbildungen zu den Kapiteln illustriert wurde, finden sich Etiketten zum Ausschneiden sowie ein ausführliches, dreigeteiltes Rezeptregister.

 

„Homemade“ besticht durch seine originellen Ideen und wirklich ausgefallenen Rezepte. So ein Buch fehlte bisher auf dem überladenen Kochbuchmarkt. Da wartet man jetzt nur noch ungeduldig auf den nächsten Anlass, um sich mit einem der 99 kulinarischen Mitbringsel aus der Masse der Geschenke abheben zu können …

Autorenportrait:

Regina Schneider , die bekannte Foodexpertin, Journalistin und Bestseller-Autorin, hat zahlreiche Kochbücher veröffentlicht, arbeitet für überregionale Zeitungen und Zeitschriften und ist Herausgeberin von Gastro-Führern. Sie lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main.

Birgit Hackl ist Kommunikationsexpertin, Autorin und – last but not least – eine begeisterte Köchin. Sie ist Projektmanagerin im Themenumfeld Kinder und Wissenschaft. Sie lebt mit Mann und drei Söhnen im Taunus.

 

Illustratorenportrait:

Miriam Koch , geboren 1980, studierte Kommunikationsdesign in Trier. Sie lebt und arbeitet als Werbegrafikerin in Bremen. Ihre große Liebe zur Nordsee inspirierte sie zu „Fiete Anders“ , ihrem ersten Bilderbuch.

 

Homemade

Regina Schneider und Birgit Hackl

Homemade

99 kulinarische Mitbringsel

Mit Illustrationen von Miriam Koch

Gerstenberg Verlag, Hildesheim

ISBN 978-3-8369-2570-9

1. Auflage 2007, 144 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Broschur gebunden, Format 24 x 17 cm.

Unverbindliche Preisangabe: € 19,90 (D) / € 20,50 (A) / sFr 35,40

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