Frauen und Perlen
Geschichte einer Leidenschaft in Malerei und Fotografie
(pr).
„Frauen und Perlen sind ein ganz besonderes Kapitel …“ Das weiß
die Kunsthistorikerin Claudia Lanfranconi, der mit dem Bildband „Frauen und
Perlen“ mehr gelungen ist, als nur eine Hommage an die Perlen. Vielmehr geht
die Autorin der Leidenschaft für die schönen Schmuckstücke kulturgeschichtlich
auf den Grund.
Neben der Entstehung der Perlen, der Erforschung dieses Prozesses und schließlich ihrer künstlichen Herstellung befasst sich Claudia Lanfranconi ebenfalls mit dem Status der Perlen in den verschiedenen Epochen und mit berühmten Perlen-Liebhaberinnen. Um einen besseren Eindruck von den kostbaren Schmuckstücken zu vermitteln, ist dieser Bildband mit zahlreichen Abbildungen ausgestattet. Das Buch ist in fünf Kapitel gegliedert, die sich mit der Perle als Luxusgegenstand, als Sinnbild der Reinheit, als Symbole der Macht, sowie als Attribute der Schönheit und Geschmeide des Lasters beschäftigen. Das Vorwort leistet einen Überblick über die behandelten Themen und führt den Leser in das Sujet ein.
Da sich die behandelten Themen weit in die vorherigen Jahrhunderte erstrecken, handelt es sich bei den meisten Abbildungen um Gemälde. Somit bietet der Bildband „Frauen und Perlen“ nicht nur den Liebhabern der schönen Perlen etwas, sondern ebenso denen der schönen Künste. Gemälde von so verschiedenen Künstlern wie Rembrandt, Paula Modersohn-Becker, Auguste Renoir und Edouard Manet lassen diesen Bildband zu einer vielschichtigen Reise durch die Jahrhunderte und Stile der Malerei werden. Fehlen darf dabei natürlich auch Jan Vermeer van Delfts Porträt „Das Mädchen mit der Perle“ nicht, dessen Entstehungsgeschichte verfilmt wurde.
So vielschichtig wie die Bandbreite der Künstler, so vielschichtig ist auch das Spektrum der abgebildeten Trägerinnen: Neben unbekannten Modellen aus der Renaissance, die stellvertretend für weibliche Idealformen abgebildet wurden, ist auch den Kindern ein Kapitel gewidmet, die die Perlen vor allem im Mittelalter als Sinnbild der Reinheit trugen. Ebenso wurden Perlen aber auch von Frauen getragen, die das Gegenteil dessen darstellten, so sind die Perlen an Verführerinnen und Kurtisanen ebenso gemalt worden, wie an Prinzessinnen und Königinnen, bei denen Perlen die Macht der Trägerin unterstreichen sollten.
Auch sind annähernd zeitgenössische Perlenliebhaberinnen aufgeführt. Diese werden unter dem Kapitel „Attribute der Schönheit“ zusammengefasst und bestehen größtenteils aus Diven und Ikonen, wie der Modezarin Coco Chanel, die die Pionierin der Perlenträgerinnen des 20. Jahrhunderts war, den Schauspielerinnen Marlene Dietrich und Audrey Hepburn, sowie der Sängerin Maria Callas. Der Schmuck wird von ihnen in erster Linie getragen, um die eigene Schönheit zu betonen.
„Frauen und Perlen“ ist nicht nur reich bebildert, sondern besticht gleichsam durch die informativen und mit Liebe zum Detail verfassten Texte. Claudia Lanfranconi gelingt mit ihrem Werk ein schön anzuschauender Bildband für alle Perlenliebhaberinnen und die, die es noch werden wollen!
Autorenportrait:
Claudia Lanfranconi, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte in Bonn, Florenz und Rom. Sie arbeitete als freie Autorin für das Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Seit 2004 ist sie Redakteurin für den Kunstmarkt bei „Architectural Digest“. Sie lebt in München.
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