Die Maske der Verräter
Ein historischer Krimi der Meisterklasse
(cic).
In Ulrike Schweikerts Jugendroman „Die Maske der Verräter“ für Jugendliche
ab zwölf Jahren geht es um den Schmiedlehrling Jos und das Dienstmädchen
Sara, die in Würzburg 1453 eine Verschwörung aufdecken. Jos und seine
Freundin Sara sind aus Hall nach Würzburg gekommen, um für Jos eine
Stelle in einer Schmiede zu suchen. Anfangs will er bei einem unfreundlich Schmied
in die Lehre gehen, doch glücklicherweise kommt der Schmied Buchner vorbei,
der ihn bei sich aufnimmt. Sara zieht in einem Nonnenkloster ein.
Die ersten Arbeitstage verlaufen ruhig, bis eines Tages ein Mann mit schwarzer
Maske und seine zwei Gefährten in der Schmiede auftauchen und neue Eisen
für ihre Pferde verlangen. Zufällig wird Jos Zeuge eines Gespräches
der Männer; die drei scheinen einen Mord zu planen! Aber nicht nur Jos
kennt die wahre Absicht der Männer – auch sein Meister scheint zu wissen,
was sie vorhaben. Er schärft ihm jedoch ein, das Ganze so schnell wie möglich
zu vergessen.
Am nächsten Tag, als Jos mit Sara in die Stadt geht, treffen sie ein Mädchen aus Hall wieder: Es ist Rebecca, die Tochter des Henkers. Sie heiratet den Würzburger Henker. Als Rebecca einige Tage später gemeinsam mit ihrem Mann an den Galgen kommt, finden sie eine drei Tage alte Leiche vor, die aber nicht vom Henker selbst gerichtet worden ist. Rebecca erzählt Jos und Sara davon, und die beiden ahnen, dass es etwas mit der Unterredung der Männer zu tun haben muss. Gemeinsam, entgegen aller Warnungen, wollen sie herausfinden, um was es hier eigentlich geht und wer hinter den Vorgängen steckt. Eine verzwickte Suche in den Gassen Würzburgs beginnt ...
„Die Maske der Verräter“ wird zwar zum Höhepunkt hin immer spannender, aber der Anfang wirkt langatmig und langweilig. Manche Stellen kann man einfach überspringen, ohne dass einem wichtige Handlungselemente fehlen. Es wird sehr viel auf die Beziehungen der Menschen untereinander eingegangen, was an machen Passagen überflüssig und übertrieben wirkt. Dazu kommt, dass der Hauptcharakter nicht gerade ein sympathischer Mensch ist – man kann sich nicht mit ihm identifizieren oder mitfiebern. Natürlich kann man es auch als positiven Aspekt ansehen, dass kein Klischee beschrieben wurde, doch in diesem Buch wirkt der Hauptcharakter einfach unpassend. Sehr gut sind jedoch die Schilderungen des mittelalterlichen Würzburg gelungen. Mit lebhaften Worten beschreibt die Autorin das Aussehen und das Arbeiten in der mittelalterlichen Stadt.
„Die Maske der Verräter“ ist für jugendliche Leser geeignet, die eher über das mittelalterliche Leben und Arbeiten erfahren möchten. Was die Handlung des Romans angeht, gibt es aber einige, die sich spannender und interessanter mit dem Thema Verschwörung auseinandersetzen.
Autorenportrait:
Ulrike Schweikert, Jahrgang 1966, ist in Schwäbisch Hall geboren und aufgewachsen. Nach einer Banklehre studierte sie Geologie und Journalismus und begann nebenher an ihrem ersten historischen Roman – „Die Tochter des Salzsieders“ – zu arbeiten, der auf Anhieb ein großer Erfolg wurde. Inzwischen hat sie das Schreiben zu ihrem Beruf gemacht. Neben ihren historischen Bestsellern hat die „abenteuerliche Forscherin“ (Schweikert über Schweikert) auch überaus erfolgreiche Fantasy-Romane verfasst. Neben ihren historischen Bestsellern für Erwachsene entstand auch ihr erster Jugendroman „Das Jahr der Verschwörer“, für den sie 2004 mit dem renommierten „Hansjörg Martin Kinder- und Jugendkrimipreis“ ausgezeichnet wurde. „Die Maske der Verräter“ ist der zweite große Jugendroman der Autorin. Sie lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.
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