Die letzte Stadt von Afrika

Fesselnder Roman über den Zweiten Burenkrieg

Die letzte Stadt von Afrika(alü). Im Jahre 1899 herrscht Krieg in Südafrika. Ein grausamer Krieg zwischen den Buren und der britischen Kolonialmacht, der als der „Zweite Burenkrieg“ oder als der „Südafrikanische Krieg“ in die Geschichte eingegangen ist. Inspiriert von den Erlebnissen seines Urgroßvaters, der als britischer Soldat die Belagerung des Städtchens Ladysmith miterlebte, schrieb Autor Giles Foden „Die letzte Stadt von Afrika“. Ein Roman, mit dem er es auf beeindruckende Weise fertig bringt, den grausamen Kampf um Macht literarisch umzusetzen und den unzählbaren Namenlosen ein Gesicht und eine Stimme zu verleihen.

 

Ladysmith, eine kleine Kolonialstadt in der Nähe der Burenrepubliken, ist ein beschaulicher Ort. Der Ire Leo Kiernan führt mit seinen Töchtern Bella und Jane das Hotel, der Frisiersalon gehört Mr. Torres, und Mrs. Frinton ist die radelnde Anstandsdame des Ortes. Nur die wachsende Präsenz der englischen Soldaten und Kriegsberichterstatter deutet darauf hin, dass Ladysmith und seinen Bewohnern etwas bevorsteht: eine 118-tägige Belagerung durch die burischen Streitkräfte. Auf einen Schlag ist alles anders: Geschütze fliegen durch die Luft, Nahrung und frisches Wasser werden knapp und Krankheiten breiten sich aus. Familien werden auseinander gerissen und Häuser zerstört. Mit der Zeit erhält der grausame Krieg auch Einzug ins Innerste der Menschen, die fast zu allem breit zu sein scheinen. Ein verzweifelter Kampf ums Überleben beginnt …

 

Giles Fodens „Die letzte Stadt von Afrika“, von Ulrich Blumenbach aus dem Englischen übersetzt, legt ein eindrucksvolles Zeugnis von einem dramatischen Kapitel britischer Kolonialgeschichte ab. Dabei gelingt es dem in England geborenen und in Afrika aufgewachsenen Autor, dem Leser durch geschickt verwobene Handelsstränge und unterschiedliche Perspektiven ein umfassendes Bild der Geschehnisse in und um Ladysmith zu vermitteln. Neben dem geschichtlichen Rahmen stehen vor allem Einzelschicksale im Vordergrund des Romans. So plant die junge Bella eine spektakuläre Flucht mit ihrem Geliebten aus der belegten Stadt. Der 14-jährige Wellington, einer der afrikanischen Ureinwohner, der auf der Flucht seine Eltern verliert, nimmt riskante Botengänge auf sich, um auf diese Weise ein Lebenszeichen von seinem Vater zu erhalten. Und der englische Hufschmied Jerry Barnes rückt mit den Verstärkungstrupps von General Buller der belagerten Stadt näher, in der sein Bruder Tom stationiert ist und seit Wochen vergeblich gegen die Buren kämpft. Aber auch bekannte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Winston Churchill oder Mahatma Gandhi tauchen in Giles Fodens gut recherchiertem Roman auf.

 

„Die letzte Stadt von Afrika“ ist ein historischer Roman über Krieg und Liebe, der es auf beeindruckende Weise schafft, den Leser ins schlachtenumtoste Afrika zu entführen!

Autorenportrait:

Giles Foden, geboren 1967 in Warwickshire, England, lebte seit seinem fünften Lebensjahr mit seiner Familie in Afrika. 1993 zog er zurück nach England, arbeitete für das „Times Literary Supplement“ und ist heute Redakteur beim „Guardian“.

Die letzte Stadt von Afrika

Giles Foden

Die letzte Stadt von Afrika

Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach

Aufbau-Verlag, Berlin

ISBN 978-3-351-03076-6

1. Auflage 2006, 378 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag.

Unverbindliche Preisangabe: € 19,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 36.-

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