Der Traum vom Leben
Eine afrikanische Odyssee
(bag).
Der Spiegel-Reporter und Bestseller Autor Klaus Brinkbäumer hat mit „Der
Traum vom Leben“ ein Buch geschaffen, das dem Leser den Atem raubt – manchmal
sogar mehr als das. Wer hat nicht schon von den „Boat-people“ gehört, den
afrikanischen Migranten, die immer wieder erschöpft, mitunter sogar dem
Tode nahe in Europa an Land gespült werden. Wer jedoch ahnt, dass das nur
das Ende eines Weges ist, der für die Afrikaner oft schon mehrere Jahre
zuvor begonnen hatte? Ein Weg mit vielen Umwegen, der an den Stacheldrähten
der spanischen Grenze ein erstes Ende findet und in der Wüste, in der entdeckte
Flüchtlinge ausgesetzt werden, wieder anfängt.
Auf seiner erneuten Reise von Ghana nach Algerien durchlebt John Ekow Ampan noch einmal seine Flucht nach Europa. Er bringt zusammen mit dem Autor uns Europäern einerseits die afrikanische Mentalität näher, andererseits macht die Aufklärung über für uns unverständliche gesellschaftliche und politische Verhältnisse dieses Kontinents betroffen. Ja, Klaus Brinkbäumer trifft mitten ins Herz des Lesers, der nicht unbewegt zur Kenntnis nimmt, sondern nun erspürt, was Frauen und Männer zum Aufbruch bewegt, der nachempfindet, wie hart der Weg mit seinen Entscheidungen ist, wie die Hoffnung aufs Paradies auflodert und wieder erlischt.
Klaus Brinkbäumer lässt Migranten, Kenner und Experten zu Wort kommen, gewährt Einblicke in Geschichtliches, deckt Missstände auf. Nicht nur ethnische Konflikte und Kriege, Korruption und Krankheiten machen Afrika zu schaffen, auch westliche Industrienationen trugen und tragen zu den Problemen des Kontinents bei. Das Buch ist mit einigen Farbfotos illustriert, die die Schwierigkeiten noch verdeutlichen.
„Der Traum vom Leben“ rüttelt auf, reißt mit. Jeder, der dieses Buch in die Hände bekommt, wird Afrika künftig mit anderen Augen sehen.
Autorenportrait:
Klaus Brinkbäumer, geboren 1967 in Münster, studierte in Santa Barbara/Kalifornien und München. Anschließend Tätigkeit als Redakteur bei der „Abendzeitung“ und als Chefreporter beim „Berliner Kurier“; seit 1993 ist er Spiegel-Reporter im Ressort Gesellschaft; mehrere Journalistenpreise; Co-Autor des Bestsellers „11. September– Geschichte eines Terrorangriffs“.
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