Das Peanuts-Kochbuch
Die Lieblingsrezepte von Charlie Brown und seinen Freunden
(sl).
Spontan denkt man beim „Peanuts-Kochbuch“ nur an Snoopys Hundefutter, doch weit
gefehlt – die Peanuts essen in ihren Comicstrips eine ganze Menge: Eiscreme
und Hot Dogs, Waffeln und Erdnussbuttertoast, Spareribs und Truthahn. Und eben
genau diese Rezepte und natürlich noch viele mehr aus der amerikanischen
Küche sind in „Das Peanuts-Kochbuch“ enthalten.
Eingeteilt ist das Buch in sechs große Abschnitte: „Snacks“, „Soups & Salads“, „Fish & Seafood“, „Meat & Poultry“, „Pizza, Pasta & Vegetables“, „Desserts, Cakes & Cookies“. Sofern nicht anders angegeben, sind alle Rezepte für vier Personen berechnet. „Den Peanuts zu Ehren“, wie Autorin Dagmar Seifert in ihrem Vorwort schreibt, hat sie besonders viele Erdnussrezepte rausgesucht: Erdnussburger, -eis, -kekse, -pudding, -suppe, -tortellini und natürlich das klassische Erdnussbutter-Sandwich lassen die Herzen aller Erdnussbutterfans aufgehen. Ansonsten findet man meist bekannte US-Rezepte wie „Fish and Chips“, „Hawaii-Toast“ und „Schokoplätzchen“, aber auch ein paar ausgefallenere Gerichte wie „zutraulicher Kabeljau“, „nostalgischer Tapiokapudding“ und „Cornedbeefeintopf“ finden sich in dem Kochbuch.
Im Plauderton schreibt Dagmar Seifert manch kleine Anekdote zu den „Lieblingsrezepten von Charlie Brown und seinen Freunden“, zu vielen gibt sie einen wertvollen Tipp. Die Angaben sind übersichtlich gestaltet, jedoch sind leider keine Zubereitungszeiten zu finden. Nicht ein einziges der 56 Rezepte ist mit einem Foto versehen, was vielleicht Anfängern Schwierigkeiten bereiten könnte, auch wenn die Rezepte insgesamt alle recht einfach sind und sich teilweise auch dazu eignen, gemeinsam mit Kindern zu kochen.
Highlight in „Das Peanuts-Kochbuch“ sind natürlich die Illustrationen. Original Comicstrips von Charles M. Schulz zieren jedes Rezept sowie die Kapitelseiten. Und da sind alle dabei: Charlie Brown und Snoopy, Lucy und Linus, Schröder und der Rest der Bande. Fast alle Strips drehen sich ums Essen, passen teilweise sogar genau zum Rezept – das ist wirklich gelungen! Ebenso die farbliche Gestaltung von Seiten und Schrift in Rot und Schwarz-weiß. Weniger gelungen ist dafür die nahezu konsequente Eindeutschung der Rezepte seitens der Autorin: Wer guckt denn im Rezeptverzeichnis nach „Munteren Schweinerippchen“ wenn er Sparerips sucht? Da wäre es sinnvoller gewesen, die amerikanischen Bezeichnungen, die ja schließlich auch jeweils im Text stehen, in ein extra Rezeptverzeichnis zu gliedern.
„Das Peanuts-Kochbuch“ ist für Fans von Snoopy und Co. eine gelungene Mischung aus Comic- und Rezeptsammlung. Wuff! (Lecker!)
Autorenportrait:
Dagmar Seifert arbeitet als freie Redakteurin und Journalistin, schreibt Märchen, Rundfunk-Features, Drehbücher, Theaterstücke, Kochbücher und sehr erfolgreiche Romane. Als begeisterter Peanuts-Fan hat sie ihren Sohn „Linus“ genannt.
Illustratorenportrait:
Charles Monroe Schulz wurde am 26. November 1922 in Minneapolis geboren. Er entwickelte aus seiner 1948 entstandenen Comic-Reihe „Li'l Folks“ die international verbreitete Reihe „Peanuts“, deren erster Comicstrip am 2. Oktober 1950 in sieben US-Zeitungen veröffentlicht wurde. „Die Peanuts“ gehören zu den weltweit erfolgreichsten Comicserien. Die Abenteuer von Charlie Brown und Snoopy erschienen in rund 2.600 Zeitungen in 75 Staaten und wurden in über 20 Sprachen übersetzt. Außerdem gibt es zahlreiche Peanuts-Zeichentrickfilme. Für sein Werk wurde er in die „Cartoonist Hall of Fame“ aufgenommen. Bis zu seinem Tod lebte er mit seiner Frau Jeannie im kalifornischen Santa Rosa. Der letzte Peanutsstrip erschien am 13. Februar 2000, einen Tag nach dem Tod von Charles M. Schulz, in allen US-amerikanischen Tageszeitungen.
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