Das geheime Handbuch der Magie
Merlins Vermächtnis
(tkr).
„Meine große Bitte an alle selbstsüchtigen Zauberlehrlinge: Legt
dieses Buch weg und schwört der Magie ab, denn die Welt braucht Wissenschaftler
vielleicht nötiger“, schreibt Zauberer Merlin zu Beginn seines Vermächtnisses.
In „Das geheime Handbuch der Magie“ erteilt Meister Merlin alias Herausgeber
Dugald A. Steer 24 Lektionen über das Zaubern. Die wichtigste Regel: Die
Zauberei ist ausschließlich zu nutzen, um Gutes zu bewirken und anderen
zu helfen. Wer hingegen seine Zauberkraft einsetzt, um eigennützige oder
schlechte Zwecke zu erreichen, wird den bösen Zauber mit dreifacher Wirkung
selbst spüren.
Merlin ist nicht begeistert von den Zauberlehrlingen, die er ausgebildet hat. Oft fehlte ihnen das Durchhaltevermögen, die Ernsthaftigkeit oder die Kreativität, um eigene Zauberformeln zu entwickeln. Dennoch gibt er sein Wissen weiter. Angefangen bei der europäischen Zauberei, geht es weiter mit Hexen, orientalischem Zauber und Schamanen. Der Zauberlehrling erfährt, was man in welcher Jahreszeit am besten zaubern kann und welcher Hilfsgeist zur Verfügung steht. „Gladde“ hilft, wenn man sich in einen Gegenstand oder ein Tier verwandeln will, „Pranxtor“ lässt Gegenstände ihren Platz wechseln und um jemanden zu heilen, ruft der Zauberer „Jaypes“ an.
Doch Merlin plaudert nicht nur aus dem Nähkästchen, sondern fordert Einsatz von seinen Schülern. So sollen die kleinen Zauberlehrlinge losziehen und Bücher wälzen, um etwas über König Artus oder die Alchemie herauszufinden. Dabei hat Merlin nicht gerade Samthandschuhe an. Der Ton, der dem Zauberlehrling zwischen den Zeilen entgegenschlägt, ist eben lehrmeisterhaft und rau, aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi übersetzt. Aber davon dürfen sich angehende Zauberer nicht abschrecken lassen. Sind diese Herausforderungen überstanden, erklärt Merlin wie man sich ein Zauberergewand schneidert, in welchem Haus ein Zauberer wohnt, und welcher Zauberstab der Richtige ist.
Beim Lernen entdeckt der Zauberlehrling immer wieder Kleinigkeiten im Buch, die ihn begeistern werden. Im Cover sind zwei bunte Kristallsteine eingelassen, es gibt eine Karte, auf der alle Zauberer der Welt markiert sind, kuriose Listen und Zauberformeln, die natürlich streng geheim sind. Das aufwändige und mit großer Liebe zum Detail gestaltete Buch ist magisch. Niemand, ob großer oder kleiner Zauberer, wird sich den Schätzen, die darin verborgen sind, entziehen können. Die Illustratoren Thomas Howe, Anne Yvonne Gilbert, Tomislav Tomic und Helen Ward haben hier ganze Arbeit geleistet und das Buch zu einem Spielzeug werden lassen. Es gibt zahlreiche Sticker zum Verzieren und Verschenken. Der Zauberlehrling kann sogar seine eigenen Zaubersprüche eintragen und, wenn er diesen „Lehrgang“ bestanden hat, den „Eid des Zauberers“ ablegen.
„Das geheime Handbuch der Magie“ regt Kinder ab neun Jahren sowohl zum Lernen als auch zum Spielen an. Sie werden an verschiedene Themen, wie Geschichte, Umwelt und Astronomie, spielerisch herangeführt, können sich diese anhand ihrer Aufgaben erarbeiten und bekommen Anregungen, um ihre Kreativität voll auszuleben. Deshalb ist „Das geheime Handbuch der Magie“ viel mehr als nur ein Buch. Es ist ein spannendes Lehrbuch, eine fantastische Spielanleitung und weckt Interesse an unbekannten Themen.
„Das geheime Handbuch der Magie“ liefert die Grundausbildung für jeden Zauberer. Magisch!
Herausgeberportrait:
Dugald A. Steer hat unter verschiedenen Pseudonymen die Bücher „Drachologie“, „Expedition in die geheime Welt der Drachen“ und „Das geheime Buch der Magie“ herausgegeben.
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