Und jetzt… die Wirtschaftsaussichten
Wie das Wetter die Wirtschaft bewegt
(hpe).
Das Wetter wird auch in Deutschland immer unberechenbarer. Nach dem Jahrhundertsommer
2003 schneit es 2006 bis tief in den März hinein. Dabei jammern wir Mitteleuropäer
auf hohem Niveau, sagt Autor Friedhelm Schwarz in seinem Buch „Und jetzt...
die Wirtschaftsaussichten“. Und er sagt es nicht nur, er belegt es auch.
Blizzards, Tornados, Tsunamis, Erdbeben oder Vulkanausbrüche – alles
Naturphänomene, von denen unsere Breiten bisher fast gänzlich verschont
wurden. Dennoch könnten sie auch hier passieren, und die Folgen wären
nicht nur für die Menschen, sondern für die Wirtschaft weitreichend.
Denn das Wetter spielt eine viel größere Rolle für die Finanzwelt
als sich das der Mensch vorstellt, so Friedhelm Schwarz. Das fängt schon
bei Alltagsweisheiten an: Wenn es regnet, fahren mehr Leute mit dem Auto, statt
mit dem Fahrrad. Die Folge ist Stau, und wer im Stau steht, ist nicht produktiv.
Quasi ein wirtschaftlicher Stillstand. Zudem sinkt die Konzentrationsfähigkeit
der Menschen bei schlechtem Wetter. Fehler passieren also häufiger. Nicht
zu verachten sind laut „Und jetzt... die Wirtshaftsaussichten“ auch
die krankheitsbedingten Ausfälle aufgrund von Wetterfühligkeit. Doch
auch die Sonne ist nicht gut für jeden: Kaufhäuser stehen leer, wenn
die Freibäder voll sind. Und lang anhaltende Trockenheit macht den Bauern
zu schaffen. Viele Dinge, die Friedhelm Schwarz anführt, weiß der
interessierte Mensch schon. Doch erst in der komprimierten Form dieses Buches
wird es einem bewusst, was wirklich alles mit dem Wetter zusammenhängt.
Zum besseren Verständnis stellt der Autor viele erklärende Passagen
– wie etwa den Unterscheid zwischen Klima und Wetter – an den Anfang
und geht dann erst ins Detail. Zum Schluss folgt ein Ausblick, der im eigentlichen
Sinne gar keiner ist. Denn niemand wisse, was die Zukunft bringt, so Friedhelm
Schwarz. Dazu sei das Weltklima zu unberechenbar und zu wenig erkundet worden.
Doch die Fakten, mit denen Friedhelm Schwarz seinen Text unterfüttert und
von denen er die Interessantesten, wie die Verdreifachung großer Naturkatastrophen
innerhalb der vergangenen 30 Jahre, in einem kurzen Anhang aufführt, sprechen
dafür, dass sich das Klima – und damit auch das Wetter – im
Wandel befindet.
Ein genauerer Blick auf Winde, Regengüsse und Sonnenstunden lohnt sich
daher – für die Wissenschaft wie für den Leser des interessanten
Buches „Und jetzt... die Wirtshaftsaussichten“.
Autorenportrait:
Friedhelm Schwarz, geboren 1951 in Hamburg, lebt und arbeitet in Kronenburg,
Eifel. Er ist Diplom-Sozialwirt und Diplom-Verwaltungswirt mit den Studienschwerpunkten
Sozialpsychologie, Organisationslehre und Recht. Er war Dozent an einer Berufsfachschule
und drei Jahre Mitarbeiter im Stab eines Hamburger Senators. Anschließend
arbeitete er zwölf Jahre lang als Pressesprecher von Unternehmen und Geschäftsführer
von verschiedenen PR-Agenturen. Seit 1989 entwickelt, betreut und realisiert
er als Autor, Co-Autor und als Ghostwriter für bekannte Persönlichkeiten
Buchprojekte. Bisher hat er 35 Bücher zu den Themen Wirtschaft, Unternehmensführung
und persönliche Erfolgsstrategien geschrieben.
© Copyright by: Public Dialog Hamburg