Robert Ingpen – Bilder erzählen Geschichten
Werkkatalog des berühmten Illustrators in limitierter Auflage
(pr).
Robert Ingpen, 1936 in Australien geboren, gehört zu den berühmtesten
Illustratoren. Er ist an 150 Publikationen beteiligt und hat schon viele internationale
Preise gewonnen, darunter den „Hans Christian Andersen Preis“. Der
Werkkatalog „Robert Ingpen – Bilder erzählen Geschichten“
stellt die bedeutendsten Werke dar und will den Gedankenprozess und die Absicht
hinter den Illustrationen verdeutlichen sowie eine Anregung für Künstler
bieten, doch auch den Beruf des Illustrators zu ergreifen. Das Buch ist in einer
limitierten Auflage erschienen.
In vier Kapiteln werden die Werke Robert Ingpens dargestellt, zusammen mit seinen
eigenen Texten und Kommentaren von Sarah Mayor Cox, die von Werner Thuswaldner
aus dem Englischen übersetzt wurden. In seinen Texten – meist längere
Bildunterschriften zu abgebildeten Illustrationen – beschreibt Robert
Ingpen wie er zeichnet und wie er eine Idee bekommt. Zu seinen Illustrationen
zu Chaucers „Canterbury Tales“ erklärt er, dass er versucht
hat, sich direkt in die Zeit, als Chaucer seine Geschichten schrieb, zurück
zu versetzen, also eine „imaginäre Reise“ Reise zu
unternehmen. So verfuhr er auch mit seinem Illustrationen zu einer Ausgabe von
Werk und Leben Shakespeares für Teenager. Eine besondere Herausforderung
für Robert Ingpen war es, „Die Schatzinsel“ zu illustrieren.
Darin kommt der einbeinige Pirat „Long John Silver“ vor. Um den
Piraten naturgetreu darzustellen, hat Robert Ingpen sogar einen Orthopäden
konsultiert, der ihm erklärte, wie sich ein Einbeiniger bewegt.
Neben diesen Illustrationen zu bekannten Werken der Weltliteratur hat Robert
Ingpen auch Volkssagen und Mythen illustriert, wie die „Arche Noah“
und den „Turmbau zu Babel“. Letztere Illustration stellt eine Fortführung
des bekannten Werks von Pieter Breughel dar. Robert Ingpen hat sich einfach
vorgestellt, wie der massige Turm heute aussehen würde. Außerdem
hat Robert Ingpen historische Tatsachen illustriert. Darunter auch die Kreuzigung
Christi, die – so Sarah Mayor Cox – „eine der stärksten
„Sach-Illustrationen“ Ingpens“ sei.
In ihrem Text verdeutlicht Sarah Mayor Cox die Arbeitsweise des Künstlers.
Seine Technik der Illustration bedeutet, immer nur so viel zu zeigen, dass noch
genug Raum für Imagination bleibt. Für den Illustrator sei es nämlich
wichtig, den Text nicht nur zu unterstützen, sondern ihm darüber hinaus
Impulse zu geben. Dabei sei Robert Ingpen aber ein „stiller Beobachter“,
der ruhig und nicht interpretierend illustriere. Dies erreiche er durch genaues
Nachforschen und vorbereitende geistige Arbeit. Die abgebildeten Illustrationen
verdeutlichen dies. Robert Ingpens Illustrationen lassen tatsächlich Raum
für Imagination und sind dabei auch noch märchenhaft schön. In
vielen verschiedenen, meist gedeckten Farben gestaltet, führen sie einen
in die Welt der Vorstellung Robert Ingpens und verdeutlichen, dass Bilder tatsächlich
ganze Geschichten erzählen.
„Robert Ingpen – Bilder erzählen Geschichten“ ist ein
Leitfaden für Illustratoren, Lehrer und Studenten der Illustration, aber
auch eine Freude für alle, die sich für Kinder- und Jugendliteratur
und eben die Klassiker dieser Sparten interessieren.
Autorenportrait:
Sarah Mayor Cox hatte als Grundschullehrerin und als Schulbibliothekarin in
Melbourne gearbeitet, bevor sie ihre jetzige Stelle als Englischpädagogik-Lektorin
an der „La Trobe University“ in Bendigo, Australien antrat. Sie
war an der Gründung des „Children’s Book Council Australia“
(CBCA) beteiligt und ist Mitglied des CBCA-Zweiges in Bendigo. In ihrer Freizeit
schreibt sie Rezensionen und Artikel über Kinder- und Jugendbücher.
Ferner verfasst sie ihre Dissertation in Form einer Monographie über Robert
Ingpens Werk.
Illustratorenportrait:
Robert Ingpen wurde 1936 in Geelong, Australien geboren. Seit 1970 schreibt
und illustriert er Bücher für Menschen mit Fantasie und hat bereits
über 100 Bücher veröffentlicht. Er lebt mit seiner Frau in Anglesea,
Australien.
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