Piratenblut
Ein spannender Schmöker für junge und alte Seeräuber
(alü).
Blutrote Segel hat das riesige Schiff, das in dem Abenteuerroman „Piratenblut“
auf einmal wie aus dem Nichts auftaucht und die Besatzung der „Black Joke“ in
Angst und Schrecken versetzt. Mit rasanter Geschwindigkeit steuert es genau
auf das Piratenschiff zu – und verschwindet kurz vor dem unvermeidlichen Zusammenstoß
plötzlich wieder im Nebel. Fassungslos steht Sebastian an der Reling und
versucht, die einzelnen Teile zu einem Ganzen zusammenzufügen.
Was hat es mit den drei düsteren Boten auf sich, die immer dann in ihrem Kahn erscheinen, wenn man es am wenigsten erwartet? Was steht in den geheimnisvollen Briefen, die sie zurücklassen? Und warum kentern alle Schiffe, die von den drei Gestalten heimgesucht werden? Genauso erging es ja auch Sebastian, dem 16-jährigen Steuermannsgehilfen auf der „Katharina“, bevor das Handelsschiff unterging und er als Schiffsbrüchiger von Piraten aus dem Meer gefischt und nach Madagaskar verschleppt wurde – in die Piratenhochburg des 17. Jahrhunderts.
Wild geht es auf Madagaskar zu, es wird geplündert, gefeiert und getrunken. Vor allem zählt aber eines: Freiheit. Sebastian, der von seiner Zeit auf der „Katharina“ so einiges gewohnt ist, lässt sich von nichts einschüchtern – weder vom rauen Umgang der Piraten untereinander, noch von einigen Seeräubern, die ihn am liebsten im Meer hätten ersaufen lassen. Schon bald erkennt er die Vorteile, die das wilde Seeräuberleben bietet, und von nun an wünscht er sich nichts sehnlicher, als ein richtiger Pirat zu werden. Leichter gesagt als getan, denn Sebastian ist zwar mutig und ein tüchtiger Seemann, zum Piraten macht ihn das aber noch lange nicht. Um sich zu beweisen und zu zeigen, dass auch in seinen Adern „Piratenblut“ fließt, stellt ihn der Kapitän der berühmt-berüchtigten „Black Joke“ vor eine gefährliche Aufgabe: Sebastian soll das Geheimnis um den „Fliegenden Holländer“, das Geisterschiff, das seit Jahrhunderten auf den Weltmeeren sein Unwesen treibt, lösen…
Mit „Piratenblut“ ist Annejoke Smids ein packendes Piraten-Abenteuer gelungen, das nicht nur junge Leser in seinen Bann zieht. Die niederländische Autorin verwandelt hier die Legende des „Fliegenden Holländers“, die auch schon Heinrich Heine und Richard Wagner inspirierte, in einen spannenden Schmöker für Piratenfreunde ab 12 Jahren. Und dank des Verzeichnisses am Ende des rund 350 Seiten dicken Buches, in dem alle Seemannsbegriffe gut erklärt werden, steht auch der eigenen kleinen Piraterie nichts mehr im Wege.
„Piratenblut“ sorgt für fesselndes Lesevergnügen, bei dem auch Landratten einmal so richtig See(räuber)luft schnuppern können!
Autorenportrait:
Annejoke Smids wuchs mit zwei Brüdern in dem friesischen Dorf Minnertsga auf und wusste schon als Kind, dass sie Autorin werden wollte. Sie studierte Englisch, lernte Italienisch und erfüllte sich mit „Piratenblut“ einen großen Traum: ihr erstes Buch zu veröffentlichen.
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