Lexikon der internationalen Fußballstars
Abgerundete Portraits von Alemao bis Zoff
(hpe).
Kennen Sie Majed Mohammed Abdullah? Nein? Nun, er ist 140-facher saudi-arabischer
Nationalspieler und damit ein internationaler Fußballstar. Zumindest Autor
Michael Horn hat ihn in seinem „Lexikon der internationalen Fußballstars“
als solchen aufgenommen. In dem fundierten Nachschlagewerk ist nicht nur Platz
für Cruyff, Zidane und Matthäus, sondern eben auch für die Abdullahs
des Profi-Zirkus. „Pélé der Wüste“ wird er in
seiner Heimat genannt und hat sich dort um den Sport verdient gemacht.
Auch und gerade dieser globale Blickwinkel macht das „Lexikon der internationalen
Fußballstars“ zu einem besonderen Leseerlebnis. Doch wer nun denkt,
vor lauter Abdullahs kommen die berühmtesten Protagonisten des grünen
Rasens zu kurz, sei beruhigt. Jedem absoluten Weltstar ist ein meist zweiseitiges
Portrait mit mehreren Fotos und vielen wissenswerten Fakten gewidmet. Und bei
aller weltoffenen Weitsicht kann Autor Michael Horn auch seine deutsche Herkunft
nicht verbergen. Denn immerhin 110 der rund 700 vorgestellten Kicker sind Kinder
der Bundesliga und ihrer Vorgängerligen.
Rivaldo ist dabei, Bernd Schuster auch, aber Giovane Elber und Ailton fehlen.
Wie jedes Buch ist auch Michael Horns „Lexikon der internationalen Fußballstars“
von den subjektiven Einschätzungen seines Autors geprägt. Über
die Auswahl lässt sich natürlich streiten. Nicht aber über die
gut recherchierten und lesbaren Texte zu rund 700 Ausnahmeerscheinungen auf
dem Fußballplatz.
Neben unverzichtbaren Fakten wie Geburtsdaten, Anzahl der Länderspiele
und größten nationalen und internationalen Erfolgen, enthalten die
Einträge auch mal mehr, mal weniger gebräuchliche Spitznamen der Helden.
Zudem hat Michael Horn zu fast jedem eine Anekdote ausgegraben, die nur wenigen
Fans bekannt sein dürfte. Globale Ranglisten zum Club der Hunderter und
den Fußballern des Jahres runden das gelungene Bild endgültig ab.
Doch in diesem Fall ist am Ende gar nicht Schluss. Denn Michael Horn hat die
Sportjournalistin Nadine Bieneck für die weibliche Sicht auf den Fußball
gewinnen können. Auf 40 Seiten vereinigt sie die wichtigsten Spielerinnen
der vergleichsweise noch sehr jungen Sportart Frauenfußball.
Das „Lexikon der internationalen Fußballstars“ lässt
also auch für Frauen kaum einen Wunsch offen. Es sei denn, sie stehen auf
Giovane Elber…
Autorenportrait:
Michael Horn, Jahrgang 1954; Diplomjournalist; Volontariat bei „Freie
Presse“ Chemnitz, Redakteur und Ressortleiter „Junge Welt“
Berlin; leistungssportlich aktiv im nordischen Skisport und Fußball; in
den 90er Jahren als Lektor im Sportverlag Berlin u. a. Projektleiter mehrerer
sporthistorischer Bücher. Er lebt in Berlin.
Nadine Bieneck, Jahrgang 1977, freiberufliche Sportjournalistin, Studentin der
Informatik; lebt, wohnt und arbeitet in Potsdam; arbeitet u. a. in der Chefredaktion
des Frauenfußballmagazins „die elf“ mit, betreut die Webseiten
für Ariane Hingst und Viola Odebrecht; das private und ganz persönliche
Herz schlägt für den „FFC Turbine Potsdam“. Sie liebt
das kreative und technisch hochstehende Spiel der Frauen.
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