Gibt es einen Fußballgott?
Eine Fußballgeschichte über die Macht der Träume
(hpe).
Adrian Pfeffer, die Hauptfigur in „Gibt es einen Fußballgott?“
von Autor Jan Weiler kann nicht Fußball spielen. Das wäre an sich
ja nicht so schlimm, wenn der Teenager sich nicht sehnlichst wünschen würde,
ein erfolgreicher Goalgetter zu sein. Jede Nacht – und oft auch tagsüber
– träumt er sich die größten Triumphe auf dem grünen
Rasen zusammen. Bis der Fußballgott ein Einsehen hat: Adrian wird in Zukunft
in jedem Pflichtspiel ein Tor erzielen, so der Vorschlag des Überwesens,
wenn, ja wenn der Junge nur endlich damit aufhöre, ihn ständig mit
seinen Träumen zu nerven. Adrian willigt ein. Und tatsächlich: Fortan
hat er in jeder Partie einen lichten Moment, in dem seine Beine nicht zum Rest
seines Körpers zu gehören scheinen und Traumtore erzielen. Die Kunde
vom Knipser macht die Runde, und bald winkt der erste Profivertrag, aber auch
die Verlockungen des Star-Daseins...
Es ist nur ganz schwer zu sagen, was Autor Jan Weiler und Illustrator Hans Traxler,
der die für ihn eigentümlichen comicartigen Bilder beisteuert, mit
„Gibt es einen Fußballgott?“ bezwecken. Denn was wie ein nettes
Rasenmärchen anfängt, entpuppt sich nicht erst als Adrian von Gangstern
ein Fuß amputiert wird, als reichlich sarkastische Parabel auf die oberflächliche
Gesellschaft, bei der einem das Schmunzeln vergeht.
Eins ist aber glasklar: Niemand sollte sich vom infantil wirkenden Umschlag
täuschen lassen. Als Erwachsenenhappen für zwischendurch taugt „Gibt
es einen Fußballgott?“ durchaus. Aber bitte aufpassen, dass Sie
sich nicht verschlucken!
Autorenportrait:
Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, arbeitete als Texter in der Werbung,
absolvierte dann die Deutsche Journalistenschule in München und war viele
Jahre Chefredakteur des „Süddeutsche Zeitung Magazin“. Heute
lebt er mit seiner italienischen Frau und seinen zwei Kindern in der Nähe
von München. Seine Bücher „Maria,
ihm schmeckt’s nicht!“ und „Antonio
im Wunderland“ standen monatelang auf den Bestsellerlisten.
Illustratorenportrait:
Hans Traxler, 1929 in Nordböhmen geboren, lebt in Frankfurt am Main. Er
war Gründungsmitglied der Satiremagazine „Pardon“ und „Titanic“.
Später zeichnete er Cartoons und Bildergedichte für die Magazine der
„Zeit“, der „SZ“ und der „FAZ“. Er schrieb
und zeichnete Kinderbücher und illustrierte unter anderem Roda Roda, Mark
Twain, Eugen Roth, Goethe und Heinrich Heine.
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