Die geheimen Gärten von Venedig

Grüne Oasen in der Lagunen-Stadt

Die geheimen Gärten von Venedig(alü). Hinter hohen venezianischen Mauern und Häuserfronten, versteckt vor den neugierigen Blicken der Touristen, verbergen sich wunderbare grüne Oasen: „Die geheimen Gärten von Venedig“. In ihrem gleichnamigen Bildband entführen Autorin Mariagrazia Dammicco und Fotografin Marianne Majerus den Betrachter in jene versteckten Paradiese, die sich durch ein paar über Mauern hängende Äste oder den flüchtigen Blick durch ein bewachsenes Gartentor normalerweise höchstens erahnen lassen. Parkähnliche Palastgärten gibt es dort, Kunst- und Museumsgärten, grüne Klosteranlagen und unzählige private Gärten, die so verschieden sind wie ihre venezianischen Besitzer.

 

Dabei sind die grünen Kleinode alles andere als selbstverständlich in der vom Meer umspülten Stadt. Jeder Quadratmeter ist kostbar, sodass kaum Platz bleibt für weitläufige Grünanlagen. Wasser gibt es zwar reichlich, aber durch das Salz im Meerwasser stellt jede Bepflanzung eine Herausforderung dar, die besonderer Pflege und speziellen Wissens bedarf. Davon ließen und lassen sich die Venezianer allerdings keineswegs abschrecken, wie „Die geheimen Gärten von Venedig“ zeigt. Auf rund 180 Fotografien, die sich teilweise über ganze Doppelseiten erstrecken, präsentiert sich eine Gartenwelt, von der so mancher Gärtner nur träumen kann: verwunschene, wildromantische Gärtchen, labyrinthisch verschlungene Buchsbaumhecken, üppige Blumenbeete mit Azaleen, Rosen, Schwertlilien und Hortensien, dicht bewachsene Gartenlauben und gemütliche Sitzecken im Grünen.

 

Alte Steinbrunnen, Seerosenteiche und Wasseranlagen deuten ebenso wie die überall präsenten Statuen, Büsten und Marmorsäulen auf das mediterrane Flair von Venedig hin. Neben den typisch venezianischen Gärten mit marmorner Durchgangshalle und gepflastertem Mittelweg zeigen die stimmungsvollen Fotos von Marianne Majerus aber auch moderne Gartenarchitektur: eine grüne Dachterrasse mit Blick über die Stadt oder ein Loft mit extravaganter Gartenanlage auf einer alten Brauerei.

 

Mit viel Liebe zum Detail beschreibt Mariagrazia Dammicco die venezianischen Oasen, benennt die Bäume, Sträucher und Blumen, die die Gärten zieren und berichtet über die historische Entstehung und die Geschichten der Gartenanlagen, die zum Teil auf das Mittelalter zurückgehen. Die ein oder andere Anekdote über die jetzigen Besitzer oder Berühmtheiten wie Casanova, Gabriele D'Annunzio und Thomas Mann, die dort ein Liebesabenteuer oder ihre Inspiration fanden, machen „Die geheimen Gärten von Venedig“ zum unterhaltsamen Lesevergnügen. Die Übersetzung aus dem Französischen stammt von Claudia Arlinghaus.

 

Zusätzlich zum ausführlichen Register und einer Liste mit den Adressen der auch für Touristen zugänglichen Hotel-, Kloster- und Museumsgärten, gibt es am Ende des 176 Seiten dicken Bildbandes eine Karte von der Lagune mit Venedig, dem Lido und der Insel Guidecca, auf der die beschriebenen Gärten eingezeichnet sind. Wer also vorhat, die bezaubernde grüne Seite Venedigs selbst zu erkunden, dem sollte zumindest der Weg bis zu den Gartentoren keine Schwierigkeiten bereiten.

 

„Die geheimen Gärten von Venedig“ zeigt die berühmte Stadt im Meer einmal von einer anderen Seite und lädt ein zum Träumen von den grünen Oasen in der Lagunen-Stadt.

 

Autorenportrait:

Mariagrazia Dammicco wohnt in Mestre, gleich vor Venedig. Sie ist Mitglied der Venezianischen Clubs für historische Gärten und veranstaltet Führungen zu den verborgenen Gärten.

Fotografenportrait:

Marianne Majerus, luxemburger Fotografin, lebt heute in London und fotografiert die schönsten Gärten in ganz Europa. 2002 wurde sie zur „Fotografin des Jahres“ gewählt. Ihre Arbeiten wurden in vielen Zeitschriften und Büchern veröffentlicht. In der gleichen Reihe ist von ihr „Die geheimen Gärten von London“ erschienen, das sie zusammen mit Caroline Clifton-Mogg herausgegeben hat.

Die geheimen Gärten von Venedig

Mariagrazia Dammiccio

Die geheimen Gärten von Venedig

Grüne Oasen in der Lagunen-Stadt

Mit Fotos von Marianne Majerus

Aus dem Französischen von Claudia Arlinghaus

Deutsche Verlags-Anstalt, München

ISBN 3-421-03611-X

1. Auflage 2006, 176 Seiten, mit 180 farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 22,8 x 30 cm.

Unverbindliche Preisangabe: € 49,90 (D) / € 51,30 (A) / sFr 86.-

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