Wolfgang Amadeus Mozart

Chronik Bildbiografe zum 250. Geburtstag des Musikgenies

Chronik Bildbiografie Wolfgang Amadeus Mozart(pr). „In Mozarts Musik schwingt ein Leuchten, eine Schönheit, eine Feinheit und zugleich geistige Kraft, die ihresgleichen sucht.“ – so beschreiben die Autoren Max Becker und Stefan Schickhaus am Anfang der außergewöhnlich umfangreichen Bildbandbiographie „Wolfgang Amadeus Mozart“ die Musik des Ausnahmekomponisten. Die Chronik Bildbiografie ist anlässlich des 250. Geburtstages Mozarts erschienen und bietet einen tiefen Einblick in die Welt des Musikers.

Die Kapitel in „Wolfgang Amadeus Mozart“ sind nach Orten, an denen Mozart sich aufhielt, geordnet. Seine Kindheit verbrachte der Musiker in Salzburg, sein Vater Leopold war ebenfalls Musiker. Die Mutter Anna Maria kam aus ärmlichen Verhältnissen. Da sie keine Mitgift mit in die Ehe bringen konnte, wird allgemein davon ausgegangen, dass Leopold sie aus Liebe heiratete. Von sieben Kindern der Familie überlebten nur zwei: Wolfgang Amadeus Mozart und seine Schwester Maria Anna, die Nannerl genannt wurde. Mozart wurde übrigens auf den Namen Wolfgangus Theophilus getauft, er selbst änderte seinen Namen später in Wolfgang Amadé Mozart.

Mozart war ein musikalisches Wunderkind, und auch seine Schwester war eine gute Pianistin und wurde später Musiklehrerin. Bereits im Alter von fünf Jahren konnte Mozart mehrere Stücke auf dem Klavier spielen. Ein Freund der Familie hat die Geschichte überliefert, dass Mozart schon im Alter von vier Jahren anfing, kleine Stücke zu komponieren. Außerdem soll er begonnen haben, Violine zu spielen, ohne überhaupt Unterricht erhalten zu haben. Der Vater erkannte die Begabung seiner Kinder und wünschte sich, sie berühmt zu machen. So stellte er seine eigene Karriere hinten an und begann, die seiner Kinder zu fördern. Daraus erklären sich auch Mozarts zahlreiche Reisen noch vor seinem 16. Geburtstag.

Neben der Biographie Mozarts, bietet das Buch aber auch detaillierte Informationen über das Leben zu seiner Zeit. So wird die Gesellschaft der Stadt Salzburg genau beschrieben. Mozart erhielt seine ersten Kompositionsaufträge von begüterten Bürgern der Stadt und wurde schließlich vom Salzburger Fürsterzbischof fest angestellt.

Dadurch, dass das Buch nach Orten eingeteilt ist, wird die Lebensgeschichte Mozarts nicht chronologisch erzählt. Einige Orte besuchte er mehrmals zu verschiedenen Zeiten. Diese Reisen behandeln Max Becker und Stefan Schickhaus zusammen. Paris besuchte Mozart beispielsweise zweimal, einmal als Achtjähriger, einmal mit 22 Jahren. Seine erste Reise war ein Erfolg, das Wunderkind wurde der großen Aristokratie präsentiert und die Familie Mozart sogar in Versailles empfangen. Die zweite Reise war weniger erfolgreich. Mozart konnte keine Anstellung in Paris finden, außerdem starb dort seine geliebte Mutter.

„Wolfgang Amadeus Mozart“ geht auf alle Ereignisse in Mozarts Leben ein, auf seine weiteren Reisen nach London, Italien und auf sein späteres Leben in Wien, wo er erfolgreich als Musiker leben konnte, viel Geld jedoch beim Billardspielen verlor. Eine Begebenheit aus seiner Italienreise ist bemerkenswert: Die Familie Mozart hörte hier das berühmte Musikstück „Misere“ in der Sixtinischen Kapelle, das immer in der Karwoche gesungen wurde und die Kapelle nicht verlassen durfte. Dementsprechend gab es von diesem Stück keine Noten. Mozart schrieb diese auf, nachdem er das Stück nur einmal gehört hatte.

Auch dem Tod Mozarts wird in der Bildbandbiographie viel Platz gewidmet. Darum ranken sich noch heute zahlreiche Spekulationen. Man vermutet, dass der Hofkomponist von Wien, Antonio Salieri, Mozart aus Eifersucht habe umbringen lassen. Angeblich habe er diesen Mord kurz vor seinem eigenen Tod gestanden. Ungewöhnlich an Mozarts Tod ist, dass er kein eigenes Grab bekam, sondern in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt wurde, so dass es heute nicht mehr zu finden ist. Das letzte Kapitel des Buches beschäftigt sich schließlich mit der Mozartrezeption und dem Ruhm, der dem Komponisten auch heute noch zuteil wird. Da finden sich Hinweise darüber, an welchen Orten es Museen zu Mozart gibt, welche Interpreten durch ihn berühmt wurden und wo er Eingang in Filme und Literatur gefunden hat.

Neben dem umfangreichen Text bietet das Buch auch viele bläulich gefärbte Informationsseiten, die sich mit Mozarts Musik beschäftigen. Darin werden die zahlreichen Opern Mozarts beschrieben, wie „Die Hochzeit des Figaro“ oder „Die Entführung aus dem Serail“, aber auch seine Violinkonzerte und andere Stücke. Gelblich gefärbte Informationskästen gehen auf den historischen Hintergrund der Zeit ein. Der Leser erfährt viel über die Städte, die Mozart bereiste, über sein „Bäsle“ Maria Anna Thekla, dem er unanständige Briefe schrieb, über seine Librettisten und vieles mehr. So wird in „Wolfgang Amadeus Mozart“ ein umfangreiches detailliertes Bild des Komponisten und seiner Zeit gestaltet.

Unzählige Abbildungen geben einen Einblick in die Welt Mozarts. Es gibt historische Bilder von Mozart und seiner Familie, von seinen Zeitgenossen, aber auch von den Städten, die Mozart besuchte. Viele Originaldokumente, wie handschriftliche Noten, runden das Bild ab. Am Anfang jedes Kapitels gibt es darüber hinaus ein aktuelles Foto der Stadt, die in dem Kapitel behandelt wird. Im Anhang des Buches finden sich außerdem ein Veranstaltungskalender zum Mozartjahr 2006, der ganz Europa abdeckt, sowie ein Glossar und ein Register.

„Wolfgang Amadeus Mozart“ ist eine überaus informative und außergewöhnliche Bildbandbiographie für historisch und kulturgeschichtlich interessierte Leser, für Kulturreisende und Musikliebhaber sowie natürlich für jeden Mozartfan!

Chronik Bildbiografie Wolfgang Amadeus Mozart

Max Becker und Stefan Schickhaus
Chronik Bildbiografie Wolfgang Amadeus Mozart
Chronik Verlag im Wissen Media Verlag, München
ISBN 3-577-14369-X
1. Auflage 2005, 160 Seiten, mit zahlreichen meist farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 23,5 x 29,4 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 19,40 (D) / € 19,95 (A) / sFr 34,20

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