Benjamin – Meine Mama ist besonders
Ein Bilderbuch über Multiple Sklerose
(mag).
Die Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) tritt häufig bei jungen Erwachsenen
zwischen 20 und 30 Jahren zum ersten Mal auf. Gerade in diesem Alter sind viele
Erwachsene Eltern von kleinen Kindern. Das Vorlesebuch „Benjamin“
von Autorin Stefanie Lazai richtet sich an die Betroffenen, ihre Angehörigen
und alle, die sich für das Thema MS interessieren. Das Buch will eine Hilfestellung
sein, sich zusammen mit den Kindern mit der Krankheit und ihren Folgen zu beschäftigen
und Ängste abzubauen.
Stefanie Lazai erzählt die Geschichte des achtjährigen Benjamin, dessen
Mutter Julia an MS erkrankt ist. Zunächst stellt Benjamin sich, seine Eltern
und Freunde vor und erzählt dann seine Erlebnisse während eines Krankheitsschubs
seiner Mutter. Das Kind berichtet von den Auswirkungen der Krankheit auf die
Mutter, die zunächst nur mit Hilfe von Krücken laufen kann, alles
doppelt sieht und oft sehr müde ist. Benjamin erzählt aber auch von
seiner eigenen Unsicherheit und seinen Ängsten um die Mutter. Der Junge
wird mit seinen Problemen nicht allein gelassen, die Freundin der Mutter, die
Großeltern und sein Lehrer helfen ihm, die Krankheit zu verstehen und
Ängste abzubauen.
Stefanie Lazai hat mit einer einfachen Sprache ein behutsames Vorlesebuch geschrieben.
Es gelingt ihr, mit kindgerechten Worten die Krankheit MS zu erläutern.
Sie zeigt, dass es wichtig ist, miteinander über die Probleme zu sprechen.
Das einfühlsame Buch „Benjamin“ ist für Kinder ab fünf
Jahren geeignet und eine große Hilfe für Betroffene und deren Kinder,
sich mit der Krankheit auseinander zusetzen. Es enthält einerseits viele
Informationen, ist aber auch eine leicht verständliche Geschichte, die
aus der Perspektive eines tapferen kleinen Jungen erzählt wird.
„Benjamin“ wurde von Stephan Pohl illustriert. Seine Bilder sind
in kräftigen Farben gemalt und geben dem Buch einen fröhlichen Grundton.
Die Krankheit der Mutter ist für Benjamin zwar schwierig, taucht aber sein
Leben nicht in dunkle, graue Töne. Die Bilder stecken voller Humor und
Lebensfreude, sodass Kindern die Figuren sofort ans Herz wachsen. Die Bilder
von Stephan Pohl unterstützen das Anliegen des Buches.
Im Anhang gibt es eine Doppelseite mit Bilderrätseln und Fragen zum Inhalt.
Das Bilderbuch enthält auch zwei Begleittexte, die sich an die Erwachsene
richten und diesen Mut machen sollen, mit den Kindern über MS zu reden.
Mit diesem ambitionierten Kinderbuch sollen nicht nur Fragen beantwortet werden,
es unterstützt auch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft e.V. mit
einen Euro des Erlöses.
„Benjamin“ ist ein informatives Bilderbuch, das Kindern und Erwachsenen
helfen kann, über Multiple Sklerose ins Gespräch zu kommen und Ängste
abzubauen!
Autorenportrait:
Stefanie Lazai, 1967 in Osnabrück geboren, arbeitet als Regisseurin und
lebt mit ihrem Sohn in Berlin.
Illustratorenportrait:
Stephan Pohl wurde 1977 in Berlin geboren. Seitdem er einen Stift in der Hand
halten kann, zeichnet er viel und gern. Er studierte Kommunikations-Design an
der „Fachhochschule für Technik und Wissenschaft“ in Berlin.
„Benjamin“ ist sein erstes veröffentlichtes Kinderbuch.
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