Afrika – Das letzte Abenteuer
Die Geschichte eines Safariführers
(mag).
Als kleiner Junge liest der Amerikaner Mark Ross alles über Afrika und
seine wilden Tiere. Es ist nicht verwunderlich, dass er später als Biologiestudent
auf seiner ersten Afrikareise dem Kontinent heillos verfällt. Mark Ross
zieht nach Kenia und lebt nun schon seit 20 Jahren in Nairobi. Zunächst
arbeitet er als Lehrer, später verdient er sein Geld als Safariführer.
Er führt kleine amerikanische Gruppen durch die faszinierenden afrikanischen
Landschaften und zeigt ihnen die Schönheit und Grausamkeit der wilden Tierwelt.
Während seiner Reisen macht er tausende von Fotos und Notizen von seinen
Erlebnissen. Diese Aufzeichnungen sind der Grundstock für sein Buch „Afrika
– Das letzte Abenteuer“. Er berichtet darin „von seinen
Erfahrungen auf den Safaris, der einzigartigen Wirkung, die Afrika auf die mit
ihm reisenden Menschen hat und der Bedrohung unter der die großen Tiere,
vor allem die Raubkatzen, heute leben“.
Mark Ross führt den gebannten Leser von der ersten Seite an in eine faszinierende
Welt. Seine Landschaftsbeschreibungen sind anschaulich und beeindruckend. Besonders
die Reise durch die Serengeti ist wunderbar beschrieben. Wie auf seinen Reisen
nimmt Mark Ross sich auch bei seinen Berichten über die Safaris Zeit, um
den Leser in seine Welt mitzunehmen. Seine Begeisterung für die afrikanische
Welt spiegelt sich auf jeder Seite. Seine Erlebnisse mit den Tieren sind beeindruckend,
oft spannend und teilweise sehr witzig. Dabei zeigt er nicht nur die Idylle,
der im Schatten ruhenden Raubkatzen, er verdeutlicht in kraftvollen Bildern
die vermeintliche Grausamkeit der Jäger und Gejagten. Die Krokodile, die
im Flussbett liegend einer Gnuherde auflauern, beschreibt er mit einer Mischung
aus Faszination und Entsetzen.
Schon zu Beginn seines Aufenthalts in Afrika hat Mark Ross auch die hässliche
Seite des Kontinentes kennen gelernt. Er reist 1985 mit zwei Journalisten von
Nairobi nach Uganda und sieht die Gräueltaten der verfeindeten Gruppen.
Auch hier beobachtet er genau und vermittelt dem Leser ein nachhaltiges Bild
der Ereignisse. – Nach vielen glücklichen Jahren in Afrika wird Mark
Ross 1999 selbst Opfer eines Verbrechens. Er befindet sich mit zwei befreundeten
Ehepaaren auf einer Safari in Uganda. Die Gruppe möchte im „Impenetrable
Forest“ Gorillas beobachten. Das Camp, in dem sie übernachten,
wird von Rebellen überfallen und die Touristen werden verschleppt. Mark
Ross beschreibt detailliert die grauenhaften Erlebnisse, bei denen zwei seiner
Freunde ums Leben kommen und die sein Leben stark verändern.
Mark Ross’ Berichte über seine Safaris hat er vor den grausamen Erlebnissen
der Verschleppung geschrieben. Dies zeigt sich in deren Unbeschwertheit und
der ungetrübten Liebe zu Afrika. Gerade diese Gegenüberstellung der
Erlebnisse macht „Afrika – Das letzte Abenteuer“ zu einem
gelungenen Porträt. Afrika ist nicht nur der Kontinent der wilden Tiere
und beeindruckenden Landschaften, es ist auch das Land der grausamen Kriege
und der großen Armut. Der Titel der amerikanischen Originalausgabe „Life
and Death in Africa“ spiegelt diese Vielschichtigkeit besser wider als
der deutsche Titel. „Afrika – Das letzte Abenteuer“ wurde
von Gabriele Werbeck und Andrea Stumpf aus dem Amerikanischen übertragen.
„Afrika – Das letzte Abenteuer“ ist ein schönes Buch
für alle Safaribegeisterten, ob sie nun nach Afrika fliegen oder lieber
im Sessel Zuhause lesen; es ist aber auch ein spannendes Buch für jeden,
der sich für die verschiedenen Seiten des faszinierenden Kontinents interessiert!
Autorenportrait:
Mark Ross stammt aus St. Louis/USA. Seit über 20 Jahren lebt er als Safariführer
in Kenia. „Afrika – Das letzte Abenteuer“ ist sein erstes
Buch.
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