Zauberhut und Drachenblut

Das phantastische Handbuch für kleine Hexen und Magier

Zauberhut und Drachenblut(pr). „Ich will Zauberer werden!“ Wenn Kinder plötzlich diesen abstrakten Berufswunsch äußern, wurden sie vermutlich mit dem Virus „Zauberhut und Drachenblut“ infiziert. Das gleichnamige Buch der drei Autorinnen Janice Eaton Kilby, Deborah Morgenthal und Terry Taylor zieht die Leser durch eine gelungene Mischung aus phantastischen Geschichten, spannenden Bastelanleitungen, naturwissenschaftlichen Exkursionen oder auch außergewöhnlichen Kochrezepten in seinen magischen Bann. Die sechs Kapitel dieses phantastischen Handbuchs, das von Annegret Hunke-Wormser aus dem Englischen übersetzt wurde, lassen in sechs Schritten aus jungen Lesern ab acht Jahren kleine Hexen und Magier werden.

Schritt eins: „Die Ausstattung“. In diesem Kapitel erfährt man alles über Zauberstab, Zaubermantel oder auch über einen Hochgeschwindigkeits-Besen und bekommt eine Anleitung zum Basteln dieser Zauberer-Utensilien. Schritt zwei: „Die Zauberburg“. Nachdem man sich selbst äußerlich in einen Zauberer verwandelt hat, muss das räumliche Umfeld dran glauben. In diesem Kapitel werden Tipps für die Umgestaltung des gewöhnlichen Kinderzimmers in eine außergewöhnliche Zauberburg mit fliegenden Teppichen, Knochentafeln oder auch magischen Laternen gegeben. Schritt drei: „Der Zaubergarten“. Nachdem sich die Kinder diesem Kapitel gewidmet haben, müssen sie sich ihr ehemals lebloses Zimmer mit so manchem Grünzeug teilen. Das Buch „Zauberhut und Drachenblut“ gibt dazu Anleitungen für den Bau eines Gewächshauses mit Fleisch fressenden Pflanzen oder für die Anfertigung für weniger gefährliche Kräuter- und Blumentöpfe. Schritt vier: „Geheimnisvolle Bücher“. Hier lernt man, sich ein geheimes Tagebuch zuzulegen, dessen Seiten mit selbst zubereiteter schwarzer oder auch unsichtbarer Tinte beschrieben werden können. Schritt fünf: „Astrologie und Alchimie“. Dieses Kapitel lässt Kinder nach den Sternen greifen. Die jungen Leser werden in Sternenkunde unterrichtet und darüber aufgeklärt, warum die großen Alchimisten den Stein der Weisen gesucht haben. Schritt sechs: „Die Kunst des Feierns“. Nachdem die ersten fünf Schritte getan sind, darf man sich nun als angehender Zauberer auf eine Zaubererparty freuen. Damit diese gut vorbereitet werden kann, gibt das letzte Kapitel magische Tipps. Neben einem Geisterkochbuch findet man hier Anleitungen für die Anfertigung eines Schimmelgartens unter Glas oder auch für die Zubereitung von Zaubererknallbonbons. Da bei einer Zaubererparty der Blick in die Zukunft nicht fehlen darf, werden Zauberer in spé sowohl in Tassologie, der Kunst der Teeblattdeutung, als auch im Handlesen geschult.

Wie bereits die Vorstellung der sechs Kapitel andeutet, geben sich die drei Autorinnen viel Mühe, um ihre Leser umfassend mit der Materie des Zauberns vertraut zu machen. Dabei steht neben dem unterhaltenden auch der informative Aspekt im Mittelpunkt. Das Buch „Zauberhut und Drachenblut“ enthält nicht nur phantastische Geschichten, sondern vermittelt zudem Wissen aus den Bereichen Biologie, Archäologie, Astrologie oder auch Literatur, wenn etwa aus William Shakespeares „Hamlet“ zitiert wird: „Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt.“ Alles, was mit einem Zauberer in Verbindung steht, wird nicht nur aufgelistet, sondern auch ausführlich beschrieben. So erlangen Leser dieses Buches beispielsweise sehr spezielle Kenntnisse über verschiedene Eulenarten, Spinnen, Schnecken oder auch Kenntnisse aus der Botanik, wenn es darum geht, einen Zaubergarten anzulegen. Im archäologischen Teil dieses Buches geht es unter anderem um den Fluch der Pharaonen und Ausgrabungsarbeiten in Ägypten. Zu kleinen Astrologen werden die Leser, indem sie einen Sternbilder-Projektor basteln und interessante Informationen zu den verschiedenen Tierkreiszeichen erhalten.

Unterhaltend und informativ sind auch die Illustrationen von Lindy Burnett, die in dem Buch „Zauberhut und Drachenblut“ viele Facetten ihres künstlerischen Potentials zum Ausdruck bringt. Die phantasievoll gestalteten Bilder erwecken im Betrachter durch ineinander fließende Farben das Gefühl, als befände er sich inmitten einer Traumwelt. Erklärenden Charakter haben vor allem die Bilder, die die Bastelanleitungen begleiten, so dass bei dieser Freizeitbeschäftigung eigentlich nichts schief gehen dürfte. Für technische Illustrationen hat Orrin Lundgren zum Bleistift gegriffen. Mit kurzen, präzisen Strichen macht er vor, was die kleinen Leser dieses Buches im großen Stil ausführen sollen. Mythen, Legenden und die hohe Kunst des Zauberns werden die jungen Leser an das Buch und die Bastelarbeiten fesseln.

„Zauberhut und Drachenblut“ hebt sich durch den praktischen Teil von anderen Kinderbüchern ab und bietet somit ein „übernatürliches“ Lesevergnügen!

Zauberhut und Drachenblut

Janice Eaton Kilby, Deborah Morgenthal und Terry Taylor
Zauberhut und Drachenblut
Das phantastische Handbuch für kleine Hexen und Magier
Mit Illustrationen von Lindy Burnett
Aus dem Englischen von Annegret Hunke-Wormser
Verlag arsEdition, München
ISBN 3-7607-5859-2
1. Auflage, 128 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Hardcover gebunden mit Lesebändchen, Format 21 x 23 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 14,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 25,80

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