Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat

Eine kleine Schnecke sucht das große Glück

Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat(pr/sl). „Es war einmal...“ – so beginnen alle großen Märchen, und so beginnt auch die Geschichte „Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat“. Die märchenhafte Erzählung von Autorin Barbara Veit für Kinder ab drei Jahren beginnt damit, dass eine Hausschnecke ihr Schneckenhaus verlässt, um baden zu gehen. Damit es vor Dieben geschützt ist, versteckt sie es unter einem Blatt. Doch trotz dieser Vorsichtsmaßnahme ist „das schönste Schneckenhaus der Welt“ plötzlich weg. „Geklaut! Gestohlen! Entführt! „Hilfe!“ , rief die kleine Schnecke.“ Doch kein anderes Lebewesen außer einer kleinen Ameise eilt zu der kleinen Schnecke, um nachzusehen, was los ist. Als ihr diese nicht weiterhelfen kann, begibt sich die kleine Schnecke auf die Suche nach ihrem Haus und trifft dabei die verschiedensten Geschöpfe der Tierwelt an: Vogel, Maus, Eichhörnchen, Spinne, Hund, Wespe, Kuh, Katze – sie alle können nichts zur Aufklärung des Falles beitragen. Selbst die Nacktschnecken, denen es am ehesten zuzutrauen wäre, etwas mit dem Diebstahl zu tun zu haben, da sie ohne weiteres von dem schönen Häuschen Gebrauch machen könnten, können ihrer Artgenossin nicht weiterhelfen. Ist ihr Haus für immer verloren?

Anschaulich und eindrucksvoll schildert Barbara Veit in ihrem Kinderbuch „Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat“ die verzweifelte Suche nach dem, was einen wirklich glücklich macht: Die vertraute Umgebung, in der man sich geborgen fühlt. Manchmal muss erst etwas weg sein, um den wahren Wert des verloren Gegangenen zu erkennen. So ergeht es auch der engagierten kleinen Schnecke, die nichts unversucht lässt, ihr Glück wieder zu finden. Zielstrebig durchwandert sie Flora und Fauna, um ihr Haus, dessen ideeller Wert weit über dem materiellen liegt, wieder zu erlangen. Ihr Haus ist ihre Heimat.

Das Dilemma, in dem sich die Schnecke befindet, wird durch die herrlich witzigen Illustrationen von Anna Laura Cantone ergänzt, die die durch markante Umrisslinien begrenzten und zum Teil stark eckig wirkenden Formen mit warmen Farben auffüllt. Ihre großformatigen schlichten Bilder sind eine runde Sache!

Die Intention des Kinderbuchs „Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat“ ist gewiss nicht die, die einem dazu rät, sein Schneckenhaus nicht zu verlassen. Vielmehr geht es hier um die Wertschätzung selbstverständlicher Dinge und die Aufwertung des Gefühls der Zufriedenheit – ein Gefühl, das in der heutigen Zeit immer mehr zu verschwinden droht und an das dieses Bilderbuch originell und ideenreich erinnert.

Autorenportrait:
Barbara Veit studierte Politikwissenschaften an der Journalistenschule München und arbeitete dann als Redakteurin bei der „Süddeutschen Zeitung“. Seit einigen Jahren lebt sie als freie Journalistin und Schriftstellerin in Deutschland und Australien.

Illustratorenportrait:
Anna Laura Cantone wurde 1977 in Alessandria, Italien, geboren. Sie studierte am „Instituto Europeo Design“ Illustration und arbeitet seit 1999 als freie Illustratorin für Zeitungen und internationale Verlage.

Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat

Barbara Veit
Von der Schnecke, die wissen wollte, wer ihr Haus geklaut hat
Mit Illustrationen von Anna Laura Cantone
Annette Betz Verlag, Wien
ISBN 978-3-219-11167-5
3. Auflage 2007, 32 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Hardcover, Format 21 x 29 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 12,95 (D) / € 12,95 (A) / sFr 22,90

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