Vom Glück des Lesens und Gelesenwerdens
Manesse Almanach auf das 60. Verlagsjahr
(emk).
Manesse ist 60! Die Bücher des Verlages sind beliebte Sammelobjekte für
viele Bibliophile. Zum Jubiläum erscheinen 600 Aphorismen zum Thema „Glück
des Lesens und Gelesenwerdens“.
Der Almanach sieht aus wie alle Manesse-Bände aus der renommierten „Bibliothek
der Weltliteratur“: Elegant, Leinen, Schutzumschlag zweifarbig, Dünndruck,
mit 20 schwarzweißen Illustrationen, die alle in diesem Fall Lesende zeigen.
In „Vom Glück des Lesens und Gelesenwerdens“ sind in chronologischer
Reihenfolge Aphorismen von 30 Dichtern und Schriftstellern zu Literatur und
Kunst zusammengestellt, beginnend mit Erasmus von Rotterdam endend in der Gegenwart
mit Émile Michel Cioran. Ein Herausgeber der 600 Aphorismen ist leider
nicht genannt. Das Vorwort schrieb der derzeitige Verlagsleiter, Horst Lauinger.
Hat er auch die Auswahl besorgt?
„Der Leser hat’s gut, er kann sich seine Schriftsteller aussuchen“,
wird Kurt Tucholsky zitiert. – „Dem passionierten Leser“
widmet der Verlag diesen Manesse-Almanach, „dem Literaturvernarrten,…
wie er ganz versunken da sitzt, wie er sich’s wohl und wohler werden lässt…,
wie er sich lustvoll Seite um Seite voranblättert und darüber womöglich
das Glück streift…“
Der Band enthält ein chronologisches und ein alphabetisches Verzeichnis
aller im Verlag erschienenen Bücher. Es sind 600 Klassiker der Weltliteratur
seit 1944, sowie biografische Notizen zu den Autoren. Statt einer Verlagsgeschichte
gibt es eine Manesse-Zeittafel, aus der hervorgeht, wann welches berühmte
Buch erschien und welcher berühmte Schriftsteller es rezensierte.
Der Leser kann sich über dieses Geschenk des Manesse-Verlages freuen. Die
Auswahl zeigt eine illustre Gesellschaft, die sich hier zum Lesen, Gelesenwerden,
Schreiben, Machen, Sammeln, Lieben von Büchern äußert.
„Kürze ist die Schwester des Talents“, sagt Cechov.
– Also endet diese Rezension hier.
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