Sterben, Tod und Trauer
Handbuch für Begleitende
(dsz).
„Abschied tut weh. Abschied hat mit Scheiden, mit Trennen und Entfernen
zu tun.“ – Herausgeber Johann-Christoph Student hat in seinem
Handbuch „Sterben, Tod und Trauer“ Informationen und Hinweise zusammengestellt,
die bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Tod von großer Hilfe sein
können. Von A wie „Abschied“ bis Z wie „Zu Hause sterben“
sind in alphabetischer Reihenfolge alle Artikel um das Thema Tod und Trauer
zu finden. Die Beiträge wurden von Ärzten, Palliativfachkräften
und Hospizmitarbeitern verfasst, die über lange Jahre Erfahrungen mit Sterbenden
gemacht haben.
Kapitel über AIDS und Krebs beschreiben diese Krankheiten und machen dadurch
auf die besonderen Probleme derer aufmerksam, die darunter leidern. So können
Betreuende und Begleiter angemessen reagieren und ihre Patienten, Freunde und
Verwandten vielleicht auch besser verstehen. Des Weiteren wird beispielsweise
beschrieben, welche Prozesse der Körper beim Sterben durchläuft oder
wie der Schlaf eines Koma-Patienten aufzufassen ist.
Doch „Sterben, Tod und Trauer“ ist mehr als nur ein fachlich kompetenter
Ratgeber. Hospizmitarbeiter berichten von ihrer Arbeit und beschreiben Situationen,
in denen sie besondere Erlebnisse mit dem Sterbenden hatten. „Die
Seele eines sterbenden Menschen „weiß“ um den Tod, die Zeit
des „Hinausgehens“. Dieses innere Wissen wird oft in Bildern, in
Symbolen kommuniziert – eine weit geöffnete Tür. Und schließlich:
Die Vertrautheit mit Symbolen am Lebensende und die Bereitschaft, einfühlend
hinzuhören, ermöglicht oft ein behutsames Entschlüsseln.“
Neben Ärzten und Hospizmitarbeitern kommen aber auch Psychologen und Theologen
zu Wort. Selbstverständlich werden auch Themen wie Glaube und Religion
besprochen – Kapitel über Buddhismus und Hinduismus setzen sich mit
anderen, nicht-christlichen Abschiedritualen auseinander und klären über
die Auffassung des Todes in diesen Religionen auf.
Johann-Christoph Students „Sterben, Tod und Trauer“ richtet sich
in erster Linie an ehrenamtliche Mitarbeiter von Hospiz-Einrichtungen. Aber
auch jeder, der sich näher mit dem Thema Tod und Sterbebegleitung beschäftigen
möchte, findet in diesem Handbuch Ratschläge und Informationen. Artikel
über Patientenverfügungen oder das Verfassen eines Testamentes klären
auch über rechtliche Schritte auf.
Jedem Kapitel sind Literaturverweise angeschlossen und ein Stichwortregister
am Ende des Buches ermöglicht die detaillierte Suche in den Texten. Des
Weiteren sind auch Adressen für Selbsthilfegruppen, wie zum Beispiel im
Falle von frühem Kindstod, zu finden.
„Sterben, Tod und Trauer“ spricht offen und ehrlich alle Themen
an, die zum Sterben dazu gehören. Das Handbuch ist ein Ratgeber in der
Not und für die Vorbereitung auf diese Phase: Es hilft bei der Arbeit mit
Sterbenden und deren Angehörigen – und ist auch für diese selbst
eine Hilfestellung in der schwierigen Zeit.
Herausgeberportrait:
Johann-Christoph Student, Professor Dr. med. Palliativmediziner und Psychotherapeut,
ist Gesamtleiter des Hospiz Stuttgart. Zahlreiche Veröffentlichungen zur
Hospizthematik und zur Palliativmedizin.
© Copyright by: Public Dialog Hamburg