Solange ihr mich liebt
Texte und Gedichte zum Abschied
(mkb).
Der Verlust eines geliebten Menschen hinterlässt eine Trauer, die nicht
selten unverarbeitet bleibt, eine tiefe Wunde in die Zukunft der Hinterbliebenen
reißt. Jochen Jülicher hat in „Solange ihr mich liebt“
Leiden und Hoffnung in rhythmische Texte und Gedichte gewoben, schenkt den Zurückgebliebenen
Zuversicht für ein Morgen.
Der Tod ist unwiderruflich, meistens zu früh, manchmal und im schlimmsten
Fall unvermittelt, ohne Vorwarnung: „Musstest du wirklich so früh
von uns gehen? Uns tatsächlich schon verlassen? Das geht doch nicht, und
jetzt schon gar nicht. Dein Tod bleibt so fassungslos unbegreiflich.“
Der Autor stimmt in die Traurigkeit ein, schöpft aus seiner langjährigen
therapeutischer Erfahrung, führt Hoffnungslosigkeit in Hoffnung: „Ich
halte mich fest daran, dass du weiterlebst, dass du irgendwo bist, in unseren
Herzen, in unseren Gedanken,“ bleibt schließlich vor dem Scheideweg
stehen, besinnt sich und trifft eine Entscheidung: „auch jetzt im
Moment, da ich dich loslassen muss. Lebe, wo immer du lebst, und lass mal irgendwie
was von dir hören, spüren, dass du nah bist und nicht alles vergeht,
denn du bist für mich so viel mehr als das, was der Tod wegnehmen kann.“
Jochen Jülicher beweist mit seiner Wortwahl Fingerspitzengefühl, zeigt
Mitgefühl und ermutigt mit seinen Reimen die Trauernden zum Schritt hinter
den Schmerz, schenkt neues Vertrauen, wirft einen Sonnenstrahl in eine zuweilen
verzweifelte Ausweglosigkeit: „Es ist schön, dass es dich gab,
und gerne hätte ich dich noch bei mir behalten. (...) Es war gut, dass
es dich gab, ein Leben ohne dich hätte ich mir gar nicht vorstellen können
und wollen. (...) werde ich gerne zurückdenken an dich, an uns, mit all
dem, was wir füreinander waren und sind und bleiben werden, solange ich
lebe.“
„Solange ihr mich liebt“ ist ein ergreifendes Werk von Mitgefühl
und Zuversicht getragen, sanft und liebevoll geführte Lebenshilfe für
Zurückgelassenen.
Autorenportrait:
Jochen Jülicher, geboren 1954, Studium der Germanistik und Pädagogik
in Düsseldorf, der Theologie in Tilburg (NL). Krankenhausseelsorger; seit
1997 freiberuflicher Theologe und Trauerberater.
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