Ray – Die Autobiographie

Musikentwicklung, Heroinsucht und das ausschweifende Liebesleben von Ray Charles

Ray – Die Autobiographie(akg). Als Ray Charles im Juni 2004 mit 73 Jahren starb, trauerte die Welt. Musikgrößen wie Elton John, Michael Jackson und Aretha Franklin bedauerten seinen Tod genau so wie seine treuen Fans, die ihm seit Jahrzehnten in zahlreichen Ländern dieser Erde die Treue hielten. Grund genug, die bereits 1978 erschiene Biographie „Ray“ vollständig überarbeitet noch einmal neu aufzulegen und der Welt die Chance zu geben, hinter die Kulissen des überwältigenden Musikers und Entertainers zu sehen.


Bevor ich beginne, möchte ich gleich mal an dieser Stelle sagen, dass ich ein Junge vom Land bin (…) und das ist der Kern der Sache. Das Einzige, was ich je sah – und ich meine das im wörtlichen Sinne –, war das Land.“ In persönlichem Tonfall, fast schon Umgangssprache, eröffnet Ray Charles Robinson seine Lebensgeschichte mit seiner Kindheit in Georgia, dem Südstaat der USA, in dem er am 23. September 1930 geboren wurde. Seinen Vater lernt Ray nie kennen, stattdessen verbringt er seine frühe Kindheit in ärmlichen Verhältnissen mit seiner Mutter und George, seinem heiß geliebten Bruder. Doch bereits in seinen frühen Jahren überschlagen sich die Ereignisse: Sein Bruder ertrinkt in seinem Beisein, nur wenige Monate später verliert er sein Augenlicht. Knapp sieben Jahre alt verlässt er seine vertraute Umgebung. Das Einzige, was er mit sich trägt, sind die weisen Ratschläge seiner Mutter. Jener Frau, die bereits in sehr jungen Jahren stirbt, und an deren Meinungen er sich während seines ganzen Musikerdaseins halten wird.


Bereits hier beweist Ray Charles seine Kämpfernatur. Anstatt sich von seiner Blindheit oder den Diskriminierungen, denen er als Schwarzer paradoxer Weise sogar in der Blindenschule ausgesetzt ist, einschüchtern zu lassen, freundet Ray sich mit seinem Schicksal an. Er entdeckt die Musik, die Frauen und die Drogen. Drei Dinge, die sein Lebenselixier ausmachen und einen Großteil seines Lebens bestimmen. Ruhelos bereist er die Großstädte der USA und startet mit seinem unverwechselbaren Stil eine steile Musikkarriere. Als begnadeter Musiker und Entertainer spielt er Blues, Jazz und Gospel, bevor er all diese Richtungen zu seinem einzigartigen „Soul“ verschmilzt.


In der aus dem Amerikanischen von Friedrich Hobek übersetzten Biografie „Ray“ stellt Ray Charles jedoch nicht nur seine Lebensgeschichte dar, sondern gibt auch seine ganz persönlichen Ansichten und Erfahrungen zum Thema Rassentrennung, Antisemitismus und Vietnamkrieg preis. Wobei er in seiner direkten Art Weisheiten definiert, die durch ihre Präzision und Ehrlichkeit mehr berühren als jene berühmter Politiker.


Mit zwölf Jahren hörte Co-Autor David Ritz das erste Mal Ray Charles’ Stimme. Und wurde süchtig nach ihr. 20 Jahre später ging sein Traum in Erfüllung, und er durfte Ray persönlich treffen, um dessen Biografie aufzuschreiben. Herausgekommen ist ein wunderbare Freundschaft, die bis zu Ray Charles’ Tod anhalten sollte – und ein mit Schwarzweißbildern ausgestattet Werk, das fast so sehr begeistert, wie seine bis heute berauschende Musik!

Autorenportrait:
Ray Charles, eigentlich Ray Charles Robinson, wurde am 23. September 1930 in Albany, Georgia, geboren. Der US-amerikanische Jazz- und Soulmusiker (Gesang, Klavier, Orgel, Altsaxophon) gilt als Erfinder der Soul-Musik, gewann zwölf Grammys und war einer der ersten schwarzen Musiker, die es in einem von Weißen beherrschten Geschäft zum Superstar brachten. Ray Charles starb am 10. Juni 2004 in Beverly Hills, Kalifornien.
David Ritz verfasste als Co-Autor die Autobiographien von u. a. B. B. King, Smokey Robinson und Etta James. Zuletzt war er als Co-Autor bei dem Lebensbericht von Walter Yetnikoff beteiligt. Er lebt in Los Angeles.

Ray – Die Autobiographie

Ray Charles und David Ritz
Ray

Die Autobiographie
Aus dem Amerikanischen von Friedrich Hobek
Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 3-453-50014-8
Aktualisierte, ergänzte und vollständig überarbeitete Ausgabe, 415 Seiten, mit 18 s/w-Fotos, Broschur, Format 13,5 x 21 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 12.- (D) / € 12,40 (A) / sFr 21,80

Buch bestellen.

© Copyright by: Public Dialog Hamburg

www.literaturtipp.com

Impressum