Planet Wein
Traube um Traube: Ein visueller Führer durch die Weinwelt der Gegenwart
(asp).
Sie haben Freunde eingeladen und wollen nur noch schnell einen schönen
Wein besorgen. Doch dann stehen Sie da, vor dem fünf Meter langen Weinregal,
mit ratlosem Gesichtsausdruck und können sich partout nicht entscheiden:
Einen Merlot? Oder doch lieber einen Carbernet Sauvignon? Nicht, dass Sie sich
nicht auf eine Geschmacksrichtung festlegen könnten, nein: Sie haben nur
einfach keine Ahnung? – Wer Situationen wie diese nur allzu gut kennt
und endlich einmal wissen will, warum welcher Wein wie schmeckt, dem sei das
Sachbuch im Bildbandformat „Planet Wein“ von Stuart Pigott wärmstens
empfohlen. Der gebürtige Brite hat alle Weinregionen der Erde ausgiebig
bereist und gilt nicht umsonst als einer der wichtigsten Weinkenner. In seinem
Buch offenbart er eine unglaublich neue, globale Vielfalt des Kultgetränks
und vermittelt dem Leser alle Informationen, die erforderlich sind, um sich
im Dschungel der unzähligen Weinsorten zurecht zu finden.
Und weil das Grundlagenwissen auch auf dem Planet Wein das A und O ist, widmet
sich Stuart Pigott in seinem ersten Kapitel „Die Welt schmecken“
den Faktoren, die Geschmack und Qualität eines Weines bestimmen. Erst dieses
Wissen macht es möglich zu begreifen, warum eine einzige Rebsorte auf der
einen Seite der Erde einen fruchtigen und auf der anderen einen mutigen, substanzreichen
Wein hervorbringt. Die anschließenden Kapitel „Kampf der Giganten“,
„Streben nach Eleganz“ und „Renaissance der Originale“
machen die eigentliche Weinreise aus. Zunächst lernt der Leser die klassischen
roten und weißen Sorten kennen, dann führt ihn in die Reise in die
Welt der „kleinen Feinen“ – den Weinen, die zwar weniger bekannt
aber keinesfalls weniger lecker sind als die weltweiten Klassiker. Auch für
den souveränen Weinkenner bietet „Planet Wein“ viele interessante
Informationen und Anregungen.
Die aus dem Englischen von Ursula Heinzelmann übersetzten Texte verbinden
sich mit über 140 Farbfotos zu einer einzigartigen Weinreise, die der Leser
in gemütlicher Atmosphäre daheim auf dem Sofa genießen kann.
Die herrlichen Fotografien, die neben Anbauregionen oder Szenen aus der Produktion
auch den einen oder anderen Winzer zeigen, dienen nicht nur der Veranschaulichung,
sondern lassen einen angesichts wunderschöner Landsschaftaufnahmen und
ungewöhnlicher Perspektiven regelrecht ins Träumen geraten. Wie es
sich für ein gutes Sachbuch gehört, findet sich auch in „Planet
Wein“ ein alphabetischer Index zur Schnellsuche.
Fundierte Informationen, ästhetische Aufnahmen und ein unterhaltsamer Schreibstil
– diese Kombination macht „Planet Wein“ zu einem wirklich
guten Buch über Wein, das den nächsten Weineinkauf mit Sicherheit
zu einer weniger orientierungslosen Angelegenheit macht!
Autorenportrait:
Stuart Pigott, 1960 in London geboren, gilt als einer der wichtigsten Weinkenner
und -kritiker. Er lebt in Berlin und schreibt für den „Feinschmecker“
und den „Weingourmet“ sowie als Kolumnist für die „Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung“. Er hat zahlreiche Weinbücher veröffentlicht.
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