Paris kulinarisch – Einkaufen und genießen
Die besten Gourmetadressen der Stadt
(dsz).
Paris ist ja bekanntlich die Stadt der Liebe – und nach der Lektüre
von Pierre Rivals Gourmet-Einkaufsführer im Bildbandformat „Paris
kulinarisch“ besteht kein Zweifel mehr, dass es auch die Stadt des guten
Essens ist. Egal ob Schokolade, Baguette, Schinken oder Kaffee; die Geschäfte
in Paris haben Schlemmereien auf höchstem Niveau zu bieten.
„Paris kulinarisch“ ist in vier Kapitel unterteilt: „Das süße
Paris“, „Das saure Paris“, „Paris im Glas“ und
„Paris auf die Schnelle“. Jeder Abschnitt beinhaltet eine Vielzahl
von Spiesen, sowie Informationen über den geschichtlichen Hintergrund und
die Herstellungsart. Selbstverständlich darf auch ein Beitrag über
Fromage oder Petit noir, den speziellen Kaffee, nicht fehlen – ebenso
wenig wie über den Wein, den übrigens, so erfährt man es im Buch,
schon die Römer auf dem Montmarte-Hügel angebaut haben.
Vorgestellt werden ausgewählte Feinschmeckertempel in der französischen
Hauptstadt, wobei sogar die biografischen Werdegänge und die persönlichen
Eigenheiten der Chocolatiers, Patissiers oder der anderen Händler angesprochen
werden. Die Läden und ihre Einrichtung werden genauestens beschrieben –
wobei die Bilder von Fotograf Christian Sarramon der Vorstellungskraft eine
große Hilfe sind. Allein schon die hochwertigen Fotos sind den Kauf dieses
Bildbandes wert. Feine Ausschnitte oder Schärfeverlagerungen erwecken beim
Betrachter neue Dimensionen. Kulinarische Köstlichkeiten werden in Pariser
Schaufenstern ausgestellt wie die Haute Couture auf der Champs Elysee, und Unmengen
an Details der kleinen französischen Geschäfte sind auf den Bildern
zu entdecken, an denen man sich gar nicht satt sehen kann.
Das Zusammenspiel von Fotos und Text wird in „Paris kulinarisch“
perfektioniert: Der Leser spürt das Ambiente der Läden um sich herum,
hat den Geruch förmlich in der Nase und den Geschmack auf der Zunge. „Denise
Acabo ... macht ihren Laden zu einer Arche Noah für Süßigkeiten,
zu einem Hort längst verloren geglaubter Genüsse.“ Sätze
wie dieser können nicht passender gewählt sein und demonstrieren die
kenntnisreiche Übersetzung aus dem Französischen von Ingrid Ickler,
die nicht davor zurückschreckt, wohl bekannte französische Begriffe
für sich stehen und wirken zu lassen. Der präzise ausgewählte
Stil spiegelt das französische Lebensgefühl und die Redensweise wider.
„London hat seine Bierpubs, Rom die Bar für den schnellen Espresso
im Stehen und Paris hat seine Cafés.“ Aber Paris hat mehr
als nur das. Die Hauptstadt der Mode scheint die Kunst in allen Gegenständen
zu sehen. Dass die Zubereitung der Speisen eine Kunst für sich ist, kann
nach der Lektüre des Bandes keinesfalls mehr bestritten werden.
Im Anhang ist eine Auswahl der besten Geschäfte mit Anschrift und den jeweiligen
Spezialitäten zu finden – mit dem Hinweis, dass manche Läden
ihre Waren auch ins Ausland verschicken – selbst wenn also der nächste
Paris-Urlaub noch nicht geplant ist, der Gaumenschmaus kann dennoch genossen
werden.
„Paris kulinarisch“ ist der erste Gourmet-Einkaufsführer für
Paris. Wie es das Wort „Gourmet“ schon andeutet, sind die Vorschläge
eher für den gehobeneren Geldbeutel gedacht. Doch die außergewöhnlichen
Fotografien von Christian Sarramon und der fundierte Text von Pierre Rival sind
nicht nur für ausgefallene Paris-Urlauber von großem Reiz. Liebhaber
guter Speisen werden durch die reichhaltigen Informationen einiges dazulernen
und an den Bildern große Freude haben.
„Paris kulinarisch“ ist ein kulinarisches Fest, ein Leckerbissen,
der, einmal aufgeschlagen, sofort „verzehrt“ werden muss!
Autorenportrait:
Pierre Rival schreibt in führenden französischen Lifestyle-Magazinen
über Essen, Trinken und Genießen. Bekannt geworden ist er auch als
Autor von Romanen und spannenden Reiseberichten.
Fotografenportrait:
Christian Sarramon gehört zu den besten Lifestyle-Fotografen Frankreichs.
Seine Fotos geben vielen Büchern den optischen Kick.
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