Marcia Haydée – Divine
Die beispiellose Karriere einer außergewöhnlichen Balletttänzerin
(pr/sl).
„Immer-weiter-Gehen. Immer-weiter-Arbeiten. Immer an neue Grenzen
gehen“ – das ist das Lebensmotto von Marcia Haydée,
einer der berühmtesten Balletttänzerinnen unserer Zeit und „bereits
zu Lebzeiten eine Legende“. Genau so liest sich auch ihre Biografie
„Marcia Haydée – Divine“, geschrieben von Cornelia
Stilling-Andreoli. Das Buch beschreibt den Lebensweg von Marcia Haydée,
die 1937 in der Nähe von Rio de Janeiro geboren wurde. Schon als ganz kleines
Kind hat sie nur einen Wunsch: eine berühmte Balletttänzerin zu werden.
Mit 15 Jahren verlässt sie ihr Zuhause, um in London an der „Sadler’s
Wells School“ zur Balletttänzerin ausgebildet zu werden. Danach erhält
sie ein Engagement bei der „Compagnie du Marquis de Cuevas“ in Paris.
Sie darf dort allerdings nur in der Gruppe tanzen.
1961 wendet sich dann ihr Leben, als sie von dem großen Choreografen John
Cranko für das „Stuttgarter Ballett“ engagiert wird. Er sieht
ihr Potenzial und lässt sie von nun an als Primaballerina tanzen. Mit der
Rolle der Julia in „Romeo und Julia“ schafft sie den Durchbruch.
Schon bald wird sie zu einer Ikone des Balletts. Sie verhilft auch dem „Stuttgarter
Ballett“ zu neuem Ansehen und bleibt dort bis 1996. Im Jahr 1976 wird
sie selbst Direktorin des „Stuttgarter Balletts“, als Nachfolgerin
von John Cranko, der 1973 verstorben ist. 1996 verkündet Marcia Haydée
ihren Abschied von der Bühne, kehrt aber bereits 1998 wieder zurück
und ist auch heute noch in einigen Stücken als Ballerina zu sehen.
Cornelia Stilling-Andreoli beschreibt das Leben einer großen und vor allem
vielseitigen Künstlerin. Marcia Haydée war nicht nur Ballerina,
sondern auch Direktorin und Choreografin. Die Autorin stellt den Lebensweg von
Marcia Haydée mit all seinen Facetten dar, so beschreibt sie auch ausführlich
die Zeit in Paris, als Marcia Haydée hart um ein Engagement kämpfen
musste. An den Rändern der Seiten finden sich – in kleinerer Schrift
– Zitate von Marcia Haydée selbst, aber auch von ihren Freunden
und Kollegen zu den im Text angesprochenen Themen. Dabei kann es allerdings
sein, dass sich ein Zitat auf etwas bezieht, dass erst auf den folgenden Seiten
erwähnt wird, was den Leser ein wenig verwirrt.
Neben dem Lebenslauf stellt Cornelia Stilling-Andreoli aber vor allem auch den
Tanz dieser Künstlerin vor. So beschreibt sie in dem Kapitel „Die
Interpretin“ die Rollen, denen Marcia Haydée durch ihren besonderen
Tanz Leben verliehen hat. Auch ihre Bühnenpartnerschaften und die Zusammenarbeit
mit verschiedenen Choreografen werden eingehend beschrieben. Von Vorteil ist
es dabei, sich mit dem Thema Ballett ein wenig auszukennen.
Am Ende des Buches „Marcia Haydée – Divine“ kommt die
große Künstlerin selbst zu Wort: In einem Interview mit der Autorin
äußert sie sich zu ihrem Leben und ihrer Arbeit. Der Anhang enthält
eine Liste mit Marcia Haydées Auszeichnungen, Choreografien, ihrem Repertoire,
ihren Partnern und Partnerinnen, sowie den an ihr modellierten Rollen.
Neben dem Text sind in der Biografie auch viele Fotos von Marcia Haydée
abgebildet, davon entstammen einige dem privaten Album der Künstlerin.
Diese Bilder – zahlreiche davon bisher unveröffentlicht! –
zeigen Marcia Haydée in ihrer Kindheit, auf der Bühne in ihren verschiedenen
Rollen, aber auch privat. Viele Bilder wurden von Gundel Kilian fotografiert,
die die Karriere Marcia Haydées während deren Zeit in Stuttgart
fotografisch begleitete.
„Marcia Haydée – Divine“ beschreibt das Leben einer
außergewöhnlichen Frau und Künstlerin und gibt dabei einen umfangreichen
Einblick in die Welt des Balletts. Ein schönes Buch für alle, die
Ballett lieben!
Autorenportrait:
Cornelia Stilling-Andreoli, geboren 1957, hat in Tübingen Rechtswissenschaften
studiert. Über 30 Jahre hinweg hat sie die tänzerische Entwicklung
und Karriere von Marcia Haydée zu einer der Tanzikonen der Gegenwart
verfolgt. Diesen Band verfasste sie in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin.
Fotografenportrait:
Gundel Kilian ist die „Klassikerin der Ballettfotografie“
(Hartmut Regitz). Von ihr erschienen zahlreiche Publikationen, insbesondere
zum „Stuttgarter Ballett“.
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