Leuchttürme des Nordatlantiks
US-Ostküste – Kanada – Island – Britische Inseln – Frankreich
(pr).
„Und auch das moderne Kunstwerk namens Leuchtturm ist Inbegriff aller
positiv besetzten Bedeutungen von Licht und Leben und verspricht Inspiration
und Hilfe im Falle von Schwierigkeiten.“ Sie stehen an den rauesten
und entlegensten Küsten der Welt, einsam und stark bieten sie Sicherheit
im Dunkeln, Navigationshilfe auf See.
In imposanten Bildern portraitiert der französische Fotograf Jean Guichard
die „Wächter des Lichts“ rund um den nördlichen
Atlantik. Der Bildband „Leuchttürme des Nordatlantiks“ beschreibt
eine eindrucksvolle Reise von der Ostküste der USA über Kanada und
Island an die Küsten der Britischen Inseln und Frankreichs.
Spektakuläre Luftaufnahmen belegen „die relative Bedeutungslosigkeit
der von Menschen errichteten Bauwerke im Verhältnis zur beeindruckenden
Größe der Natur geradezu augenfällig.“ In ausgefallenen
Perspektiven lässt Jean Guichard die Türme klein und die Bruchkante
zwischen Land und Wasser gewaltig erscheinen. Die zahlreichen doppelseitigen
Farbfotos ermöglichen dem Betrachter das Eintauchen in die stimmungsvolle
Einsamkeit. Rau und stürmisch trotzen die einen der See, sanft liegen die
anderen im romantischen Abendlicht. Der Fotograf entwirft gekonnt ein abwechslungsreiches
Panorama der standhaften Wachposten. Interessante Bildbeschreibungen verleihen
jedem der insgesamt 95 vorgestellten Leuchttürme eine eigene Persönlichkeit.
Jedem Kapitel steht ein einleitender Text über das jeweilige Land und seine
Schifffahrtsgeschichte voran, wobei auf einer Grafik die Positionen der Leuchttürme
verzeichnet werden. Einfühlsam geht Autor Ken Trethewey in seinen Textpassagen,
aus dem Englischen von Christiane Hauert übersetzt, auf die historische
Entstehung und emotionale Bedeutung von Leuchttürmen ein. „Leuchtturmwärter
ist ein einsamer, oftmals auch gefährlicher Beruf, obwohl die meisten Laien
ihn eher für romantisch halten.“ Technische Details und persönliche
Erfahrungen fließen in den kenntnisreichen Exkursen ebenso mit ein wie
länderspezifische Besonderheiten.
Im Anhang befindet sich eine „Kurzübersicht“ mit exakten Positionsangaben
sowie Merkmalen der Lage, Daten über Inbetriebnahme, Feuerhöhe und
Kennung zu jedem Leuchtturm. Anekdotenhaft fasst Ken Trethewey in diesem Kapitel
die charakteristischen Eigenheiten der Einzelnen zusammen, so etwa dass „Seguin
Island“ erstmals 1795 von George Washington in Auftrag gegeben wurde und
seit 1857 mit einer Feuerhöhe von 55 m der höchste Leuchtturm Maines
ist. Kleine Ländergrafiken verzeichnen die Standorte der Türme und
machen ein schnelles Auffinden möglich.
Jean Guichard und Ken Trethewey ist mit dem Bildband „Leuchttürme
des Nordatlantiks“ ein hervorragendes Werk über die Geschichte eines
Bauwerks durch die Jahrhunderte gelungen!
Autorenportrait:
Ken Trethewey, dessen Vorfahren Leuchtturmwärter auf Eddystone waren, ist
Gründer und Präsident der „Lighthouse Society of Great Britain“.
Während der letzten Jahre stellte er eine umfassende internationale Enzyklopädie
der Leuchttürme zusammen.
Fotografenportrait:
Jean Guichard wuchs an der Küste der Bretagne auf, ehe er seinen Militärdienst
bei der französischen Marine auf Schiffen in Gewässern nördlich
Kanadas und um Island leistete. Danach wurde er Bildreporter und wandte sich
schnell der maritimen Fotografie zu. Eric Tabarly schließlich inspirierte
ihn, sich dem Thema Leuchttürme fotografisch zu widmen. Seit 15 Jahren
sind seine exzellenten Leuchtturm-Fotos auch international bekannt: Titelbilder
auf „Newsweek“ und „Paris Match“ sowie viele andere
Publikationen zeugen davon.
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