Legende Venedig
Porträt einer Stadt
(emk).
Einer, den Venedig nicht mehr los ließ, schrieb dieses Buch: Karl Heinz
Ritschel ist der Stadt verfallen. Er bezeichnet sich selbst als einen „Venedigpilger“,
der jahrzehntelang immer wieder hierher kam. Aus dieser Begeisterung heraus
schildert er in Ich-Form seine stets neuen Begegnungen mit der „Serinissima“,
der „Durchlauchtigsten“, wie die Venezianer ihre Stadt nennen.
„Legende Venedig“ enthält Feuilletons, in denen Karl Heinz
Ritschel die Legenden und Geschichten, die im Laufe der Jahre über die
Stadt entstanden sind, erzählt. Er hat viele Zitate berühmter Venedig-Reisender
gesammelt, einige sind den Kapiteln vorangestellt.
Beginnend mit Venedigs Geschichte, nähert sich der Autor über See-Venetien
einzelnen Bauwerken, dem Rialto, den Gondeln und dem Markus Platz, bis er im
heutigen Venedig angekommen ist. Die Beschreibungen gehen über einen gewöhnlichen
Reisebericht oder Angaben in einem Reiseführer hinaus. „Legende Venedig“
schildert die Atmosphäre der Stadt und des bunten Lebens der Einwohner,
mit und ohne Touristen. Es sind Portraits über Musik, Malerei, Architektur,
über den Karneval, über Spitze, Glas und Purpur und natürlich
auch über berühmte Venezianer wie Casanova, Carlo Goldoni oder die
Brüder Gozzi.
Am Ende wird „Legende Venedig“ doch noch zum Reiseführer: Karl
Heinz Ritschel widmet 46 Seiten dem Reisenden. „Speziell für
Ihren Venedig-Besuch“ und spricht ihn direkt an: „Sie glücklicher
Mensch, der Sie Zeit haben, einen Tag in Venedig zu verbringen. Arm, weil Sie
eben nur diesen einen Tag für diese Traumstadt zur Verfügung haben,
glücklich jedoch, weil Sie überhaupt nach Venedig kommen.“
Der Verfasser teilt seine Vorschläge für Routen durch die Stadt in
„einen, drei Tage oder Urlaub in Venedig“ ein und gibt entsprechende
Tipps. Er berücksichtigt sogar, dass der eine oder andere Besucher vorher
schon mal in Venedig war. In dem Fall gibt der Autor „Geheimtipps“.
Dem Reisebegleiter fehlen Stadtplan und Karten. Dafür gibt es eine Liste
der Kunst in Kirchen, eine Aufstellung der Künstler und eine der Dogen
von Venedig und einige Farbfotos unbekannter Herkunft. Außerdem im Anhang
eine Kurzfassung der 1.000-jährigen Geschichte, sowie ein Personen- und
Sachregister.
„Venedig ist wahnsinnig echt“, lässt Ludwig Thoma
seinen „Käsebier“ auf eine Postkarte schreiben. – Und
aus „Legende Venedig“ spricht wahnsinnig echte Begeisterung. Auf
nach Venedig mit Karl Heinz Ritschel und seinem Portrait dieser unvergleichlichen,
anziehenden Stadt!
Autorenportrait:
Karl Heinz Ritschel, Prof., Dr. phil., geboren 1930 in Oberaltstadt im Reisengebirge,
lebt in Salzburg. Von 1964 bis 1995 Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“
und Autor mehrerer Bücher. Er hat zahlreiche Preise, Ehrungen und Auszeichnungen
erhalten.
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