Katzen des Olymp
Inselherrscher auf vier Pfoten
(dsz).
„Ein Hund, habe ich immer gesagt, ist Prosa. Eine Katze Poesie.“
(Jean Burden) – Poetisch ist auch das Werk des Fotografen Yoshitaka Masumi,
der Katzen auf verschiedenen griechischen Inseln aufgenommen hat. Die unverkennbare
griechische Landschaft; die weißen Hausdächer, die Weite des Meeres,
die Inselküsten. Mittendrin die Katze – als Beobachter, als Spieler,
als Streuner, als Kenner und als fremdes Wesen.
Begleitet werden die Fotografien Yoshitaka Masumis von ausgewählten Texten,
die von Gabriele Schiffer zusammengestellt und gestaltet wurden. Zitate von
E.T.A. Hoffmann, Erich Kästner oder Robert Musil untermalen die idyllischen
Fotografien, die auch ohne Worte für sich stehen. Das Zusammenspiel der
Texte und Bilder ist fast schon lyrisch und verleiht diesem feinen Bildband
eine pure Reinheit. Die leisen Töne der Worte und die ruhige Stärke
der einfachen Farben spiegeln das lautlose Schleichen der Katzen auf ihren Pfoten
wider. Die Bildkomposition lehnt sich an die Kolorite Griechenlands an: blau
und weiß; der Himmel und die gekalkten Dächer; das Meer und die Stadt.
Dabei setzt Yoshitaka Masumi besondere Akzente, indem er verschiedene Tages-
und Nachtzeiten nebeneinander stellt, den Mondschein sowie den Frühnebel
ins rechte Licht rückt.
„Es sind keine düsteren Geheimnisse, von denen die Katzen umgeben
sind, sondern freundliche Rätsel. Sie bewahren unsere Zuneigung davor,
gewöhnlich zu werden. Sie stiften Distanz. Sie geben der Freundschaft Form.
Sie verleihen Stil. Sie erhöhen ihren Zauber. Das sind große Worte?
Das sind große Worte. Ich finde keine kleineren.“ (Erich Kästner)
Das ideale Buch zum Verschenken: Yoshitaka Masumis „Katzen des Olymp“
ist eine Hommage an die Katze. Seine Fotos regen die Gedanken des Betrachters
dazu an, in die Ferne zu schweifen – bis sie voll und ganz in den Bildern
versinken.
Fotografenportrait:
Yoshitaka Masumi, Jahrgang 1954, hat seine Ausbildung am „Tokyo College
of Photography“ (der heutigen „Tokyo Polytechnic University“)
erhalten. Für seine eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen aus der ganzen
Welt erhielt er 1988 die renommierte japanische Auszeichnung des „Taiyo
Photo Prize.“ Seine Vorliebe gilt neben Irland vor allem den griechischen
Inseln.
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