Italien
Die schönsten Bilder
(mkb).
Italien: Historisch und kulturell gesehen ein Wegstein Europas, kulinarisch
auf der ganzen Welt vertreten und landschaftlich eine Augenweide, die seinesgleichen
sucht. „Italien – Die schönsten Bilder“ von Herausgeber
Peter-Matthias Gaede ist eine Komposition ausdrucksstarker Bilder mit knappen,
treffenden Textergänzungen von Wolfgang Spielhagen.
Beim Stichwort „Italien“ kommt einem so allerlei in den Sinn, und
genau dieses Allerlei steht für das Land selbst. So sehr sich die Bewohner
in Norditalien von denen Süditaliens unterscheiden, so unterschiedlich
ist auch die Vegetation, wechselt sich Ebene, Bergmassiv und Mittelmeeratmosphäre
ab.
„Am Anfang war das Meer. Und dann kam Afrika. Das Ergebnis dieses
Zusammentreffens ist in den Dolomiten zu besichtigen.“ Kalksteinwände
vor beschneiten Gipfeln: Die Dolomiten, deren Lockruf seit Jahrzehnten Wanderer
und Bergsteiger folgen. Ganz anders wirkt der Hochglanzabdruck einer toskanischen
Hügellandschaft. So weit das Auge reicht Idylle und die scheinbare Harmonie
intakter Natur, umso mehr überrascht der Vermerk „Ästhetik
des Frevels“. Von einer „Mondlandschaft“ ist
die Rede, vom Produkt gnadenloser Abholzung und Überweidung. Und doch überwiegt
in der im Frühnebel versunkenen Landschaft die Schönheit, stimmt die
Weite saftiger Wiesen den Betrachter wehmütig.
Während auf dem Land das Ursprüngliche erhalten geblieben ist, zeigen
sich Italiens Städte gerne modern und am Puls der Zeit. Mailands Einkaufsstraßen
wirken wie ein riesengroßer Laufsteg, und die Aufnahme des Mailänder
Doms, umrahmt von weiteren architektonischen Meisterwerken, sind der Grund,
weshalb Italien neben Frankreich der Trendsetter für Mode und Design Europas
ist.
Steht Mailand für Kultur und das Moderne, so blickt Rom als Zentrum der
katholischen Kirche auf eine lange, belebte Vergangenheit zurück. Traditionen
überdauerten die Jahrtausende und das Bild langgestreckter Glieder junger
Männer geben tatsächlich „Demut und absolute Verfügbarkeit“
wieder, während der verstorbene Papst Johannes Paul II. sie zu Priestern
ordiniert. Nicht weit vom Ort des Glaubens entfernt, befindet sich das Amphiteatrum
Flavium. Im Jahre 80 mit einem hunderttägigen Gemetzel eröffnet, ist
die Arena heute lediglich das Mahnmal einer blutrünstigen Epoche, dessen
Besucher statt Mord und Totschlag 2000 Jahre alte Gemäuer zu sehen kriegen.
Weinberge, Rummelplätze, Restaurants; Karneval in Venedig, Feuerwerk am
dritten Juliwochenende, Apfelsinenschlacht im norditalienischen Aostatal, Schwefelbäder
und Vulkanausbrüche, vom schiefen Turm Pisas über Sandstrände
mit geometrisch drapierten Liegestühlen und aufgespannten Sonnenschirmen
hin zu der traditionellen schwarzen Tracht alter Frauen – der Bildband
„Italien – Die schönsten Bilder“ lässt nichts aus,
zeigt weit mehr als statische Momentaufnahmen.
Durchgehend bebildert, vermittelt dieses Werk das Ambiente, ist das Dokument
von Schönheit, Kultur, Stil und Temperament. „Italien – Die
schönsten Bilder“ ist das wunderbare Portrait Italiens, in dem es
sich herrlich schwelgen lässt!
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