Im Sommer sterben
Kommissar Eschenbachs erster Fall in Zürich
(bhs).
Ein Golfplatz im Kanton Zürich. Aus der Distanz von 600 Metern wird ein
Bankier mitten in einem Golfschlag erschossen. Der Tote ist ausgerechnet Philipp
Bettlach, Vizedirektor einer Schweizer Bank. Er war beliebt, charmant, geistreich
und verkehrte in den allerbesten Kreisen. Niemand kann sich den Mord erklären.
Umso schlimmer, denn Clubmanager Albischer fürchtet um das Ansehen des
Golfclubs.
Kommissar Eschenbach übernimmt den Fall mit wenig Enthusiasmus: Er hat
einen Mord am Hals, einen drängelnden Boss und einen Polizeipraktikanten.
Obendrein wird er auch noch direkt von der Presse belagert. Und all das zur
Sommerferienzeit, bei 40 Grad im Schatten. Das Gespräch mit Johannes Bettlach,
Bruder des Ermordeten und einflussreicher Präsident einer Privatbank, bringt
keine neuen Erkenntnisse. Scheinbar. Denn schließlich stößt
der Kommissar auf den schwarzen Fleck im Leben des vermeintlich Untadeligen:
Als er dessen geschiedene Frau in Paris besucht, enthüllt der Polizist
ein beklemmendes Familiendrama.
Ein Golf-Krimi? Irrtum. Spannungsgeladen führen die Recherchen in Schützenkreise,
zum Militär, in abstrusen Vergangenheiten voller seltsamer Beziehungen.
Zum Kommissar in seiner kauzigen Art gesellen sich erstaunliche Charaktere.
Auch die Journalistin Marianne Felber hängt sich in die Ermittlungen. Doch
nichts bleibt, wie es schien... .
Ein schreiberisches Meisterstück, was Michael Theurillat mit in „Im
Sommer sterben“ abliefert: Kritisch, unaufdringlich spannend, von trockener
und stilvoller Schreibe, die die Dramatik dezent unterstützt. Kein Genre
findet sich, so allumfassend die Bereiche: Der feinsinnige Debütroman Michael
Theurillats ist facettenreich; die Handlung, die Personen, die Vielzahl jener
Vermutungen, die sich dem gepackten Leser förmlich aufdrängen. Besonders
bestechend in Michael Theurillats Roman ist jedoch die Figur des Kommissars:
Ein Feingeist, der bei guten Essen über Verdächtige sinniert, deren
Psyche intensivst ergründet und dabei hier und da aufbrausend und schrullig
agiert. Weder bemüht originell, noch unfehlbar dargestellt wirkt Eschenbach
greifbar menschlich.
„Im Sommer sterben“ ist das erste Werk des Schweizer Autors –
und hoffentlich nicht sein letztes!
Autorenportrait:
Michael Theurillat, geboren 1961 in Basel, studierte Wirtschaftswissenschaften,
Kunstgeschichte und Geschichte und arbeitete mehrere Jahre im Bankgeschäft.
„Im Sommer sterben“ ist sein erster Roman. Er lebt mit seiner Familie
in der Nähe von Zürich.
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