Hotel Terminus
Ein Kriminalroman von 12 Autoren
(mkb).
Zwölf Autoren belegen mit ihren Hauptdarstellern ein letztes Mal die Zimmer
im „Hotel Terminus“. Regula Venske, Silvia Kaffke, H.P. Karr, Edith
Kneifl, Ralf Kramp, Christine Lehmann, Birgit H. Hölscher, Horst Eckert,
Roger M. Fiedler, Peter Zeindler, Jürgen Alberts und Walter Wehner machen
die Bühne frei für ein Kriminalstück in zwölf Akten: „Mach
dir nichts vor, das hier ist das Ende. Aus, finito, rien ne vas plus, no way
out. TERMINUS. Wie passend!“
„Siebenschläfer“ steigt da ein, wo das Leben beginnt: mit einer
Geburt und zwar auf Zimmer 29. Autorin Regula Venske setzt darin skurrile Figuren
wie den Krüppel-Carlo in Szene, dessen Knopf-Sammelleidenschaft auf die
obszöne Sammelleidenschaft zweier champagnertrinkenden Grazien trifft.
Silvia Kaffke und Ralf Kramp wiederum senden die Gatten zweier gequälter
Seelen ins Jenseits, und mitten drin spielt der Aluminiumkoffer eine Nebenrolle,
der herrenlos an der Rezeption auf seinen Besitzer wartet, da und dort wieder
auftaucht, um schließlich durch die Feder von Peter Zeindler endlich von
seinem Geheimnis befreit zu werden.
Zwölf Autoren verfassten zwölf Kriminalgeschichten, deren Handlungsstrang
auseinander und immer wieder zusammenläuft. Christine Lehmann bringt den
Polizisten Thomas Pfeiffer ins Spiel und reicht ihn an H.P. Karrs weiter, der
mit „Schreibers Geschichte“ unlautere Machenschaften aufdeckt. Ein
Knäuel dubioser Ereignisse endet im Show Down auf Zimmer 34, und wenn Birgit
H. Hölscher übernimmt, hält sie den Spannungsbogen. Ihr „Nie
wieder Mieder“ beleuchtet die harmlose Vorliebe Harrys für Mieder,
die ihn plötzlich zum Augenzeugen in einem Mordfall macht und schließlich
mit Negligé und Pantoletten auf das Fenstersims treibt.
Aber auch „Kleine Fische“ mischen mit: Roger M. Fiedler lässt
ein Kleeblatt pubertierender Jugendlichen auf das Hotel los, in ihrer Tasche
einen Drohbrief: „Zwanzigtausend Euro im Koffer auf die Strase legen,
oder das ganse Hotell brennt.“ und im Kopf nur ihr Idol Jeannette,
das im Hotel residiert. Jürgen Alberts führt das Hotel schließlich
mit „J. B. Cool und die letzten Dinge“ in sein letztes, großes
Finale.
Die Rahmenhandlung übernimmt Walter Wehner mit dem Hotelpersonal: Henk
dem Portier, der einst seinen Beruf zur Berufung machte, Diana, deren Rotweinkonsum
so manche Episode würzt und die nach der „Sache in der Wäschekammer“
mit Henk auf ewig verbunden scheint, oder Juan der Bartender, dem das Hotel
Terminus als Sprungbrett dient. Sie alle leihen uns das neutrale Auge und Ohr
der Hotelbetreuer, ihre persönliche Geschichte die Geschichte eines Hotels,
das zügig seinem Ende zustrebt.
Die zwölf Autoren haben mehr als nur eine Kurzgeschichte verfasst: Sie
haben sich die Mühe gemacht, den Handlungsstrang von „Hotel Terminus“
aufeinander abzustimmen, gemeinsam einen in sich stimmigen Kriminalroman verfasst.
Das Resultat kann sich sehen lassen: Ein Spannungsbogen, der unter dem Wechsel
der Schriftsteller und Darsteller kontinuierlich steigt, ein Roman, der die
Neugier des Lesers bis ins letzte Kapitel wach hält!
„Hotel Terminus“ begrüßt seine Gäste – treten
Sie ein, es lohnt sich.
Autorenportrait:
Regula Venske, geboren 1955 in Minden, studierte Jura, Anglistik und Germanistik.
Sie ist Autorin und Journalistin, wurde 1996 mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet.
Silvia Kaffke, geboren 1962 in Duisburg, studierte Germanistik und Publizistik
in Bochum. Sie ist Autorin und PR-Agentin, ihr Krimidebüt „Messerscharf“
wurde von SAT1 verfilmt.
H.P. Karr, geboren 1955 in Saalfeld/Thüringen, studierte Publizistik in
Bochum und lebt als Autor, Journalist und Ghostwriter in Essen.
Edith Kneifl, geboren 1954 in Wels/Oberösterreich, studierte Psychologie
und Ethnologie in Wien, arbeitete als Journalistin und ist jetzt als Psychotherapeutin
in Wien tätig.
Ralf Kramp, geboren 1963 in Euskirchen, lebt und arbeitet als Karikaturist und
Autor in der Eifel.
Christine Lehmann, geboren 1958 in Genf, studierte Germanistik und Kunstgeschichte.
Sie arbeitet als Nachrichtenredakteurin im Hörfunk des SWR in Stuttgart.
Birgit H.Hölscher, 1958 in Memphis/Tennesee geboren, betrieb nach dem Abitur
verdeckte Milieustudien im Knast, in der Drogenszene und im Hamburger Rotlichtviertel
St. Pauli. Sie erhielt 2000 den „Marlowe“ für die beste Kriminalkurzgeschichte.
Horst Eckert, geboren 1959 in Weiden/Oberpfalz, studierte in Erlangen und Berlin
Politische Wissenschaften. Er erhielt 1988 den „Marlowe“, 2001 den
„Glauser“.
Roger M. Fiedler, geboren 1961 in Castrop-Rauxel, ist Diplomphysiker. 1998 erhielt
er den Deutschen Krimi-Preis, 2001 wurde er mit dem „Marlowe“ ausgezeichnet.
Peter Zeindler, geboren 1934 in Zürich, studierte Germanistik und Kunstgeschichte.
Er erhielt viermal den Deutschen Krimipreis und wurde 1996 mit dem „Ehrenglauser“
ausgezeichnet.
Jürgen Alberts, geboren 1946 in Kirchen/Sieg, studierte Germanistik, Politik
und Geschichte. Er erhielt 1988 den „Glauser“, 1994 den Deutschen
Krimi-Preis und 1997 den „Marlowe“.
Walter Wehner, geboren 1949 in Erdohl, studierte Germanistik und Kunstgeschichte.
Er veröffentlichte eine Reihe literaturwissenschaftlicher Arbeiten und
schrieb gemeinsam mit H.P. Karr eine Reihe Großstadtthriller und Hörspiele.
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