Hexenwissen
Beschwörungen und Hexenrituale für ein glückliches Leben
(mkb).
Unter Hexen stellt man sich bucklige, verrunzelte Weiber vor, die in ihren Hexentopf
Frösche, Wurzeln, Kräuter und Früchte rühren oder exotische
Formeln murmelnd auf Großmutters Besen über die Dächer reiten.
Die Berufshexe Thea hat in ihrem Buch „Hexewissen“ die Hexe neu
definiert, ihr die Boshaftigkeit genommen, sie mit weiblicher Intuition, Weisheit
und Intelligenz versehen.
Der Fokus von „Hexenwissen“, mit zahlreichen farbigen Abbildungen
und Fotos illustriert, liegt auf unserer Wohlstandsgesellschaft, die mit ihren
Sorgen und Nöten statt am materiellen, am psychischen Existenzminimum entlang
krebst. Wir leiden unter Schlaf- und Essstörungen, Depressionen verdunkeln
unseren Alltag, die Scheidungsrate hält sich auf hohem Niveau, und Glück
scheint kaum noch Bestandteil des Lebens zu sein. Thea offeriert keinen Zaubertrank
zum Glücklichsein, aber sie bietet dem Leser viele kleine Hilfsmittel,
die ein Licht ins Dunkel, der Sonnenstrahl im Regenguss sein könnten. Sie
arbeitet mit Düften, Tees, Ritualen und bestärkt das Vertrauen in
die Intuition.
Bei der Problematik ungewollter Kinderlosigkeit greift Thea statt zu Hormonen
zu Ritualen: Am 30. April, um 23:00 Uhr, beginnt die Beltane- oder Walpurgisnacht.
In jener Nacht vermählten sich einst Göttin Diana und Gott Karnayna,
und unter ihrem Schutz soll das Fruchtbarkeitsritual stattfinden. Dazu bilden
die Ausführenden einen Kreis, rufen die Götter hinzu: „Euros,
Wächter des Ostens, der Luft, wir rufen Dich (...) Eko, eko Azarak, eko,
eko, Zamelak, eko, eko, Karnayna, eko, eko, Aradia.“ Das Ritual kann
nun beginnen! Musik im Hintergrund sorgt für das Ambiente, und in der Hexenküche
werden keine ekligen Kröten gerührt, dafür gibt es den Zauberpunsch
mit Schuss: „Natürlich gehören auch Speise und Trank zu
einem magischen Ritual. (...) Zutaten: 2 EL grüne Teeblätter, 1 Schnapsglas
voll Rum, 1 Schnapsglas voll Obstler, 1 Schnapsglas voll Wodka, 1 Glas kräftiger
Rotwein, 2-3 Nelken, 1 Zimtstange, 1 Prise Pfeffer“. Eine Mischung,
die normalerweise für einen feuchtfröhlichen Abend sorgt, in unserem
Fall jedoch berauscht der Drink wohl eher Kobolde und Feen als uns: „Nach
jedem Ritual geben Sie etwas vom Hexenwein und vom Sabbatkuchen in kleine Schälchen
und stellen diese Gaben für die Feen und Kobolde bereit.“
Gegen Schlafstörung sollte vor dem ins Bett gehen geduscht werden, und
die gesunde Ernährung beginnt mit einem Schuss Vitamin C. Jeder Sorge eine
Duftnote, jedem Gebrechen einen Tee, Glücksrituale und Glücksbringer,
alles in allem kleine Hilfestellungen, die in Verbindung mit der wiederkehrenden
Intuition einem freudvollen Leben auf die Sprünge helfen soll. Aber, ermahnt
die Hexe Thea den Leser, es muss sorgsam mit der Hexenkunst umgegangen werden,
die Verantwortung ist groß und es gilt, achtsamen zu bleiben im Umgang
mit den Geschenken des Unerklärlichen!
„Hexenwissen“ macht mit seinen zahlreichen Anregungen Mut zur Mystik,
Mut seine Wünsche auszusprechen und an sich zu glauben – ein verhexter
Ratgeber für den glücklichen Alltag!
Autorenportrait:
Thea ist eine weise Frau, die aus innerer Überzeugung weiße Magie
ausübt – eine moderne, selbstbewusste Frau, die von dem Wunsch beseelt
ist, ihre besonderen Kräfte helfend einzusetzen. Theas mystischer Weg begann
im Alter von 16 Jahren, als sie bei einem schweren Bergunfall lebensgefährliche
Verletzungen erlitt. Nach dem Absturz war sie für kurze Zeit klinisch tot,
und ihr wurde ein Blick in die jenseitige Welt geschenkt. Sie erfuhr, dass es
noch mehr zwischen Himmel und Erde gibt als das, was mit dem bloßen Auge
sichtbar ist, und entwickelte eine Vorstellung davon, welche kosmischen Kräfte
und Energien es gibt und wie wir Menschen sie nutzen können. Sie beschäftigt
sich intensiv mit Kosmologie, Numerologie und Astrologie, berät viele bekannte
Persönlichkeiten und war in mehreren Fernsehsendungen zu Gast.
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