Grabmale – Zeichen der Erinnerung
Über 400 Beispiele aus der Werkstatt von Steinmetz und Bildhauer
(pr).
Friedhöfe sind hierzulande eher einseitig gestaltet. Von Individualität
der Verstorbenen ist meist nichts zu sehen. Diesem Trend wollen die Autoren
Horst und Margret Wanetschek entgegenwirken. Das Sachbuch „Grabsteine
– Zeichen der Erinnerung“ im Bildbandformat gibt einen Überblick
über die Gestaltungsmöglichkeiten individueller Gräber –
sowohl für Steinmetze und Bildhauer als auch für Hinterbliebene, um
schon zu Lebzeiten Wünsche zu konkretisieren. Denn „so einzigartig
der Verstorbene, so individuell also auch der Grabstein, der die letzte Ruhestätte
ziert.“
Ein Grabmal selbst kann viele verschiedene Funktionen erfüllen: So ist
es zunächst einmal eine Kennzeichnung für den Ort, an dem ein Verstorbener
beigesetzt wurde. Es kann aber auch ein Ausdruck für die Beziehung zum
Menschen sein, kann die Einzigartigkeit des Verstorbenen herausstellen und dabei
ein Bezugspunkt für Zwiegespräche mit dem Toten sein. Diese verschiedenen
Wege der Gestaltung zeigt das Buch auf. In einem theoretischen Teil werden dabei
auch die Entstehung sowie die Materialien von Grabmalen beschrieben. Außerdem
gibt es eine kurze Einführung in die Geschichte des Friedhofs im Allgemeinen.
„Grabmale – Zeichen der Erinnerung“ bietet mit über 400
meist farbigen Fotos viele Beispiele für die Form von Grabmalen. Die abgebildeten
Gräber stammen von vielen Friedhöfen Deutschlands und aus der Werkstatt
verschiedenster Steinmetze und Bildhauer. Dabei zeigt das Buch ideenreiche Möglichkeiten,
Gräber individuell zu gestalten. Darunter sind Grabmale aus Stelen, aus
Metall oder Holz, verziert mit christlichen oder anderen religiösen Symbolen
oder mit Schriften gestaltet.
Ein Kapitel zeigt Gräber, die individuell an Hobbys oder den Beruf des
Verstorbenen erinnern. Außerdem werden Gestaltungsmöglichkeiten für
Liegeplatten oder Urnengräber dargestellt. Ein besonderes Kapitel beschäftigt
sich mit Gräbern früh oder plötzlich Verstorbener. Diese Grabmale
können auch den großen Schmerz über den plötzlichen Tod
verarbeiten. Das letzte Kapitel präsentiert Möglichkeiten, das Grab
völlig jenseits der geltenden Norm zu gestalten, mit Materialien wie Gummi
oder Plastik sowie mit Formen, die für Gräber ungewöhnlich sind.
Die gezeigten Beispiele sollen dabei aber keine Vorlagen sein, sondern nur die
verschiedenen Möglichkeiten der Grabgestaltung aufzeigen.
„Grabmale – Zeichen der Erinnerung“ bietet viele ideenreiche
Anregungen für die Gestaltung von Grabsteinen, die die Individualität
des Verstorbenen herausstreichen sollen und somit auch für die Angehörigen
einen Trost bedeuten können!
Autorenportrait:
Horst Wanetschek studierte Germanistik, Theologie und Kunstgeschichte; er war
bis 2004 Chefredakteur der Fachzeitschrift „Stein“.
Margret Wanetschek ist promovierte Kunsthistorikerin und war viele Jahre als
Redakteurin für „Stein“ tätig.
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