Flossen weg!
Warum die Wale singen
(dsz). „Wissenschaft, von der man nichts versteht, sieht immer aus wie Zauberei.“ Nathan Quinn erforscht schon seit vielen Jahren den Gesang der Buckelwale auf Maui – doch leider hat er mit seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten immer noch nicht herausgefunden, warum die Wale kommunizieren und was sie sich mitteilen. Unterstützt wird Nate von seinem besten Freund und Fotografen Clay, einer jungen – und unglaublich hübschen – Forschungsassistentin und dem ständig bekifften Pseudo-Hawaiianer Kona.
Nate scheint kurz davor zu sein, das Geheimnis um den Gesang der Wale zu lüften, doch dann wird sein Büro verwüstet, sein Boot versenkt, und er scheint an Halluzinationen zu leiden. Denn bei einem Tauchgang entdeckte Nate einen Wal, auf dessen Schwanzflosse in deutlichen Buchstaben „FLOSSEN WEG!“ geschrieben war. Und dann meldet sich bei ihm auch immer eine komische Alte, die behauptet, ein Wal hätte ein Pastrami-Sandwich bei ihr bestellt, dass Nate beim nächsten Tauchgang mitbringen sollte… . Diese seltsame Geschichte wird im weiteren Verlauf immer skurriler: Nate entdeckt bei seinen Forschungen ein fremdes Land, in dem eine Koexistenz zum Menschenleben erschaffen wurde. Es geht dabei um Gene und Mene – und die Wissenschaft.
Nach Christopher Moores Bestseller „Die Bibel nach Biff“ ist nun sein neues Buch „Flossen weg!“ erschienen. Auf verrückte und komische Weise wird hier die Wissenschaft hinterfragt und weitergesponnen. Der Roman, aus dem Amerikanischen von Jörn Ingwersen übersetzt, ist ein Mix aus Fantasy und Science-Fiction, jedoch (pseudo-)wissenschaftlich erklärt und verständlich gemacht. Denn laut „Flossen weg!“ gibt es auch eine Art irdischer Aliens.
Amüsant und unterhaltsam geht Christopher Moore auf ein ernstes Thema ein, das er auch in seinem Nachwort noch einmal ausdrücklich anspricht: Der Walfang, insbesondere in Japan und Norwegen, und die Umweltverschmutzung sind ein großes Problem für diese teilweise immer noch vom Aussterben bedrohten Tiere. Noch ist der Mensch der Überlegene; „Flossen weg!“ beschreibt, wie dieses Szenario anders herum aussehen könnte.
„Flossen weg!“ gilt auf keinen Fall für dieses Buch, das im Original „Fluke: Or I Know Why the Winged Whale sings“ heißt. Der skurrile Roman überrascht den Leser auf jeden Fall – und das immer wieder. Denn die Geschichte entwickelt sich immer anders, als man denkt, und geht dann ganz anders weiter – bis sie völlig anders endet.
Autorenportrait:
Christopher Moore, ehemalige Journalist, arbeitete als Dachdecker, Kellner, Fotograf und Versicherungsvertreter, bevor er anfing, Romane zu schreiben. Seine Romane wie „Die Bibel nach Biff“ haben in Amerika längst Kultstatus, und auch im deutschsprachigen Raum wächst die Fangemeinde beständig. Er liebt – nach eigenen Angaben: den Ozean, Elefanten-Polo, Käsecracker, Acid Jazz und das Kraulen von Fischottern. Er mag aber weder Salmonellen noch Autoverkehr und erst recht nicht gemeine Menschen. Er lebt in Cambria, Kalifornien.
© Copyright by: Public Dialog Hamburg