Expedition ins alte Ägypten
Die Suche nach dem Grab des Osiris
(pr).
Aufwändig gestaltet, bietet „Expedition ins alte Ägypten“
einen großartigen Einblick in die Welt des alten Ägypten. Das fiktive
Tagebuch von Miss Emily Sands, angeblich verfasst 1926, beschreibt eine Expedition
in die Welt der Pharaonen. Auf der Suche nach dem Grab des Osiris besucht die
Expedition die großen Ausgrabungsstätten Ägyptens, und die fiktive
Emily Sands erläutert dabei anschaulich die Geschichte des Landes.
Nachdem die Expedition in Kairo nichts Wissenswertes über das Grab des
Osiris herausfinden konnte, macht sie sich auf den Weg nach Giseh, wo die großen
Pyramiden besucht werden. Mit Querschnitten durch die berühmten Pyramiden,
wie die Cheops-Pyramide, und vielen informativen Illustrationen, wird die Geschichte
dieser Bauwerke erläutert. Mit dem Schiff geht die Reise weiter nach Badrashein
und zur Begräbnisstätte von Ägyptens ältester Hauptstadt
Memphis. So besuchen die Teilnehmer der Expedition nach und nach die wichtigsten
Städte und Stätten in Ägypten, wobei Emily Sands zu jedem Ort
ihrem Tagebuch Skizzen beifügt. Die Gruppe besucht auch Abydos, die heiligste
Stätte Ägyptens, wo der Gott Osiris verehrt wurde. Hier sehen die
Mitglieder sich den Tempel des Sethos an. Emily Sands nimmt dies zum Anlass
etwas mehr über den Beruf und die Werkzeuge eines Archäologen mitzuteilen.
Im Tal der Könige angekommen, wo Howard Carter 1922 das Grab des Tutenchamuns
entdeckt hatte, können die Teilnehmer der Expedition den berühmten
Mann leider nicht treffen, dafür erfahren sie einiges über das Grab,
wie beispielsweise, dass Tutenchamun in drei Särgen aus Gold begraben wurde.
Eine Skizze zum Aufklappen zeigt, wie diese Särge ausgesehen haben. In
Luxor trifft Emily Sands auf einen jungen Mann, der ihr ein Amulett, das Auge
des Re, überreicht und behauptet, er wüsste über das Grab des
Osiris bescheid. Er verschwindet jedoch plötzlich. Im Philea schließlich
ist Emily Sands sicher, den richtigen Ort für das Grab gefunden zu haben,
doch plötzlich taucht eine alte Frau auf, die die Expedition davor warnt,
weiter nach dem Grab des Osiris zu suchen... .
Das wunderschöne Buch ist überaus informativ und enthält viele
Karten zum Aufklappen, ein Büchlein, das die Hieroglyphen-Schrift erklärt,
ein „echtes“ ägyptisches Totenbuch, ein Stück Papyros
und sogar einen Teil von einem Mumienband. Durch dies „Beigaben“
und die detaillierten Illustrationen von Ian Andrew, Nick Harris und Helen Ward
erfährt der Leser viel über das alte Ägypten. Und während
der Lektüre fragt man sich die ganze Zeit: „Hat es Emily Sands etwa
doch gegeben?“. So täuschend echt wirkt die Geschichte über
ihre Expedition zusammen mit alten Fotos und Postkarten. Trotz der vielen Informationen
wird die Geschichte, aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi übersetzt,
nie langweilig und bleibt spannend bis zum Schluss. Jede Seite enthält
dabei so viele Dinge zum Anschauen und Lesen, dass man sich damit wirklich lange
aufhalten kann – genau wie mit dem Vorgänger-Band „Expedition
in die geheime Welt der Drachen“.
Bereits der Einband ist liebevoll gestaltet: Ganz in Gold und mit einem ägyptischen
Vogel sowie drei roten „Edelsteinen“. Und im Vorsatz sieht man das
„Auge des Re“, das Emily Sands von dem unbekannten Ägypter
überreicht bekommt. Wirklich eine Freude fürs Auge. Das Buch ist für
Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet und außerdem ein
echtes Sammlerstück für Menschen, die aufwändig gestaltete Bücher
zu schätzen wissen.
„Expedition ins alte Ägypten“ ist ein wunderschön gestaltetet
Schatz unter den Büchern und regt die Fantasie an!
© Copyright by: Public Dialog Hamburg