Ernst Ludwig Kirchner: Bergleben

Die frühen Davoser Jahre 1917-1926

Ernst Ludwig Kirchner: Bergleben(pr). Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten. Schon zu seinen Lebzeiten fand er Beachtung und hatte wegweisende Ausstellungen unter anderem in Dresden und Berlin. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Die Brücke“. Durch Krankheiten und Depressionen gezeichnet, führte ihn 1917 ein Kuraufenthalt erstmals in die Schweiz. Allmählich wurde Davos zu seinem dauerhaften Domizil, bis er dort 1938 Selbstmord beging.

Der Bildband „Ernst Ludwig Kirchner: Bergleben“, herausgegeben von Bernhard Mendes Bürgi vom Kunstmuseum Basel, spezialisiert sich auf die in Davos entstandenen Werke aus den Jahren von 1917-1926. Man kann sagen, dass „seine existenzielle Auseinandersetzung mit der Schweizer Bergwelt zu einem neuen künstlerischen Höhepunkt führte“. Der Bildband beruht auf einer Sonderausstellung des Kunstmuseum Basel, die thematisch auf sein „Bergleben“ eingegrenzt war. Die ausgestellten Werke stammen aus europäischen und amerikanischen Privat- und Museumssammlungen und wurden erstmalig in dieser Form zusammengestellt. Die ausführliche Monografie enthält über 150 Abbildungen von Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Plastiken und Fotografien. Neben zahlreichen farbigen Alpengemälden werden auch einige seiner Schwarzweiß-Fotografien und Selbstportraits abgebildet.

Ernst Ludwig Kirchner, der zuvor vor allem städtischen Szenerien zugetan war, verändert in dieser produktiven Schaffensphase radikal seine Motive. „Man muss an dieser Stelle eine ganz grundsätzliche Feststellung machen: dass nämlich Ernst Ludwig Kirchner in seinen Bildern, seien es nun die Dresdener Akte im Atelier, die Badenden an den Teichen von Moritzburg oder am Strand der Insel Fehmarn oder eben die berühmten Berliner Strassenbilder, nie etwas dargestellt hat, was er nicht unmittelbar erlebt und vor Augen hatte.“ So illustrieren seine Werke aus den frühen Davoser Jahren einen interessanten Bruch hin zum Ländlichen.

In den informativen Textbeiträgen von den Kunsthistorikern und Kirchner-Spezialisten Bernhard Mendes Bürgi, Bettina Gockel, Lucius Grisebach, Birgit Gudat, Wolfgang Henze und Michael F. Zimmermann werden ausgewählte Themen wie Gemälde und Fotografien, Kunst und Krise, Ernst Ludwig Kirchner als Bildhauer und seine Biografie behandelt. Die Experten bieten ausführliches Hintergrundwissen zu seinem Leben, seiner künstlerischen Entwicklung und seinen Werken.

Im Anhang befinden sich der Katalog der ausgestellten Werke – gegliedert nach Gemälden und Bildteppichen, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken, Plastiken und Fotografien – sowie ein vollständiges Verzeichnis der Textabbildungen, die nicht dem Ausstellungskatalog entstammen. Außerdem werden ausgewählte weiterführende Sekundärliteratur und Schriften des Künstlers aufgeführt.

„Ernst Ludwig Kirchner: Bergwelten“ ist ein umfassender Bildband über eine spannende Schaffensphase des bedeutenden Expressionisten!

Ernst Ludwig Kirchner: Bergleben

Bernhard Mendes Bürgi, Kunstmuseum Basel (Hrsg.)
Ernst Ludwig Kirchner: Bergleben
Die frühen Davoser Jahre 1917-1926
Hatje Cantz Verlag, Stuttgart
ISBN 3-7757-1331-X
180 Seiten, mit 152 meist farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 24,5 x 28,5 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 39,80 (D) / € k. A. (A) / sFr 66.-

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