Der Mont-Saint-Michel

Vom Traum zum Mythos

Der Mont-Saint-Michel(pr). Geschichte erleben – so könnte Claude Quétels Zielsetzung bei der Anfertigung seines Bildbandes „Der Mont-Saint-Michel“ gelautet haben. Der Franzose gewährt seinen Lesern einen detaillierten Einblick in die Geschichte des Mont-Saint-Michel. Der Bildband enthält sechs informative Kapitel, sowie einen sehr aufschlussreichen Anhang, der unter anderem mit Zeittafel, Ausfalttafel mit Gesamtplan, Grundrissen und aktuellen Berichten zu Umbauten und Restaurierungsarbeiten eine optimale Ergänzung zum Hauptwerk darstellt.

Eingeleitet wird dieser Bildband mit einem eindrucksvollen „Rund-um-Blick“ von allen Himmelsrichtungen auf die Bauwerke am Mont-Saint-Michel. Durch diese „Rundschau“ bekommt der Betrachter ein Gespür für die imposante Erscheinung dieses beliebten Ausflugsziels in Frankreich. Der erste Teil des Bildbandes, der den Titel „Wunder und Wunderbares des Mont-Saint-Michel“ trägt, beschäftigt sich mit der legendären Entstehung dieser in der Normandie befindlichen Sehenswürdigkeit. Der zweite Teil befasst sich mit der Klosteranlage, während der dritte die Zitadelle, die „Hochburg des Rittertums“, in Schrift und Bild darstellt. Im vierten Teil dieses Bildbandes, „Die Reise zum Mont“, widmet sich Claude Quétel der religiösen und touristischen Anziehungskraft des Mont-Saint-Michel. Im darauffolgenden fünften Teil geht es kriminell zu, da nun „Die Bastille der Meere – Vom Zuchthaus zum Gefängnis“ auf der literarischen und illustrativen Besichtigungstour des Autors stehen. Im sechsten und letzten Teil lenkt Claude Quétel die Aufmerksamkeit des Lesers von den mythischen Geschichten und architektonischen Besonderheiten auf die „Inselbewohner mit Geschäftssinn“. Land und vor allem Leute stehen nun im Mittelpunkt des Interesses. Der Leser erhält in diesem Teil Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt der Bewohner des Dorfes „zu Füßen des Erzengels“.

Das Buch „Der Mont-Saint-Michel“, aus dem Französischen von Hubertus von Gemmingen übersetzt, liefert viele facettenreiche Informationen zu dem Inselberg, seinen Bauten und seinen Bewohnern. Claude Quétel bietet dem Leser einen ausführlichen Einblick in die historischen, religiösen, mythischen und architektonischen Ereignisse und Entwicklungen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Neben zahlreichen historischen Abbildungen von Malereien, Zeichnungen, Aquarellen oder auch Litographien nehmen die Fotografien von Jean Bernard einen besonderen Stellenwert in diesem Bildband ein. Aus verschiedenen Perspektiven fotografiert, vermitteln die Bilder dem Betrachter ein Gespür für die anmutige Baukunst. Das fotografische Auge von Jean Bernard erfasst dabei die einzelnen Bestandteile der architektonischen Besonderheiten. Was für viele Betrachter eine Aneinanderreihung mehrerer Steine darstellt, lässt Jean Bernard auf seinen Fotografien wie Kunstwerke erscheinen. Die Realitätsnähe seiner Bilder gibt einem das Gefühl, als befände man sich im Schatten dieser gewaltigen Steinmauern.

Der Bildband „Der Mont-Saint-Michel“ ermöglicht dem Leser eine Reise zum Klosterberg, ohne seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort zu verlassen. Die zahlreichen Geschichten und die umfangreiche Bildergalerie machen diese Reise spannend, informativ und in jedem Fall zu einem ganz besonderen Erlebnis!

Autorenportrait:
Claude Quétel leitet das Forschungszentrum für moderne und zeitgenössische Geschichte an der Universität Caen. Als Normanne befasst er sich seit langem mit dem Mont-Saint-Michel, u. a. mit Beiträgen in Presse, Funk und Fernsehen.

Fotografenportrait:
Jean Bernard hat sich als Fotograf auf Landschaft, Architektur, Städtebau und Objekte in Museen spezialisiert.

Der Mont-Saint-Michel

Claude Quétel
Der Mont-Saint-Michel
Mit Fotos von Jean Bernard
Aus dem Französischen von Hubertus von Gemmingen
Konrad Theiss Verlag, Stuttgart
ISBN 3-8062-1964-8
1. Auflage 2005, 192 Seiten, mit 150 meist farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 25 x 31,5 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 29,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 52,20

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