Das verzauberte Buch
Der erste Band aus der Reihe „Hexilon“
(asp).
Bücher besitzen Macht. Ihretwegen wurde gemordet und gefoltert, gelitten
und geliebt. Sie sind imstande ganze Gesellschaften unter der Ladentheke zu
revolutionieren und Frauen dazu zu bewegen, endlich das Nudelholz in die Hand
zu nehmen. Das war früher so, das ist auch heute nicht anders. Was sich
Sabine Dillner gemeinsam mit ihrem Sohn Timo Dillner hat einfallen lassen, gab
es allerdings noch nie und wird es wahrscheinlich auch nie geben. Leider. Denn
ein Buch, dessen Inhalt beim Schreiben Wirklichkeit wird, könnte in den
richtigen Händen wahre Wunder bewirken. Natürlich funktioniert so
etwas nur in einer Fantasiewelt, dort, wo es Zauberer, Hexen und Riesen gibt
– eben wie in der Welt des Jugendbuches „Das verzauberte Buch“
aus der Reihe „Hexilon“. Und natürlich – da sind sich
dann Fantasiewelt und Wirklichkeit erschreckend ähnlich – wird Macht
auch dort missbraucht.
Der Übeltäter ist ein Zauberer namens Ultomius. Einst herrschte er
über eine kleine Welt voll finsterer Wälder und weiter Torfmoore,
in der es außer einigen unbedeutenden Tieren wie Mücken keine Lebewesen
gab. Nach Jahrtausenden der Langeweile, beschloss er, der Öde ein Ende
zu machen. „Er zauberte sich ein Buch mit rotem Einband und grünen
Seiten sowie einen grelllila Stift herbei. (…) Während Ultomius mit
dem lila Stift auf das grüne Papier kritzelte, begann seine kleine Welt
sich mit Elfen und Riesen, Drachen und schwarzen Katzen zu bevölkern. (…)
Dann begann er Wesen nach seinem Bild zu zeichnen. Sie wurden nicht so ähnlich,
wie er es gehofft hatte, und er wollte sie schon wieder auslöschen, als
ihm eine Idee kam. Er versah sie alle mit langen, wirren Haaren und bunten Kleidern,
malte hier eine Warze auf eine gebogene Nase, dort Runzeln auf eine Stirn, malte
kleine, große, junge und alte, dünne und dicke, hässliche und
hübsche – und da fiel ihm auch endlich ein Name für sein Buch
ein: Hexilon.“ Weitere tausend Jahre vergingen, bis sich der Zauberer
wieder zu langweilen beginnt. Doch diesmal macht er seine Welt nicht lebendiger
und schöner, nein, diesmal kommt ihm eine wirklich teuflische Idee: Er
bringt das Böse in die Welt.
Die pragmatische Oberhexe Carakol und ihre Enkelin Charlotte ahnen noch nichts
von den dunklen Machenschaften des Zauberers. Doch eines Tages überquert
Charlotte die Sümpfe und tut das, wovor sie ihre Großmutter immer
gewarnt hat. Erst vor den Mauern des dunklen, grausigen Schlosses wird sich
die kleine Hexe ihres Vergehens bewusst. Im letzten Moment kann sie sich retten
und dem unbekanntem Bösen entwischen. Oberhexe Carakol erkennt den Ernst
der Lage und bringt Charlotte in Sicherheit – in die Menschenwelt. Dort
lernt die rothaarige Hexe den Hobbyzauberer Felix kennen und schnell werden
die beiden Freunde. Zauberkräftigen Beistand kann Charlotte auch dringend
gebrauchen, denn ihre Großmutter steckt gewaltig in der Patsche: Bei dem
Versuch, dem Bösen entgegenzutreten, wurde sie gefangen genommen und in
ein tödliches Verlies gesperrt. Niemand bleibt, sie zu retten, außer
Charlotte und Felix. Und so machen sich die beiden auf den Weg… .
„Das verzauberte Buch“ ist ein spannender Roman für Kinder
ab zehn Jahren, das von guten Hexen, sehr bösen Zauberern und gewitzten
Menschen erzählt. Welche Macht das geschriebene Wort erlangen kann, bringen
Sabine und Timo Dillner ihren Lesern auf unkonventionelle Weise nahe, ebenso
wie die Verantwortung, die Macht mit sich bringt.
„Das verzauberte Buch“ garantiert kurzweiligen Lesegenuss mit einem
verhexten Schuss Lebensweisheit!
Autorenportrait:
Sabine Dillner, 1948 im Osteseebad Boltenhagen geboren, ist gelernte Buchhändlerin
und lebt als freie Autorin im Nordwesten Irlands. Sie schreibt für Kinder
und Erwachsene, mag Hexen und Feen und sammelt Drachen.
Timo Dillner, 1966 als Sohn von Sabine Dillner in Wismar geboren, lebt seit
1998 mit seiner Familie in Portugal. Dort schreibt er für Kinder und Erwachsene,
malt und bildhauert.
© Copyright by: Public Dialog Hamburg