Das Gruselkochbuch

Grauenhaft gute Gerichte und Geschichten

Das Gruselkochbuch(jaf). Dieses Kochbuch dürfte so manchem das Wasser im Mund eiskalt zusammen laufen lassen! „Das Gruselkochbuch“ von Autorin Elke Kößling lädt ein zu höllisch leckeren Kohlkopfmassakern und Tomatenmetzeleien und erlaubt Köchen mit starken (Geschmacks-)Nerven insbesondere zum Gruselfest Halloween einen tiefen Blick in die Kochtöpfe von Gespenstern, Geistern und Co.

Kochen wird mit diesem fantasievollen Werk zum tollkühnen Spaß: „Ritzen Sie die Tomaten kreuzweise an der Oberseite ein und überbrühen Sie sie mit kochend heißem Wasser“, heißt es zum Beispiel im Rezept für das herrlich tomatige „Drachenblut“, dann „kurz unter kaltem fließenden Wasser abschrecken“ und „ziehen Sie ihnen nun genüsslich die Haut vom Leibe“. Noch pikanter: die „Bluttropfen im Schnee“. „Zücken Sie ihr schärfstes Messer“, fordert die Anleitung zum köstlichen Blutbad der Roten Beete auf Sauerrahm, „und trennen Sie die Blätter der roten Beete ca. 2,5 cm über der Wurzel resolut ab“. Auf den spukenden Speisetisch kommt mit dem Gruselkochbuch dabei so ziemlich alles: deftig-herzhafte Speisen, Suppen, kleine Appetithappen, Süßes, Saures – selbst vor blutdürstigen Cocktails schreckt Elke Kößlings Gruselkochbuch nicht zurück.

Bereichert von vielen schaurig-schönen Fotos mit gruseligen Halloween-Kürbissen, alten Schlüsseln, Totenköpfen, schaurigen Schauplätzen, düsteren Schatten-Gestalten und den raffiniert-ausgefallenen Gerichten wie dem „Frostigen Grün für vier Personen“ (Erbsencremesuppe mit Kaviar), den „Teuflischen Heringen“, den blutroten Spinatklößen, dem „Spinnennetz“ oder den erschreckend grünen „Modrigen Pfannkuchen“ mit Spinat und Blauschimmelkäse, macht das Buch mit „Grauenhaft guten Gerichte und Geschichten“ richtig Lust, den Kochlöffel des Grauens zu schwingen!

Allerlei unheimliche Infos zum Verhalten an Gespenster-Schauplätzen wie alten Schlössern, Burgruinen und Kirchen, zum Erkennen von wahren Geistern, Schauriges von britischen Richtern mit unstillbaren Vorlieben für Blutgerichte („Bloody Assizes), sowie vom Seefahrer Francis Drake, der in stürmischen, mondlosen Nächten in einem von vier kopflosen Pferden gezogenem Leichenwagen durch das Dartmoor prescht, bis hin zu Giftmördern auf alten englischen Landsitzen, mysteriösen Todesfällen und schreienden Totenköpfen umrahmen die Rezepte – und machen damit das ohnehin schon grauenhaft gute „Gruselkochbuch“ zu einem echten Teufelswerk, das in keinem Gespensterjägerhaushalt fehlen darf! Denn sonst würde Halloween bestimmt unschön enden...

Autorenportrait:
Elke Kößling arbeitet als freie Journalistin in Köln. England ist seit vielen Jahren ihre zweite Heimat. Dort hat sie auch stets regen Kontakt mit hungrigen Gespenstern.

Das Gruselkochbuch

Elke Kößling
Das Gruselkochbuch
Grauenhaft gute Gerichte und Geschichten
Egmont vgs Verlag, Köln
ISBN 3-8025-1464-5
96 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Hardcover gebunden.
Unverbindliche Preisangabe: € 15,50 (D) / € 16.- (A) / sFr 26,70

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