Das große Hans Christian Andersen Buch
Leben und Werk des dänischen Dichters
(pr).
Jeder kennt die Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ oder „Das
Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen.
Aber über den Märchendichter selbst weiß man weniger, allenfalls
noch, dass er aus Dänemark stammt. Anlässlich seines 200. Geburtstages
ist „Das große Hans Christian Andersen Buch“ von Wolfgang
Mönninghoff erschienen, das viele Details aus Andersens Leben verrät.
Bereits in der Einleitung erfährt man einiges über den Dichter: Zeit
seines Lebens hatte dieser Angst vor Armut, da seine Eltern im Armenhaus gestorben
waren. Dadurch bekam er ein großes Geltungsbewusstsein und wurde wenig
kritikfähig. Am meisten ärgerte es ihn, dass seine Märchen als
Kindergeschichten abgetan wurden.
1805 wird Hans Christian Andersen geboren und wächst in ärmlichen
Verhältnissen in der Stadt Odense auf. Sein Vater stirbt früh, und
der junge Hans Christian Andersen besucht nur unregelmäßig die Schule.
Zeitlebens sollte er sich deswegen und wegen seiner Rechtschreibschwäche
schämen. Bereits mit 14 Jahren geht Hans Christian Andersen nach Kopenhagen,
um Schauspieler zu werden. Dort trifft er einige einflussreiche Bürger,
die ihn unterstützen. Er schafft es schließlich sein Abitur nachzuholen
und debütiert 1828 offiziell als Schriftsteller. Das Schreiben von Märchen,
für die er schließlich berühmt werden sollte, ist für ihn
zunächst nur eine Nebenbeschäftigung. Er verfasst sie anfangs nur
zur Unterhaltung von Kindern befreundeter Familien.
Hans Christian Andersen gilt bei seinen Bekannten als skurril. Er ist über
alle Maßen eitel und nimmt Kritik sehr übel auf. In allen seinen
Märchen ist dieser Selbstbezug zu finden. Außerdem leidet der Dichter
unter Todesfurcht und Hypochondrie. Weil er denkt, er könne durch Reisen
seine innere Unruhe besiegen, reist er quer durch Europa. Dabei lernt er viele
berühmte Persönlichkeiten seiner Zeit kennen. So auch den Dichter
Heinrich Heine in Paris. Außerdem wird Hans Christian Andersen von vielen
Adelsfamilien in Europa hoch geschätzt. In seiner Heimat Dänemark
würdigt man den Schriftsteller zunächst nicht, was für ihn ein
ewiges Ärgernis ist. Erst gegen Ende seines Lebens gilt er schließlich
als „berühmtester Dichter Dänemarks“. 1875 stirbt
Hans Christian Andersen an Krebs.
Wolfgang Mönninghoff zeichnet in „Das große Hans Christian
Andersen Buch“ ein ausführliches Porträt des Dichters und lässt
auch die Schattenseiten in dessen Leben nicht aus. Das Besondere dabei ist,
dass Wolfgang Mönninghoff Hans Christian Andersen dabei häufig selbst
sprechen lässt, in vielen – auch längeren – Zitaten aus
seinen drei Autobiographien und den Briefen an seine zahlreichen Freunde. Das
erlaubt dem Leser einen authentischen Blick in das Innenleben des dänischen
Dichters.
Viele Bilder lockern das informative Buch auf. Dabei sind auch Illustrationen
und besonders Scherenschnitte, die Hans Christian Andersen angefertigt hat,
abgebildet. Auf vielen Porträts ist der Künstler selbst zu sehen,
sowie seine zahlreichen Freunde. Wieder andere Bilder zeigen die Orte, die Hans
Christian Andersen in seinem Leben bereist hat. So liefert „Das große
Hans Christian Andersen Buch“ auch einen historischen Überblick über
die Geschichte Dänemarks und Europas.
Alle Unklarheiten im Text werden in Informationskästen an der Seite genau
erklärt. Dadurch bekommt man viele Zusatzinformationen über das 19.
Jahrhundert, die berühmten Persönlichkeiten dieser Zeit und die Orte,
die Hans Christian Andersen bereist hat. Der Anhang enthält ein Personenregister.
Ein besonders Plus des Buches ist aber, dass auch 15 Märchen von Hans Christian
Andersen abgedruckt sind, darunter sowohl bekannte wie „Die kleine Meerjungfrau“
als auch unbekanntere wie „Die große Seeschlange“. Somit kann
der Leser sich ebenfalls einen kleinen Überblick über das Werk des
Dichters machen.
„Das große Hans Christian Andersen Buch“ bietet es einen ausführlichen
und sehr gelungenen Einblick in Leben und Werk des dänischen Dichters!
Autorenportrait:
Wolfgang Mönninghoff, geboren 1940 in Düsseldorf, hat nach dem Studium
der Theaterwissenschaft lange in großen deutschen Verlagshäusern
gearbeitet, unter anderem als Pressechef und Programmleiter. Seit 1985 ist er
freischaffend als Autor und Fernsehproduzent tätig.
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