Das goldene Buch der Walnuss

Wissenswertes und allerlei Rezepte rund um die Frucht der Götter

Das goldene Buch der Walnuss(asp). Der Nussbaum trägt die Weisheit der Götter, und seine Nüsse geben diese an die Menschen weiter. Das zumindest glaubten die alten Griechen, bei denen die Walnuss als göttliche Speise galt. Auch wenn sich der Götterglaube im Gegensatz zur Walnuss nicht bis ins 21. Jahrhundert hat retten können, ist an der Vorstellung der Altvorderen mehr Wahres, als auf den ersten Blick vermutet. Denn die Walnuss stärkt Körper und Seele, vermindert mit ihren Omega-3-Fettsäuren das Risiko einer Herzerkrankung, unterstützt den Organismus im Kampf gegen freie Radikale, und überhaupt ist in dieser Nuss mehr drin, als ihre Größe vermuten lässt. Ob Hautunreinheiten, Karies oder Diabetes – kaum eine Krankheit, die die Walnuss nicht lindern könnte!

Und als würden ihre heilenden Inhaltstoffe nicht ausreichen, verhilft die Walnuss auch in der Küche zu ungeahnten Gaumenfreuden. Was genau sich alles aus der göttlichen Frucht zaubern lässt, verrät Erica Bänziger im hochwertigen Kochbuch „Das goldene Buch der Walnuss“. Bevor sie viele leckere Rezepte vorstellt, informiert die Ernährungs- und Gesundheitsberaterin in einer ausführlichen Warenkunde über das Allroundtalent Walnuss.

Der anschließende, eigentliche Rezeptteil, gliedert sich in sieben Kapitel: „Aperitif“, „Vorspeisen“, „Mahlzeiten“, „Desserts“, „Kuchen und Gebäck“, „Kleingebäck“ und schließlich „Likör und Wein“. Dabei reichen die Rezepte von leichten Speisen wie einem Fischsalat mit Nussvinaigrette über üppige Gerichte wie den pikanten Nuss-Kräuter-„Braten“ bis hin zum Absacker in Form verschiedener Nussliköre. Appetitanregende Fotos von Andreas Thumm präsentieren einen Großteil der Gerichte – bedauernswerter Weise nicht alle.

Das Nachkochen erfordert neben einem nicht allzu kleinen Geldbeutel, Ausdauer bei der Zutatenbeschaffung, Zeit und nicht zuletzt auch ein gewisses Koch-Know-how. Erica Bänziger verwendet für ihre Rezepte nicht selten sehr außergewöhnliche Zutaten wie Pfeilwurzelmehl, Weinsteinbackpulver oder grüne (!) Walnüsse, über die kaum ein Durchschnittshaushalt verfügen dürfte und die zudem nicht ganz billig sind. Die Anweisungen sind verständlich und prägnant formuliert, was leider keine Garantie für das Gelingen der Gerichte ist. Eine gewisse Routine in der Küche sollte mitgebracht werden, denn die vorgestellten Speisen sind alles andere als leicht nachzukochen. Wer jedoch Lust, Zeit und Können mitbringt, wird leckeres, außergewöhnliches und vor allem gesundes Essen genießen können.

Im Anhang finden sich neben einem Register eine Adresszusammenstellung von Bezugsquellen, Ausflugsmöglichkeiten und Wissenszentren rund um die Walnuss.

„Das goldenen Buch der Walnuss“ bietet Anhängern der Naturheilkunde, leidenschaftlichen Köchen mit Lust auf Abwechslung und Walnuss-Fans Wohltat für Körper und Geschmacksnerven!

Autorenportrait:

Erica Bänziger ist gebürtige Appenzellerin. Sie hat während vieler Jahre in Berlin und München gelebt. Die Mutter von zwei kleinen Söhnen wohnt seit neun Jahren in Tessin. Als diplomierte Ernährungsberaterin ist sie Dozentin an verschiedenen Heilpraktikerschulen und leitet Kochkurse in der ganzen Schweiz. In den vergangenen Jahren sind von ihr einige erfolgreiche Ratgeber erschienen.

Das goldene Buch der Walnuss

Erica Bänziger
Das goldene Buch der Walnuss
Mit Fotos von Andreas Thumm
Walter Hädecke Verlag, Weil der Stadt
ISBN 3-7750-0463-7
2. Auflage 2006, 125 Seiten, mit 48 Farbfotos, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag, Format 18,5 x 24 cm.
Unverbindliche Preisangabe: € 19,90 (D) / € k. A. (A) / sFr k. A.

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