Das Abendkleid
Geschichte und Faszination der weiblichen Abendmode
(pr).
Schlichte Eleganz oder übermütige Farbenpracht, verspielte Üppigkeit
oder extravaganter Luxus: In der Entwicklung des Abendkleides wurde kaum eine
Variante nicht erprobt. Der opulente Bildband „Das Abendkleid“ von
Alexandra Black portraitiert ein Kleidungsstück, das ohnegleichen für
Verführung und Verkleidung steht.
„Der faszinierende Zusammenklang von sittsamen und erotisierenden
Elementen macht das Abendkleid seit Jahrhunderten zu einer der unwiderstehlichsten
und wirksamsten „Waffen einer Frau“.“ Mit dem Anziehen
des Abendkleides wird der Alltag abgelegt, die Trägerin schlüpft in
eine andere Haut, Schönheit und Grazie entfalten sich in voller Pracht.
Die Auswahl des richtigen Kleides fällt besonders schwer, soll es doch
geschmackvoll sein und individuelle Vorzüge betonen, zum Anlass passen
und dem Modestil entsprechen.
Die weibliche Abendmode wird im Wandel der Zeit dargestellt. „Seine
pompöseste Hoch-Zeit erlebte das Abendkleid im Verlauf des 17. und 18.
Jahrhunderts, als man in Europa an den Königshöfen und in den Palästen
des Adels zahllose Bankette und Bälle veranstaltete oder nächtelang
Karten spielte. Die Frauen des Adels versuchten, sich an Schönheit zu übertreffen.“
Früher vor allem den oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten, ist das
Tragen von Abendkleidern heutzutage allen Frauen möglich.
Stets den gesellschaftlichen Zwängen und den Konventionen seiner Zeit unterlegen,
hat das Abendkleid immer eine herausragende Stellung eingenommen. Erst im 20.
Jahrhundert lockerte sich die Kleideretikette. Modedesigner nutzen die neuen
Freiheiten voll aus, und die Modewelt wird von einer bisher nicht gekannten
Vielfältigkeit und Farbenfülle erfasst.
Die Abbildungen in „Das Abendkleid“ spiegeln vor allem diese aktuelle
Vielfältigkeit wieder. Ästhetische Bilder führen durch die Schöpfungsgeschichte
der Gewänder. Die kunstvoll arrangierten Fotografien stammen von berühmten
Modefotografen wie Peter Lindbergh oder Karl Lagerfeld, von führenden Modehäusern,
Museen und Sammlern zur Verfügung gestellt. Anmutig und spektakulär,
romantisch und sinnlich wird ein Kleid zum Kunstobjekt. In Farbaufnahmen und
Schwarzweiß-Bildern lebt die Faszination von femininer Grazie. Mit jeder
Fotografie schafft der Fotograf eine eigene Interpretation der Abendmode. Die
Abbildungen regen zum Träumen an, wecken den Wunsch, die Nacht auf rauschenden
Bällen zu verbringen.
Die Fotografien zeigen vor allem die Abendkleider der zeitgenössischen Designer. Ergänzt werden die Aufnahmen durch zahlreiche Skizzen phantasievoller Entwürfe der Createure. Auf über dreihundert Seiten werden Modelle bedeutender Designer dargeboten. Vertreten sind Modeschöpfer wie Vivienne Westwood, Karl Lagerfeld, Tom Ford, Christian Dior oder Yves Saint Laurent.
Von „Flapper-Chic“, „Sexy Glamour“, „Feminin-Style“
über „Free Style“ und „Glamour der Postmoderne“
führen die Kapitel durch die Strömungen der modischen Zeitgeschichte.
Mal inspirieren historische Vorbilder die Designer, mal gibt es revolutionäre
Neuerungen. In schlichter Eleganz verpacken Frauen wie Coco Chanel und Elsa
Schiaparelli ihre Versionen von Weiblichkeit in den ersten Jahrzehnten des 20.
Jahrhunderts. Dann lebt der Prunk des 18. Jahrhunderts wieder auf.
Mit fundiertem Wissen vermittelt die Autorin die historische Entstehung aufkommender
Modeerscheinungen, neuer Stoffe und innovativer Techniken. Die detaillierten
Textpassagen, aus dem Englischen von Renate Weinberger übersetzt, tauchen
tief in die Entwicklung der Modewelt ein. Es werden aber auch viele Kleider
und Stile beschrieben, die nicht abgebildet werden. „Das Abendkleid“
ermuntert dazu, die eigene Garderobe aufzupeppen und mal wieder etwas Ausgefallenes
anzuziehen. Leider können nicht alle Topdesigner sein, aber sie inspirieren
uns für die nächste Gelegenheit.
Durch das ausführliche Register im Anhang lassen sich Namen und Stile leicht
auffinden. Der vollständige Bildnachweis listet jede abgedruckte Fotografie
mit Fotograf und Agentur auf. Eine Übersicht mit weiterführender Literatur
lädt zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema Mode ein.
Alexandra Black hat mit diesem Werk die fundierte Chronik eines Kleidungsstücks
durch die Kulturen und Epochen geschaffen. „Das Abendkleid“ versammelt
die herausragende Haut-Couture der Modefotografie in einem Bildband!
Autorenportrait:
Alexandra Black entdeckte ihre Leidenschaft für die Mode, als sie vor über
zehn Jahren in Tokio den berühmten Modedesigner Yohji Yamamoto interviewen
konnte. Als Journalistin und Autorin arbeitet sie u. a. für „Elle“
und „Vogue Living“. Sie lebt in Australien.
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