Alice im Schlaraffenland
94 traumhafte Rezepte in einem schwelgerischen Bildband
(pr).
Denkt man an „Alice im Wunderland“ von Lewis Caroll, so denkt man
an bunte Farben, verrückte Figuren und seltsame Ereignisse. An Kochbücher
denkt man sicher nicht. Doch die französische Konditormeisterin Christine
Ferber hat jetzt mit „Alice im Schlaraffenland“ ein Kochbuch im
Bildbandformat geschaffen – ganz im Stil von Lewis Carolls einmaligem
Roman. „Eine naschsüchtige Alice lockt mit herrlichen Düften
und ausgefallen Leckereien“, heißt es im Vorwort. Die französische
Originalversion von „Alice im Schlaraffenland“ wurde 2004 mit dem
„Prix la Mazille“ ausgezeichnet.
Die Rezepte sind tatsächlich traumhaft und ausgefallen, aus dem Französischen
von Claudia Steinitz übersetzt. Thematisch nehmen sie immer Bezug auf „Alice
im Wunderland“. So gibt es „Eat-me-Würfel“ – Kekse
mit Zitrone und Ingwer – sowie „Drink-me-Nektar“ aus Himbeeren
und Veilchen sowie „Spielkartenkekse mit Nüssen und Pistazien“.
Aber nicht nur süße Sachen sind vertreten, auch herzhafte Gerichte
verzaubern den Gaumen: „Gemüsefrühling“ oder „Gefüllte
Kohlblätter mit geschmolzener Butter“. Die Rezepte geben Anweisungen
in verständlicher Sprache. Häufig braucht man zum Nachkochen allerdings
Utensilien, die nicht jeder zuhause hat. So gibt es ein Rezept für „Aschekartoffeln
im Kamin“, die man in einem echten Kamin garen soll.
Ausgefallene und bunte Fotos von Bernhard Winkelmann begleiten die traumhaften
Rezepte. Jede Seite des Buchs ist eine neue Überraschung. Gestaltet wurde
diese Freude fürs Auge vom Designer Philippe Model, der auch die Idee zur
Durchführung dieses außergewöhnlichen Kochbuches hatte. So sind
die Rezepte nach Zitaten aus „Alice im Wunderland“ und „Alice
hinter den Spiegel“, dem zweiten Roman von Lewis Caroll, geordnet. Zu
„Wer war der Tortendieb?“ gibt es „Mürbeteigkrone
mit Johannisbeeren“ und „Rhabarbertorte mit Veilchen“. Hier
wird nicht unterteilt in Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch, alles wird wild
durcheinander präsentiert. Jede Seite ist bunt und besteht aus einer Mischung
von Fotos und Abbildungen, so auch Originalillustrationen von Sir John Tenniel
aus der ersten Ausgabe von „Alice im Wunderland“. Diese aufwendige
und schöne Gestaltung macht es einem leider manchmal schwer, die Rezepte
vernünftig lesen zu können. Häufig wird bei Fotos auf Rezepte
verwiesen, die erst auf den letzten paar Seiten des Buches zu lesen sind, wodurch
alles etwas unübersichtlich wird.
„Alice im Schlaraffenland“ ist ein außergewöhnliches
und wunderschönes Kochbuch mit interessanten und neuen Rezepten, die auf
dem Roman von Lewis Caroll basieren. Die aufwendige und ausgefallene Gestaltung
des Buches macht es zu einer wahren Freude für die Augen – und ist
für die Küche eigentlich viel zu schade!
Autorenportrait:
Christine Ferber ist Frankreichs berühmteste Konditorin. Nicht nur Meisterköche
wie Alain Ducasse schätzen ihre raffinierten Kreationen.
Fotografenportrait:
Bernhard Winkelmann hat sich als Fotograf im Bereich der Food Fotografie und
der Werbung einen Namen gemacht.
© Copyright by: Public Dialog Hamburg